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Günstiger Gaming-PC auf AMD-Basis - FX-8370E im Test

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AMDs FX-Prozessoren sind schon seit knappen drei Jahren auf dem Markt und bilden zurzeit noch immer das aktuelle Portfolio, zumindest wenn es um größere Prozessoren ohne integrierte Grafikeinheit für den etwas angegrauten Sockel AM3+ geht. Grund genug für uns, sich die Gaming-Leistung etwas genauer anzusehen und zu klären, für wenn sich ein FX noch lohnt.

AMD FX-Prozessoren im Detail

AMD bietet auf Basis ihrer Piledriver-Serie einige FX-Prozessoren an, dies fängt bei sehr preiswerten Modellen mit zwei Modulen (Quadcore) an, geht über drei Module (Hexacore) und endet bei derzeit vier Modulen (Octacore). Wir schauen uns heute zwei Vertreter aus dem Octacore-Bereich an. Beim AMD FX-8350, das ehemalige Topmodell, takten alle acht Kerne mit einem Grundtakt von 4,0 GHz bei einer TDP von 125 Watt. Aufgrund der etwas geringeren TDP von 95 Watt interessant für kleinere Mainboards ist der AMD FX-8370E. Dieser taktet alle acht Prozessorkerne mit 3,3 GHz.

Interessant bei den FX Prozessoren ist sicherlich nicht die Tatsache, dass sich diese für Office und Multimedia eigenen. Denn dies kann man so gut wie mit jedem Prozessor und der integrierten Grafikeinheit bewerkstelligen. Interessant ist, wie sich die Prozessoren im Vergleich zu zwei Intel Prozessoren in aktuellen PC-Spielen in Full HD (1080p) sowie WQHD (1440p) schlagen.

Das Testumfeld

Um dabei einen kleinen Überblick zu erhalten, wie sich die FX Prozessoren im Vergleich zu einem einen schnelleren Vertreter schlagen, haben wir uns im Test für einen Intel Core i7-4820K auf Ivy-Bridge-E-Basis entschieden. Der i7-4820K ist auf dem Papier deutlich schneller als jeder FX, doch wie sieht das in Spielen bei den gängigen Auflösungen aus? Daneben kam auch ein etwas älterer AMD Phenom II 955 Prozessor zum Einsatz, dieser passt ebenfalls in den Sockel AM3+.

Prozessoren:

  • AMD FX-8350
  • AMD FX-8370E
  • AMD Phenom II 955
  • Intel Core i7-4820K

Mainboards

  • MSI 970A-Gaming (AMD)
  • MSI Big Bang XPower II (Intel)

Sonstige Komponenten

  • AMD 16 GB DDR3-2133 RAM
  • ASUS R9 290 DC II OC
  • Seasonic Platinum 1200W
  • Corsair Neutron GTX 120GB
  • Windows 8.1 64 bit

Besonders wichtig war es uns bei unserem Test das ganze möglichst praxisnah durchzuführen. Daher setzten wir bei jedem Spiel auf die maximalen Details, sowie auf 16 Texturfilterung (AF) und, wenn möglich, vierfache Kantenglättung (AA).

Benchmarks

Wie an den Benchmarks sehr schön ersichtlich ist, kann man mit beiden AMD-FX-Prozessoren durchaus Spaß am Spielen haben. Die minimalen FPS sind zwar immer niedriger als die des i7-4820K, jedoch kann auch mit dem FX noch sehr gut spielen.

AMD FX-8370E - 1440p Leistungsaufnahme

Auch beim Stromverbrauch werden jetzt keinem die Augen rausfallen, im Gegenzug zur gängigen Meinung, dass die FX-prozessoren so viel Strom verbraten. Es stimmt sie brauchen mehr Strom als ein Intel, jedoch nicht in dem Rahmen, das jetzt der Geldbeutelinhalt rasant schwindet. Um das Ganze auf den Geldbeutel zu Beziehen, was uns als Beispiel der Intel Core i7-4820K im Jahr mehr an Strom kostet im Vergleich zum AMD FX-8370E. 7x24x365/1000 = 61,32*0,28 = 17,27.

Im Jahr müssen wir also mit dem Intel Core i7-4820K im Vergleich zum AMD FX-8370E 17,27 Euro mehr auf der Stromrechnung bezahlen. Die Leistung fließt in diese Rechnung allerdings nicht als Faktor mit ein.

Fazit

Abschließend lässt sich festhalten, dass man mit einem FX auch sehr gut spielen kann und das einem auch der Stromverbrauch nicht gleich umbringen wird. Soll ein komplett Neues System angeschafft werden, führt aktuell wohl kein Weg an einem Intel-System vorbei - außer man sucht eine preiswerte Alternative und ist bereit Kompromisse bei Leistung und Leistungsaufnahme einzugehen.

Sparfüchse sollten einen Blick auf die AMD Plattform werfen. Falls ein Mainboard vorhanden ist, der einen FX aufnehmen kann und noch mit einem älteren Phenom II ausgestattet ist, hier kann überlegt werden auf einen FX umzurüsten. Besonders wenn man mit dem restlichen System rundum zufrieden ist.


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