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Sapphire R9 Fury Tri-X OC: Eine Alternative zur GeForce GTX 980 (Ti)?

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Mit der Fury-Serie möchte AMD eine High-End Grafikkarten-Serie als Pendant zu Nvidias Titan-Serie schaffen. Die R9 Fury X war hier bereits in aller Munde, denn sie setzt als erste Grafikkarte auf den neue HBM-Technologie, die die Speicherbandbreite als Flaschenhals beseitigen und deutlich energieeffizienter arbeiten soll. Mit der kleineren Variante, der R9 Fury, sollen nun auch Käufer abgeworben werden, die nicht gleich 650 Euro investieren wollen. Dazu passend schauen wir uns heute die Sapphire R9 Fury Tri-X OC genauer an.

Sapphire R9 Fury Tri-X OC

Testkandidat im Detail

Sapphire stattet bereits seit einigen Jahren seine Grafikkarten mit dem hauseigenen Tri-X-Kühler aus, der den Sapphire-Karten ihren typischen Look verleiht. Eine Besonderheit ist, dass die Karte im PC drei freie Slots benötigt und auf das Referenz-PCB der teureren Fury X setzt, somit misst die Platine zwar nur 19,5 cm in der Länge, durch den Kühler benötigt man jedoch mindestens 30,5 cm Platz im Gehäuse.

Sapphire R9 Fury Tri-X OC - Platine ohne KühlerFür den Betrieb der Sapphire R9 Fury Tri-X OC werden zwei 8-Pin-PCIe-Stromstecker benötigt. Monitore können via HDMI oder drei DisplayPort-Anschlüsse verbunden werden. Wie auf allen neueren Radeon-Grafikkarten besitzt auch die Fury keine klassischen Crossfire-Anschlüsse für den Betrieb mehrerer Grafikkarten mehr, stattdessen wird die PCIe-Schnittstelle genutzt.

Ebenfalls auf der Platine vorhanden ist ein BIOS-Switch, allerdings können damit keine verschiedenen Betriebsmodi ausgewählt werden, es handelt sich hier einfach um ein redundantes BIOS.

Sapphire R9 Fury Tri-X OC - Der HBM-Speicher

Die neue HBM-Technologie (High Bandwith Memory; Dt. „Speicher mit hoher Bandbreite“) ist eine gemeinsame Entwicklung von AMD und Hynix und zielt auf eine Erhöhung der Speicherbandbreite samt gleichzeitiger Reduktion der Leistungsaufnahme ab. Die Speicherchips werden vertikal gestapelt und auf Chipebene miteinander verbunden (TSV; Through Silicon Via). Der so nun wesentlich kompaktere Speicherchip findet auf dem gleichen sog. Interposer wie die GPU Platz und kann über ein Vielfaches an Datenleitungen mit der GPU verbunden werden. Für die gleiche Bandbreite benötigt HBM so nur 1/8 (512 bit GDDR5) bis 1/32 (128 bit GDDR5) der Taktrate von herkömmlichen GDDR5-Speicher – und erlaubt damit den Einsatz stromsparender Technologien. Bis jetzt können bis zu vier Module mit je einem GB Kapazität zusammengekoppelt werden, daher setzen alle Fury Grafikkarten aktuell auf nur 4 GB Hauptspeicher.

Der Kühler: Tri-X

Der Tri-X-Kühler arbeitet mit drei 90-mm-Lüftern, der Kühlkörper selbst besteht aus zwei Aluminiumkühlblöcken, die zusammen mit sieben Kupfer-Heatpipes und einer Kupferbodenplatte für die Wärmeaufnahme und -abgabe sorgen. Der Zero-Fan-Modus der Sapphire Fury Tri-X OC schaltet die Lüfter bei geringen Last, unter 54 °C, ab.Auf der Rückseite verbaut Sapphire eine Backplate aus Aluminium, die jedoch nur den PCB-Teil der Grafikkarte bedeckt. Der hintere Teil gibt einen Blick auf die Kühlerlamellen frei.

Sapphire R9 Fury Tri-X OC - Kühler und Platine

Taktraten und Boost-Verhalten

Die Sapphire R9 Fury bekommt von Haus aus einen höheren GPU-Takt spendiert, dies sorgt für eine leicht höhere Leistung. Die GPU taktet mit bis zu 1.040 MHz - 40 MHz (4 Prozent) höher als das Referenzdesign.

Übertakter kommen weniger auf Ihre Kosten: Unser Testmodell landetet mit 1.065 MHz für die GPU nur minimal über Sapphires Werksübertaktung. Der Speichertakt blieb unangetastet bei 500 MHz, da HBM schon mit diesem geringen Takt eine deutlich höhere Speicherbandbreite bietet als der bis jetzt eingesetzte GDDR5-Speicher.

Im Idle taktet die GPU mit 300 MHz und der Speicher unverändert mit 500 MHz.

Benchmarks

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Die R9 Fury Tri-X OC schlägt sich sowohl unter Full HD (1080p) als auch WQHD (1440p) mehr als überzeugend. In 1080p sind sämtliche Spiele, auch mit aktivierten Bildverbesserungen, flüssig spielbar und auch in 1440p können die meisten aktuellen Titel mit maximalen Details und Bildverbesserungen gespielt werden.

Lautstärke

Positiv aufgefallen ist die Lüftersteuerung: Die Lüfter laufen nur an, wenn die Grafikkarte sich unter Last befindet, genauer gesagt über 54 °C. Dank der Zero-Fan-Technologie arbeitet die Sapphire R9 Fury Tri-X OC im Idle-Betrieb völlig lautlos. Unter Last wird man die Grafikkarte zu keinem Zeitpunkt störend aus dem System wahrnehmen können. Über das nervige Phänomen „Spulenfiepen“ verfügt unsere Exemplar auch nicht.

Fazit

Nach unserem Test können wir zwei Dinge feststellen: Zum einen bietet Sapphire mit der R9 Fury Tri-X OC eine sehr gelungene Radeon an - was Spieleleistung und Lautstärke angeht. Auch die Temperaturen sind positiv zu erwähnen.

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Leider kommt jetzt das große „Aber“, denn beim Stromverbrauch weiß die Radeon R9 Fury trotz HBM-Technologie nicht zu überzeugen. Nvidias Maxwell-Grafikkarten haben in dieser Disziplin die Nase eindeutig vorn: Eine deutlich schnellere GTX 980 Ti verbraucht weniger Strom. Auch beim Preis muss geschluckt werden. Mit knappen 620 Euro ist die Sapphire R9 Fury Tri-X OC einfach zu teuer. Günstige GeForce GTX 980 Ti gibt es für nur etwa 40 Euro mehr, selbiges gilt für die Fury-X-Grafikkarten.

Daher auch unser Fazit: Technisch eine tolle Karte von Sapphire, jedoch reicht es angesichts der Konkurrenz nicht zu einer Kaufempfehlung.

Spezifikationen

GPU-NameSapphire R9 Fury Tri-X OCASUS R9 290 DirectCU II OCMSI GTX 970 Gaming 4GGigabyte GTX 970 Xtreme GamingMSI GTX 960 2GDT5 OC
Chip Fiji Pro Hawaii PRO GM204 GM206
Fertigung 28 nm
DirectX 12.0
Speichergröße 4.096 MB 2.048 MB
Speicheranbindung 4096 bit 512 bit 256 bit 128 bit
Speichertakt 500 MHz 1.400 MHz 1.753 MHz 1.753 MHz
Speicherbandbreite 512 GB/s 344,3 GB/s 224.4 GB/s 112,2 GB/s 112,2 GB/s
Chiptakt (Boost) 1.040 MHz 947 MHz
(1000 MHz)
1.114MHz
(1253 MHz)
1190 MHz
(1342 MHz)
1178 MHz
(1241 MHz)
ROPs 64 32
TMUs 224 160 104 85
Pixelfüllrate 66,6 Gpix/s 70,9 GPix/s 71,3 GPix/s 82,4 GPix/s 37,7 GPix/s
Texturfüllrate 233,0 GTex/s 177,3 GTex/s 115,9 GTex/s 130,3 GTex/s 100,1 GTex/s

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