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Lenovo Moto G5 und Moto G5 Plus: Dual-SIM-Smartphones mit reinem Android im Test

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Mit dem Motorola Moto G5 und Moto G5 Plus hat der neue Motorola-Eigner Lenovo zwei Smartphones mit fast reinem Android-Betriebssystem auf den Markt gebracht. Ob die beiden neuen Modelle damit als preiswerte Alternative zum Google Pixel interessant sind, zeigt unser Test.

Mit 199 Euro (UVP) ist das Moto G5 das günstigste Smartphone mit reinem Android auf dem Markt

Das Google Pixel ist im Google Store zu Preisen ab 759 Euro zu haben. Da sind die beiden Lenovo-Smartphones deutlich günstiger: Das Moto G5 kostet laut UVP 199 Euro und ist im Internet bereits für rund 185 Euro erwerbbar. Das besser ausgestattete Moto G5 Plus wird von Lenovo mit 299 Euro (UVP) veranschlagt und findet sich in Online-Shops schon zu Preisen ab 265 Euro. Trotz der relativ niedrigen Preise weisen beide Lenovo-Smartphones eine tadellose Verarbeitung auf. Das Moto G5 und Moto G5 Plus haben zwar einen Rahmen aus Plastik, aber der Akkudeckel besteht aus Metall. Während man den Akkudeckel des Moto G5 entfernen muss, um Nano-SIM- und microSD-Karten einzulegen, bietet das Moto G5 Plus einen Karten-Slot, der mit Hilfe einer mitgelieferten Spange geöffnet wird.

Das Moto G5 Plus ist nicht nur größer als das Moto G5, sondern auch besser ausgestattet

Unterhalb des Displays von Moto G5 und Moto G5 Plus findet sich ein Fingerabdruck-Scanner, der Mühe hat verschmutze oder nasse Fingerkuppen zu identifizieren. Schade ist auch, dass der Scanner nicht gleichzeitig der Home-Button ist. Dieser ist virtuell auf dem Display platziert.

Leistung

Unterschiede zwischen den beiden Geräten gibt es beim Prozessor und dem internen Speicherplatz. Das Moto G5 wird von einem 1,4 GHz schnellen Qualcomm Snapdragon 430 angetrieben, der von zwei GB Arbeitsspeicher unterstützt wird. Außerdem ist der interne Speicher nur 16 GB groß. Dementsprechend fallen die Benchmark-Testergebnisse relativ bescheiden aus. Im Moto G5 Plus ist der zwei GHz schnelle Qualcomm Snapdragon 625 als Prozessor installiert. Der Arbeitsspeicher ist drei und der interne Speicher 32 GB groß. Insofern verwundert es nicht, dass das Moto G5 Plus in den Benchmark-Tests besser abschneidet als sein kleiner Bruder:

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Schon zu Zeiten, als Motorola noch zu Google gehörte, war es üblich das Google-Betriebssystem Android in Reinform auf dem Smartphone zu installieren. Lenovo hat diese schöne Tradition aufgegriffen und bringt das Moto G5 und Moto G5 Plus mit Android 7.0 („Nougat“) ohne eigene Benutzeroberfläche. Nur ein paar eigene Apps hat Lenovo zusätzlich zum reinen Android installiert.

Löblich ist auch, dass sowohl das Moto G5 als auch das Moto G5 Plus zwei Nano-SIM-Karten gleichzeitig betreiben können. Beide Karten sind LTE-tauglich, wobei beim Moto G5 Plus sogar theoretisch bis zu 300 MBit/s im Download möglich sind. Beim Moto G5 sind es in der Praxis aber auch völlig ausreichende 150 MBit/s.

Multimedia

Auch in puncto Display unterscheiden sich unsere Probanden. Beide Displays bieten eine für diese Preisklasse respektable Full-HD-Auflösung und sind ausreichend leuchtstark, aber 5,2 Zoll und damit 0,2 Zoll größer als der Bildschirm des Moto G5 ist der des Moto G5 Plus.

Bei diffusen Lichtverhältnissen hat die Hauptkamera des Moto G5 Probleme

Die Hauptkamera des Moto G5 reicht nicht an die des Moto G5 Plus heran. Zwar löst die Knipse mit 13 Megapixeln auf, aber sie ist nur mit einer f/2.0-Blende ausgestattet und tendiert manchmal zum Bildrauschen. Videos werden lediglich in Full-HD-Qualität gedreht.

Besser macht es das Moto G5 Plus mit seiner f/1.7-Blende

Zwar hat die Hauptkamera des Moto G5 Plus die nominell niedrigere Auflösung von 12,2 Megapixeln, aber eine f/1.7-Blende und bietet gerade bei diffusen Lichtverhältnissen bessere Resultate. Außerdem kann das Moto G5 Plus Videos in 4K-Auflösung aufnehmen.

Die Selfie-Kameras von Moto G5 (Foto) und Moto G5 Plus taugen immerhin für Schnappschüsse

Auf der Rückseite von Moto G5 und Moto G5 Plus kommt jeweils eine Fünf-Megapixel-Kamera zum Einsatz. Diese reicht für passable Schnappschüsse, aber mehr ist in dieser Preisklasse auch nicht üblich. Überhaupt sind beide Probanden in puncto Fotografie meilenweit von den Resultaten des Google Pixel und anderer Oberklasse-Modelle entfernt. Das allerdings auch für den Sound der integrierten Lautsprecher. Stereo-Headsets werden erst gar nicht mitgeliefert.

Im Gegensatz zum Moto G5 Plus hat das Moto G5 einen manuell tauschbaren Akku, was natürlich ein Vorteil ist. Die Akku-Kapazität ist mit 2.800 mAh zudem nur geringfügig kleiner als beim Moto G5 Plus (3.000 mAh), wodurch das Moto G5 rund 14 und das Moto G5 rund 16 Stunden Sprechzeit bietet. Auch die Stand-by-Laufzeit ist mit 450 gegenüber 488 Stunden nicht viel schlechter. Dank der von Qualcomm zugelieferten Schnelllade-Technologie TurboPower sind beide Akkus innerhalb von 15 Minuten so weit geladen, dass man wieder sechs Stunden Laufzeit erhält.

Fazit und Empfehlung

Vom Preis-Leistungs-Verhältnis ist das Moto G5 trotz der schlechteren Ausstattung die bessere Wahl. Für gerade mal 199 Euro (UVP) bietet das [[ASIN:B06XC7BFXW|Moto G5]] den nur unwesentlich kleineren, aber dafür manuell tauschbaren Akku, eine solide Verarbeitung, ein gut ablesbares Fünf-Zoll-Display und LTE auf zwei SIM-Karten.

Das Moto G5 und Moto G5 Plus laufen auf reinem Android

Das 299 Euro (UVP) teure [[ASIN:B06XC6XTG6|Moto G5 Plus]] ist für diejenigen interessant, die gern spielen. Der Prozessor ist mit zwei GHz deutlich schneller und das Display mit 5,2 Zoll etwas größer. Zudem schießt die Hauptkamera im Vergleich die besseren Bilder. Nichtsdestotrotz dürfte es das Moto G5 Plus gegen potente Konkurrenten wie z.B das Honor 6X deutlich schwerer haben als sein kleiner Bruder.


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