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Gigaset Me Pure: Design made in Germany im Test

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Schon auf der IFA 2015 stellte der deutsche Hersteller Gigaset, der bis dato vor allem durch seine DECT-Festnetztelefone ein Begriff war, seine ersten Smartphones vor. Nach dem Flaggschiff Gigaset Me Pro und dem Mittelklasse-Modell Gigaset Me ist nun auch das Gigaset Me Pure zu haben. ValueTech hat das günstigste Gigaset-Smartphone eingehend getestet.

Gigaset Me Pure: Gute Haptik dank abgerundeter Kanten

Der Preis des Gigaset Me Pure ist in der oberen Mittelklasse angesiedelt. Die UVP beträgt 349 Euro und das ist auch der Preis, den man bezahlen muss, wenn man das Smartphone direkt beim Hersteller oder anderen Online-Händlern bestellt.

Für diesen relativ stolzen Preis erhält man ein Smartphone mit stabilem Alu-Gehäuse und dem markanten „seamless design“, das in Deutschland entwickelt wurde. Abgerundete Kanten sorgen für hohen Haltekomfort und die Front wirkt bündig verarbeitet, da es keinerlei Öffnungen z.B. für Lautsprecher gibt. Wie die beiden teureren Schwestermodelle verfügt das Gigaset Me Pure über einen Fingerabdruck-Sensor, der hauptsächlich zum Entriegeln des Displays dient. Zwar ist dessen Positionierung auf der Rückseite des Smartphones nicht ideal, aber er funktioniert zuverlässig.

Gigaset Me Pure in Weiß

Während der An/Aus-Knopf auf der rechten Gehäuseseite sitzt, findet sich die Lautstärkewippe auf der linken Gehäuseseite des Gigaset Me Pure. Das ist beim Navigieren im Auto natürlich von Nachteil. Andererseits verfügt das Gerät über einen hochwertig verarbeiteten Slot, in den bei Bedarf zwei Nano-SIM-Karten passen. Die Sprach- und Empfangsqualität ist sehr gut und darüber hinaus kann man über beide Karten via LTE mit bis zu 150 MBit/s surfen.

Wenn man die Dual-SIM-Funktion nicht benötigt, kann das Gigaset Me Pure alternativ eine microSD-Speicherkarte mit einer Kapazität von bis zu 128 GB aufnehmen. Positiv hervorzuheben ist, dass der interne Speicher auch schon 32 GB groß ist. Das ist in dieser Preisklasse nicht unbedingt üblich.

Leistung

Da sich die Auslieferung des Gigaset Me Pure verzögert hat, läuft das Smartphone auf dem mittlerweile nicht mehr aktuellen Android 5.1.1 Lollipop, aber dafür wirkt die Benutzeroberfläche sehr aufgeräumt. Ab Werk verfügt das Gigaset Me Pure über ein Wetter-Widget auf dem Homescreen und die App Gigaset Elements, die dazu dient das gleichnamige Smart-Home-System zu steuern.

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Angetrieben wird das Gigaset Me Pure von einem Qualcomm Snapdragon 615 mit vier Kernen und einer Taktung von 1,7 GHz. Unterstützt wird die CPU von zwei GB RAM. Damit ist das Gigaset Me Pure für den Normalbetrieb bestens gerüstet, doch schon bei wenig anspruchsvollen Spielen wie Dream League Soccer sind kleine Aussetzer zu beobachten. Das spiegelt sich auch in den nicht allzu tollen Benchmark-Testergebnissen wider.

Multimedia

Das Fünf-Zoll-Display des Gigaset Me Pure bietet eine Full-HD-Auflösung. So machen also auch Spiele Spaß, zumal der Betrachtungswinkel bei bis zu 178 Grad liegt. Negativ fällt die relative Dunkelheit des Bildschirms auf.

Gigaset Me Pure: Der Bildschirm wirkt etwas dunkel

Andererseits kommt dies der Akkulaufzeit des Gigaset Me Pure zugute. Da der fest verbaute Energiespeicher zudem eine Kapazität von 3.320 mAh aufweist, schafft das Gigaset Me Pure immerhin bis zu 220 Stunden gemessene Sprechzeit. Die maximale Stand-by-Laufzeit lag in unserem Praxistest bei rund 500 Stunden. Zu beachten ist, dass das Gigaset Me Pure über einen modernen USB-Typ-C-Anschluss aufgeladen wird. Alte Ladekabel können Käufer nicht verwenden, sind dafür aber gut für die Zukunft gerüstet.

Gigaset Me Pure: Testbild

Klassenüblich ist die maximale Auflösung der Hauptkamera des Gigaset Me Pure mit 13 Megapixeln, die zudem von einem LED-Blitzlicht und Autofokus unterstützt wird. Bei unserem Testbild sind denn auch nur kleine Unschärfen und Verzerrungen am Bildrand zu beobachten. Nicht ganz so prickelnd, aber auch noch in Ordnung sind die Ergebnisse der Selfie-Kamera auf der Vorderseite, die mit maximal acht Megapixeln auflöst und ohne Fotolicht auskommen muss.

Gigaset Me Pure: Selfie mit acht Megapixeln

Der Sound der integrierten Lautsprecher sowie der mitgelieferten Stereo-Headsets ist schön kräftig. Zu bemängeln ist allerdings, dass die Lautsprecher auf der Gehäuseunterseite liegen und so beim Spielen im Querformat oft unabsichtlich von Fingern verdeckt werden.

Fazit

Mit einem Marktpreis, der derzeit noch in etwa der UVP von 349 Euro entspricht, ist das [[ASIN:B015CSC3X6|Gigaset Me Pure]] sicherlich kein Sonderangebot. Allerdings ist die Auswahl an relativ kompakten Smartphones mit Fünf-Zoll-Full-HD-Bildschirm, 32 GB Speicher, LTE, Fingerabdruck-Sensor und optionaler Dual-SIM-Funktion auch nicht groß. Am ehesten kann man noch das von LG hergestellte [[ASIN:B015Y5398A|Google Nexus 5X]] mit 5,2-Zoll-Display und ähnlich guter Ausstattung zum Vergleich heranziehen, das zurzeit circa 280 Euro kostet.

Gigaset Me Pure in Schwarz

Neben der guten Ausstattung sind die Handlichkeit und sehr gute Verarbeitung die Pluspunkte des Gigaset Me Pure. Auch die Akkulaufzeit, Sprachqualität und Sound-Eigenschaften gehen in Ordnung. Nicht so gefallen konnte das Display, das dunkler ist als das von so manchem Konkurrenten. Auch der Prozessor ist zwar ausreichend schnell für den Normalbetrieb, stößt beim Spielen aber schnell an seine Grenzen.


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