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Huawei Mate 9 - Phablet mit Dual-Kamera von Leica im Test

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Mit seinem riesigen 5,9-Zoll-Display reiht sich das Huawei Mate 9 in die Phalanx der sogenannten Phablets ein und platziert sich damit zwischen Smartphones und Tablets. Den Unterschied zur Konkurrenz von Samsung und Apple soll die Dual-Kamera von Leica machen.

Zwar ist der Rahmen des Huawei Mate 9 schmal, doch mit einer Hand steuern kann man es trotzdem nicht

Das Huawei Mate 9 misst 156,9 x 78,9 x 7,9 mm und bringt stolze 190 g auf die Waage. Damit lässt es sich nur schwer in einer Hand halten. Die Verarbeitungsqualität ist hingegen auf einem hohen Niveau und auch das edle Unibody-Design des Phablets kann sich sehen lassen.

Huawei Mate 9: Geladen und die Datenübertragung via Kabel erfolgt durch den USB-C-Anschluss

Selbstredend verfügt das Huawei Mate 9 über einen Fingerabdruck-Sensor, der auch zuverlässig funktioniert, nur leider wurde dieser auf der Rückseits des Phablets eingelassen. Ebenfalls nicht ganz glücklich sind wir mit der Platzierung der integrierten Lautsprecher auf der Gehäuseunterseite. Beim Spielen im Querformat werden diese gern mit Fingern verdeckt.

Leistung

Angetrieben wird das Huawei Mate 9 von einem Kirin 960. Dieser 64-Bit-Octa-Core-Prozessor wurde von den Chinesen selbst entwickelt und entpuppt sich mit seiner Taktung von 2,4 GHz im Test als äußerst flott. Die Benchmark-Testergebnisse liegen fast auf dem Niveau des Primus in dieser Disziplin, des Apple iPhone 7:

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Ob seiner Größe kann das Huawei Mate 9 aber mit einem mehr als doppelt so großen Akku punkten. Der 4.000-mAh-Energiespeicher kann zwar leider nicht manuell getauscht werden, soll aber laut Hersteller bis zu 500 Stunden im Stand-by durchhalten.

Ebenfalls großzügig bemessen sind der Arbeitsspeicher mit vier GB sowie der interne Speicher mit 64 GB. Zudem kann eine microSD-Speicherkarte mit bis zu 256 GB Kapazität eingelegt werden oder man nutzt eine zweite Nano-SIM, wodurch das Huawei Mate 9 zum Dual-SIM-Gerät wird.

Multimedia

Der große Schwachpunkt des Huawei Mate 9 ist sicherlich die Bildschirmauflösung. Bei einer Display-Diagonale von 5,9 Zoll liegt diese nämlich nur bei 1.920 x 1.080 Punkten, was Full-HD-Qualität entspricht. Die Pixeldichte beträgt denn auch lediglich 373 ppi. In der Praxis stört das zwar kaum, aber beim Spielen schon, da das Display manchmal etwas zu unpräzise reagiert, was bei dem rasend schnellen Prozessor wirklich schade ist.

Normale Fotos schießt das Huawei Mate 9 mit zwölf MP, Schwarz-Weiß-Aufnahme sogar mit 20 MP

Kommen wir nun zum absoluten Highlight des Huawei Mate 9, der Dual-Kamera von Leica. Hier findet sich zum einen der gleiche bildstabilisierte RGB-Sensor mit zwölf MP, der auch im Huawei P9 steckt und hier wie dort für überragend gute Fotos sorgt.

Dazu gibt es einen 20-MP-Schwarzweiß-Sensor, der ebenfalls eine Brennweite von 27 Millimetern und eine f/2.2-Blende aufweist. Der hochauflösende Schwarzweiß-Chip ermöglicht unter anderem einen weitgehend verlustfreien zweifachen digitalen Zoom. Zudem gibt es beim Huawei Mate 9 die Möglichkeit, den Fotos eine künstliche Tiefenunschärfe zu verpassen.

Auch die Selfie-Kamera des Huawei Mate 9 bietet viele Einstellmöglichkeiten

Demgegenüber fällt die zweite Kamera auf der Frontseite des Huawei Mate 9 zwar deutlich ab, aber die maximale Auflösung von acht MP sowie die f/1.9-Blende sorgen für ausreichend schöne Selfies.

Fazit und Empfehlung

Das Huawei Mate 9 kann es mit Konkurrenten wie dem Samsung Galaxy S7 edge oder dem Apple iPhone 7 Plus problemlos aufnehmen. Design, Verarbeitungsqualität und Ausstattung sind absolut auf der Höhe und mit der Dual-Kamera von Leica bieten die Chinesen auch ein nicht uninteressantes Unterscheidungsmerkmal.

Highlight des Huawei Mate 9 ist die Dual-Kamera von Leica

Ein weiteres Kriterium, das für das [[ASIN:B01N3JHWKS|Huawei Mate 9]] spricht, ist der Preis. Mit einer UVP von 699 Euro unterbietet das China-Phablet die Konkurrenten aus Korea und den USA deutlich. Wenn es etwas zu kritisieren gibt, ist es die relativ geringe Bildschirmauflösung. Der Fingerabdruck-Scanner funktioniert zwar tadellos, aber er ist ergonomisch etwas ungünstig auf der Rückseite platziert.


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