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LG X Screen - Android-Smartphone mit zweitem Bildschirm im Test

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Im Herbst 2015 stellte LG mit dem LG V10 erstmals ein Smartphone mit zwei Bildschirmen vor. Das LG X Screen hat den „Second Screen“ des Flaggschiffs geerbt, rangiert aber in der Mittelklasse. Ob der zweite Bildschirm tatsächlich ein Vorteil ist, zeigt unser Test.

LG X Screen: Vorne wie hinten setzt LG auf eine glänzende Oberfläche [Bildmaterial: LG]

Mit Online-Preisen von knapp unter 200 Euro ist das LG X Screen mit Sicherheit ein gutes Angebot, wenn man die Verabeitungsqualität betrachtet. Wie von LG-Smartphones gewohnt ist diese durchaus wertig, wenngleich das LG X Screen nur ein Polycarbonat-Gehäuse hat. Der Metall-Look der Kante ist dagegen nur ein Design-Gimmick.

LG X Screen [Bildmaterial: LG]

Auch in der Mittelklasse setzt sich das von der Oberklasse bekannte Prinzip des Unibody-Gehäuses immer mehr durch. Das LG X Screen hat ebenfalls einen solche Gehäusetyp und deshalb einen Slot, über den man die Nano-SIM- und microSD-Karte einführt. Der An/Aus-Knopf befindet sich ebenfalls auf der rechten Gehäuseseite und verfügt über einen angenehm festen Druckpunkt.

Leistung

Vom Start weg läuft das LG X Screen auf dem aktuellen Google-Betriebssystem Android 6.0.1 alias „Marshmellow“. Angenehmerweise hat LG darüber eine relativ schlanke Benutzeroberfläche gelegt und lediglich 20 Apps vorinstalliert.

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Angetrieben wird das LG X Screen von einem Qualcomm Snapdragon 410. Diese Quad-Core-SoC kommt mit einer Taktung von 1,2 GHz daher, was für den Normalbetrieb völlig ausreicht. Beim Spielen kommen dagegen kleine Wackler schon mal vor. Die Ergebnisse in verschiedenen Benchmarks fallen denn auch eher bescheiden aus. Positiver ist da die enorme Speicherkapazität des LG X Screen. Neben einem internen Speicher von klassenüblichen 16 GB kann man auf bis zu zwei TB große microSD-Speicherkarten zugreifen.

Multimedia

Eine Besonderheit des LG X Screen ist natürlich der zweiten Bildschirm (Screenshot rechts), der sich oberhalb des Haupt-Displays befindet. Dieser von LG gern „Second Screen“ genannte Bildschirm misst 1,8 Zoll in der Diagonalen und löst mit 520 x 80 Pixeln auf.

LG X Screen: Optimus UI

Auf dem zweiten Bildschirm des LG X Screen kann man App-Verknüpfungen anlegen oder Benachrichtigungen und die Zeit anzeigen lassen. Die Anzeige hat eine Always-on-Funktion. Jedoch leuchtet der kleine Bildschirm im Stand-by-Modus nur recht schwach, so dass ein schneller Blick auf die Uhrzeit in hellen Umgebungen oder bei schrägen Blickwinkeln nicht möglich ist. Stets verfügbar sind Schnelleinstellungen für Bluetooth, WLAN, Audio-Profil und Taschenlampe.

LG X Screen: Second Screen [Bildmaterial: LG]

Im Betrieb leuchtet das Zusatz-Display des LG X Screen heller und bietet weitere Funktionen an. So werden hier z.B. Benachrichtigungen angezeigt und man kann per Shortcut auf Apps oder Kontakte zugreifen. LG erlaubt darüber hinaus Apps, auf dem „second screen“ eigene Inhalte oder Steuerungsmöglichkeiten anzuzeigen. Der Hauptbildschirm des LG X Screen misst fünf Zoll in der Diagonalen und bietet eine absolut ausreichende HD-Auflösung. Anders als viele Konkurrenten ist das Display zudem weitgehend gegen Reflexionen bei der Outdoor-Nutzung gefeit.

Klassenüblich klein ist der Akku des LG X Screen. Dessen Kapazität von 2.300 mAh reichte in unserem Praxistest für rund 180 Minuten Sprechzeit und bis zu 410 Stunden Laufzeit im Stand-by-Modus.

LG X Screen Testbild

Die Hauptkamera des LG X Screen löst mit maximal 13 Megapixeln auf und wird von einem LED-Blitzlicht und Autofokus unterstützt. Leider ist kein automatisches High Dynamic Range (HDR) an Bord, Wer also auch im Freien gute Bilder schießen möchte, sollte in den manuellen Modus wechseln. Dies geschieht praktischerweise über den „second screen“, während der Hauptbildschirm nur für die Darstellung des Bildausschnitts zur Verfügung steht.

LG X Screen Selfie

Selfies gelingen dem X Screen recht gut. Die Kamera-Software bietet einen Regler an, der das Bild verschönern kann - hierbei handelt es sich unter anderem um Weichzeichner, die Unregelmäßigkeiten auf dem Bild einebnen.

Der Sound des LG X Screen ist erwartungsgemäß nicht besonders prägnant. Die integrierten Lautsprecher tendieren – wie so häufig in dieser Preisklasse – zu einem leichten Scheppern. Die mitgelieferten Stereo-Headsets gehen in Ordnung, aber es fehlt ihnen an Tiefenklang.

Fazit und Empfehlung

Das [[ASIN:B01EADVXTO|LG X Screen]] gehört in der Preisklasse von 150 bis 200 Euro sicherlich zu den interessanteren Smartphones. Als einziges Gerät dieser Preisklasse bietet es einen Zweitbildschirm, über den man sich akkuschonend über Benachrichtigungen informieren lassen und die Kamera recht passabel steuern kann. Auch das fünf Zoll große Haupt-Display mit HD-Auflösung hinterließ im Test einen guten Eindruck.

LG X Screen [Bildmaterial: LG]

Während die Verarbeitund sowie die Kameras des LG X Screen einen ordentlichen Eindruck hinterlassen, sieht es in puncto Musikwiedergabe eher mau aus. Einen durchschnittlichen Wert schafft das Mittelklasse-Smartphone bei der Akkulaufzeit.  


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