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LG K10 (2017) - Smartphone mit 120-Grad-Weitwinkel-Selfie-Kamera im Test

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Die K-Serie von LG war und ist bekannt dafür, ein High-End-Feature in einem Smartphone der Einsteiger- und Mittelklasse zu bieten. Nun ist die neue K-Serie 2017 verfügbar und wir schauen uns die beiden Modelle, K8 und K10, genauer an. Los geht es mit dem LG K10, das besonders mit seiner Fünf-Megapixel-Selfie-Kamera mit 120-Grad-Weitwinkel und lichtempfindlicher Linse glänzen möchte.

Die 120-Grad-Weitwinkel-Kamera ist ein Highlight des LG K10 [Bildmaterial: LG]

Die Verarbeitungsqualität des LG K10 könnte sich auch in einer höheren Preisklasse als den aufgerufenen 199 Euro (UVP) noch sehen lassen. Auch das Design ist ansprechend. Das leicht geschwungene Kunststoffgehäuse des LG K10 steckt in einem Rahmen in Metalloptik. Dank nur 138 g Gewicht liegt das Mittelklasse-Smartphone angenehm leicht in der Hand.

Etwas gewöhnungsbedürftig ist die Steuerung. Zwar findet sich an der linken Gehäuseseite des LG K10 eine Lautstärkewippe, doch an- und ausgestellt wird das Smartphone über einen Button auf der Rückseite, der zwar aussieht wie ein Fingerabdruck-Scanner, aber keiner ist.

Sehen aus wie Fingerabdrucksensoren, sind aber keine: Die An/Aus-Schalter auf der Rückseite vom LG K8 und K10 (rechts)

Der Button auf der Rückseite des LG K10 dient auch zur Ver- und Entriegelung des Displays. Alternativ kann man auch einen Knock Code, eine Kombination aus Fingertipps festlegen oder das Smartphone mittels Doppel-Fingertipp aus dem Stand-by wecken. Das ist z.B. nützlich, wenn man das LG K10 als Navi im Auto nutzt.

Leistung

Als Prozessor kommt ein MediaTek MT6750 mit einer Taktung von 1,5 GHz und acht Kernen zum Einsatz. Diese SoC ist kein Ausbund an Schnelligkeit, aber reicht im Normalbetrieb völlig aus und läuft auch bei Spielen nicht heiß. Die Benchmark-Testergebnisse des LG K10 gehen für diese Preisklasse völlig in Ordnung. Nur Spieler sollten auch weiterhin lieber etwas tiefer in die Tasche greifen.

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Klassenübliche Größen weist der Arbeitsspeicher eine Größe von zwei GB auf. Der mit 16 GB, ebenfalls klassenüblich, knapp bemessene interne Speicher lässt sich mit einer microSD-Speicherkarte um bis zu 2 TB erweitern.

Das von Google zugelieferte Betriebssystem Android 7.0 ("Nougat") ist nicht auf dem aktuellsten Stand (7.1.1), jedoch auch nicht älter als bei anderen aktuellen Android-Smartphones. Positiv ist auch, dass LG im Gegensatz zu früheren Smartphone-Generation keine überladene Benutzeroberfläche (Emotion UI) auf Android aufgesetzt hat. Nützliche Features wie der besagte Knock Code oder die in der Höhe regelbare Tastatur, die LG Smart Keyboard nennt, sind beim LG K10 hingegen an Bord.

Das LG K8 und K10 (unten) setzen auf den veralteten Micro-USB-Anschluss (Typ-B)

Der Akku des LG K10 misst 2.800 mAh und bietet laut Hersteller im 3G-Netz bis zu 840 Minuten Sprechzeit. Im Stand-by sind im 3G-Netz nach Angaben von LG bis zu 361 Stunden Laufzeit möglich. Geladen wird das LG 10, wie der kleine Bruder K8, über einen betagten Micro-USB-Anschluss vom Typ-B.

Multimedia

Das Display des LG K10 misst in der Diagonalen 5,3 Zoll, löst aber nur mit 1.280 x 720 Pixeln auf. Die relativ niedrige Pixeldichte von 277 ppi wirkt sich nicht negativ die Steuerung aus und ist für ein 200-Euro-Smartphone im Jahre 2017 gerade noch akzeptabel. Gut reagiert die automatische Helligkeitsregulierung des LG K10.

Anders als mittlerweile viele Konkurrenten in dieser Preisklasse ist das LG K10 kein Dual-SIM-Smartphone. Dafür bietet es LTE Kategorie 6 mit Download-Raten von bis zu 300 und Upload-Raten von bis zu 50 Mbit/s. Die Testergebnisse im Düsseldorfer Vodafone-Netz reichen zwar nicht an das theoretische Maximum heran, sind mit bis zu 91 Mbit/s im Down- und 44 Mbit/s im Upload aber ansehnlich.

Tagaufnahmen sind mit der 13-MP-Kamera des LG K10 kein Problem

Die Hauptkamera des LG K10 löst mit maximal 13 Megapixeln auf und kann Full-HD-Videos drehen. So gelingen Tagaufnahmen ohne Probleme. Hervorzuheben ist zudem das kräftige LED-Blitzlicht.

Die 120-Grad-Weitwinkel-Aufnahmen der zweiten Kamera des LG K10 sind vor allem für Gruppen-Selfies interessant

Das Highlight des LG K10 ist jedoch die Fünf-Megapixel-Selfie-Kamera mit 120-Grad-Weitwinkel und lichtempfindlicher Linse auf der Vorderseite. Mit ihr erzielt man bei eingeschränkten Lichtverhältnissen gute Ergebnisse und zur Not kommen auch größere Gruppen aufs Foto.

Fazit und Empfehlung

Das LG K10 macht insgesamt einen positiven Eindruck. Insbesondere Selfie-Freunde dürften auf ihre Kosten kommen, doch auch die Hauptkamera, die Akkulaufzeit, das schnelle Surfen via LTE, die Erweiterbarkeit des Speichers mit microSD-Karten sowie das flüssig laufende Android 7.0 zählen zu den Stärken des [[ASIN:B01MR30MQD|LG K10]].

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Andere Hersteller haben in dieser Preisklasse bereits Smartphones mit Fingerabdruck-Scanner im Portfolio – nicht so das LG K10, das stattdessen nur einen An-/Aus-Knopf auf der Rückseite hat, während die Lautstärkewippe an der linken Gehäuseseite sitzt. Diese Art der Steuerung ist etwas gewöhnungsbedürftig. Prozessor und Display bieten eine klassenübliche Leistung an, der Sound ist jedoch nicht gerade die Stärke des LG K10.


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