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Canon EOS M6 - Die günstigere EOS M5?

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Mit der EOS M6 bietet Canon eine günstigere Alternative zum aktuellen DSLM-Topmodell M5, das primär „nur“ um den elektronischen Sucher beschnitten wurde und sonst die gleiche, bewährte Technik wie das große Schwestermodell einsetzt. Ob das die Canon EOS M6 zum Preis-Leistungs-Tipp macht, klären wir im heutigen Test.

Canon EOS M6: Das Display lässt sich um bis zu 180 Grad nach oben klappen

Das rückseitige 3 Zoll große Touch-Display löst, hier gibt es die zweite Einsparung, mit knapp über einer Million Bildpunkten auf und lässt sich, dank des fehlenden Suchers, nun auch um 180° nach oben klappen – ein klarer Vorteil gegenüber der M5 für Selfie-Fotos und Vlogger. Die Verarbeitung ähnelt der der Canon EOS M5 und ist als solide zu bewerten, wenn man auch nicht an die Qualität ähnlich teurer Kameras von Sony, Olympus und Fujifilm mit Metallgehäusen herankommt.

Bildqualität

Canon setzt bei der EOS M6, wie eingangs bereits angeschnitten, abseits der äußeren Ausstattungsmerkmale praktisch durchweg auf M5-Technik. So kommt ein 24-Megapixel-Sensor im APS-C-Format (Crop-Faktor: 1,6) zum Einsatz, der bereits aus der EOS 80D, M5 und 77D/800D bekannt ist.

Canon EOS M6 + Canon EF 24-70 mm f/4L IS USM | 70 mm, f/5.6, 1/250 s, ISO-100

Die RAW-Bilder (3x 14 bit Farbtiefe) kommen, je nach eingestelltem ISO-Wert, auf eine Größe von 24 bis 32 Megabyte. Besonders bei niedrigen ISO-Werten (ISO-100 bis ISO-800) hat uns die sehr hohe Detailschärfe und der gute Dynamikumfang überzeugen können. Auch höhere ISO-Werte (3200) sind in der Praxis noch für Ausdrucke im A4-Format nutzbar. Ein klarer Vorsprung im Vergleich zur EOS M10 und M3.

Serienbild und Autofokus

Der neue Bildsensor kommt auch der Autofokus-Leistung entgegen, beherbergt dieser doch auch den sogenannten Dual Pixel AF (DPAF) und ermöglicht so eine deutlich schnellere Scharfstellung und bessere Objektverfolgung als die Vorgänger mit Hybrid-CMOS-AF.

Canon EOS M6 + Canon EF 50 mm f/1.8 STM | f/2.2, 1/320 s, ISO-400

Serienbildaufnahmen lassen sich im RAW- oder JPEG-Format mit maximal sieben Bildern je Sekunde aufnehmen (ohne Autofokus-Nachführung 9 Bilder/s), im Falle von RAW-Bildern für maximal 17 Aufnahmen am Stück. Serienbildaufnahmen im JPEG-Format lassen sich, eine schnelle SD-Speicherkarte vorausgesetzt, ununterbrochen in voller Geschwindigkeit aufnehmen.

HD-Videomodus

Weniger bahnbrechende Verbesserungen gab es hingegen für den Videomodus. Die Bildschärfe in Full-HD-Qualität ist weiterhin gut, wenn auch nicht auf dem Niveau der Konkurrenz von Nikon, Panasonic oder Sony. Dafür ermöglicht der schnellere Bildprozessor nun endlich Videoaufnahmen mit bis zu 60 Bilder/s in voller Auflösung und der Dual Pixel AF sorgt für eine zuverlässigere Nachführung des kontinuierlichen Autofokus im Videomodus.

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Die Videografen-Grundanforderungen erfüllt auch die Canon EOS M6 weiterhin: Ein externes Mikrofon lässt sich über einen 3,5-mm-Klinke-Anschluss mit der Kamera verbinden und der Ton manuell pegeln. Die Aufnahme erfolgt im MOV-Format (H.264 + PCM-Audio) bei 25 bis etwa 40 Mbit/s.

Fazit und Empfehlung

Die [[ASIN:B06WLLY2M8|Canon EOS M6]] hat technisch nichts Neues zu bieten, haben wir es schlussendlich doch mit einer EOS M5 ohne integrierten Sucher zu tun. Aber auch ohne bahnbrechende Neuerungen ist die Canon EOS M6 ein gelungenes Rundumpaket ohne echten Schwächen. Vielmehr dürfte es einfach oftmals etwas „mehr“ sein. Sei es die Verarbeitung, der Videomodus oder der (noch) etwas zu hohe Preis.


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