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LG Q6: Kleiner Bruder des LG G6 im Test

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Mit dem Q6 stellt LG Electronics dem Flaggschiff G6 einen, technisch zum Teil stark abgespeckten, kleinen Bruder zur Seite. Das Gehäuse-Design ist dem Topmodell sehr ähnlich, vor allem beim Prozessor und der Kamera wurde hingegen gespart.

Anders als das LG G6 hat das LG Q6 abgerundete Kanten und keinen Fingerabdruck-Scanner

Wie in Familien üblich ist eine gewisse Ähnlichkeit zwischen LG Q6 und LG G6 nicht zu verleugnen. Allerdings kommt das LG Q6 mit nur 149 g Gewicht und abgerundeten Kanten daher, wodurch es besser in der Hand liegt. Statt einer Glasrückseite wie beim großen Bruder weist der Newcomer jedoch nur ein Unibody-Gehäuse aus Polycarbonat auf, das zudem anfällig für Fingerabdrücke und Kratzer ist.

Trotz seines großen 5,5-Zoll-Displays ist das LG Q6 angenehm handlich

Einen Fingerabdruck-Scanner sucht man beim LG Q6 ebenfalls vergebens. Stattdessen bietet der koreanische Hersteller eine Entriegelung per Gesichtserkennung an, die man allerdings relativ leicht mit einem Foto des Smartphone-Besitzers umgehen kann. Sicherer ist also das Entsperren per Muster, PIN oder Passwort.

Leistung

Dass man beim LG Q6 mit einem Smartphone der Mittelklasse zu tun hat, wird auch beim Prozessor ersichtlich. Der Qualcomm Snapdragon 435 bietet zwar acht Kerne, ist aber nur mit 1,4 GHz getaktet. Im Normalbetrieb fällt das nicht ins Gewicht, doch bei grafisch anspruchsvollen Spielen kommt es manchmal zu kleinen Verzögerungen und auch diverse Benchmarks bestätigen den Eindruck.

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Einen ordentlichen Eindruck hinterlässt der Akku des LG Q6. Zwar ist dieser fest verbaut, doch die Kapazität von 3.000 mAh entpuppt sich als ausreichend, um über den Tag zu kommen. Laut Hersteller bietet der Energiespeicher des LG Q6 eine Sprechzeit von bis zu 16 Stunden und eine Stand-by-Laufzeit von maximal 570 Stunden im 3G-Modus.

Anders als das LG G6 verfügt das LG Q6 über keine Dual-Kamera

Wie bei LG mittlerweile üblich bietet das LG Q6 die Möglichkeit eine bis zu zwei TB große microSD-Karte einzulegen, aber auch der interne Speicher ist mit 32 GB ausreichend groß. Der Arbeitsspeicher hat eine Kapazität von klassenüblichen drei GB. Als Betriebssystem kommt das brandaktuelle und stabil laufende Android 7.1.1 zum Einsatz.

Multimedia

Einen guten Eindruck hinterlässt das Display des LG Q6. Es misst in der Diagonalen 5,5 Zoll und bietet eine sogenannte Full-HD-Plus-Auflösung von 2.160 x 1.080 Pixeln. Das entspricht einer ordentlichen Pixeldichte von 439 ppi. Außerdem funktioniert die automatische Helligkeitsregelung gut.

Die 13-Megapixel-Hauptkamera des LG Q6 schießt ordentliche Fotos mit kleinen Unschärfen am Rand

In puncto Kamera muss man gegenüber dem Flaggschiff LG G6 die deutlichsten Abstriche hinnehmen. Das LG Q6 bietet keine Dual-Kamera, sondern nur einen einzelnen Bildsensor mit einer maximalen Auflösung von 13 Megapxeln und ein Objektiv mit f/2.2-Blende. Die Testbilder weisen denn auch leichte Unschärfen vor allem am Bildrand auf.

Die Selfie-Kamera des LG Q6 löst mit nur fünf Megapixeln auf

Die Frontkamera des LG Q6 löst mit lediglich fünf Megapixeln auf. Positiv zu bewerten ist aber der Super-Weitwinkel von 100 Grad, der bei Gruppen-Selfies zum Einsatz kommt.

Fazit und Empfehlung

Am [[ASIN:B073WYB273|LG Q6]] gefallen die gute Verarbeitung und die Handlichkeit. Das gut ablesbare 5,5-Zoll-Display mit Full-HD-Plus-Auflösung ist mit einem extrem schmalen Rand umgeben, so dass das LG Q6 viel kleiner wirkt, als es ist. Eine gute Figur macht das Smartphone auch beim Sprach- und Datenempfang. Das Betriebssystem Android 7.1.1 ist aktuell und es steht mehr Speicherplatz zur Verfügung als bei der Konkurrenz.

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Die UVP des LG Q6 von 349 Euro ist durchaus als sportlich anzusehen. Für deutlich weniger Geld erhält man z.B. ein Wiko Upulse, das auf Android 7.0 läuft. Andererseits bietet das LG Q6 verlässliche klassenübliche Leistungen in puncto Akkulaufzeit, Kamera, Prozessor und Sound und die Preise dürften sich dem Marktniveau schnell anpassen.


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