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Rapoo A3060 - Bluetooth-4.0-Lautsprecher im Test

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Mobile Lautsprecher liegen im Trend wie nie zuvor, spätestens die IFA 2012 lieferte den Anstoß mit einer ganzen Welle an neuen Produkten – von etablierten und neuen Herstellern. Ein Unternehmen aus der Kategorie der Neueinsteiger ist die auf Wireless-Produkte spezialisierte Marke Rapoo, die bereits mit einer Tastatur-Maus-Kombination bei uns ihr Debut feiern durfte.

Rapoo A3060Der A3060 genannte Lautsprecher kommt, für Rapoo typisch, mit aktuellen Funktechnologien daher und unterstützt so beispielsweise Bluetooth in der Version 4.0. Das A3060 ist dabei schon jetzt nicht das einzige Audio-Produkt aus dem Hause Rapoo und zur IFA wurde bereits die nächste Runde an neuen Produkten angekündigt - unter anderem das A300, A500, A600 sowie A800, zu teilen sogar mit NFC ausgerüstet.

Verarbeitung und Design

Ganz bewusst will man weg von der typischen „Made in China“-Mentalität und setzt abermals auf eine Mischung aus hochwertigem Kunststoff und viel Metall, was in Kombination mit dem 900 mAh-Akku in einem stattlichen Gesamtgewicht von 470 Gramm resultiert. Dies sorgt einerseits für einen sicheren Stand, andererseits fühlt sich der Lautsprecher so äußerst hochwertig an.

Rapoo A3060 (Quelle: Rapoo)Die Verarbeitung tut ihr übriges und komplettiert den sehr guten Gesamteindruck – Die Spaltmaße sind äußerst klein und gleichmäßig, selbst die Kunststoffbauteile sind stabil und lassen sich auch mit übermäßigem Kraftaufwand nicht einfach verbiegen oder gar zerbrechen. Auch wenn der A3060 einmal unsanft in die Tasche geworfen wird, auf dem Weg zum Grillabend mehrfach durch den Kofferraum fliegen und während der Party einmal jemand gegen den kleinen Lautsprecher rennen sollte, so kommt am Ende doch immer noch Musik heraus.

Einzig und allein die Wahl von Hochglanzplastik für Ober- und Unterseite passt nicht ganz so gut zum Gesamteindruck. Jeder der schon öfter mit dem Material zu tun hatte kennt wohl die Anfälligkeit für Wischkratzer und Staub – Was uns auch bei den Produktfotos wieder viele Nerven kostete.

Als nettes "Gimmick" ist der weibliche "Sprachaissistent" zu verstehen. Leider ist die Ausgabe derzeit nur in englischer Sprache vorgesehen und kann zumindest in Deutschland so gerade nicht der Zielgruppe helfen, für die die Funktion durchaus interessant wäre. Die Sätze begleiten den Nutzer dabei vom Einschalten ("Hello, I'm ready. Please connect.") über das Verbinden mit anderen Geräten (Pairing) bis hin zum Ausschalten.

Klangqualität

So viel gute Worte wir auch zur Verarbeitung und Materialwahl verloren haben, der äußerst günstige Verkaufspreis und das kleine Volumen haben auch ihre Nachteile. Wie nicht anders vom Aufbau zu erwarten steckt im Inneren vom A3060 ein senkrecht montierter Tontreiber, der vom Tieftonbereich bis zu den Höhen alles abdecken muss – oder es zumindest soll.

Das geringe Volumen und die kaum vorhandenen „Atemschlitze“ für den Tontreiber verhindern jedwede Präsenz im Tieftonbereich, alles was nur im Entferntesten mit Bässen zu tun hat geht dementsprechend einfach im Klangbild unter. Auch Rapoo gibt als unterste Frequenz nur 100 Hz an - und selbst diese Angabe erscheint uns noch sehr optimistisch.

Bei den ersten Musikstücken fiel hingegen die recht gute Wiedergabe von (reinen) Gesangspassagen auf, ein erster Hinweis auf eine gute Präsenz in den mittleren Tonfrequenzen, der sich auch im weiteren Verlauf der Tests bestätigte. Bergab geht es dann wieder in den Höhen, was insbesondere Akustikgitarren und diverse Streichinstrumente blechern klingen lässt und das gesamte Klangbild eher verhangen wirken lässt.

Fazit und Empfehlung

Die beste Klangqualität im mobilen Bereich bietet unserer Meinung nach weiterhin die [[ASIN:B00935DS9I|Logitech UE Mobile Boombox]], welche wir bereits im April ausführlich getestet haben. Zwar bietet auch Logitech mit seinen Lautsprechern noch verhältnismäßig wenig Bass – wenn auch schon deutlich mehr als Rapoo mit dem A3060 –, kann jedoch mit dem saubersten Klangbild aller bisherigen Testkandidaten glänzen. Rapoo punktet hingegen eindeutig mit dem Preis von knapp unter 50 Euro (UVP) und kostet damit ziemlich exakt halb so viel wie die Konkurrenz aus Schweizer Entwicklung. Auch bei der Größe bringt man es grob auf das halbe Volumen.Rapoo A3060Im Bereich Ausstattung nehmen sich beide Lautsprecher mit integriertem Mikrofon und dementsprechend einer Freisprechfunktion nicht viel, dem Rapoo A3060 fehlt lediglich ein 3,5-mm-Klinke-Anschluss. Als klassisches Lifestyle-Produkt ist das [[ASIN:B00D2OD1P2|Rapoo A3060]] auch in sechs verschiedenen Farben erhältlich.


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