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ZTE Blade V8 Mini mit Dual-Kamera im Test

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ur IFA in Berlin hat der chinesische Smartphone-Hersteller das ZTE Blade V8 64 GB sowie das ZTE Blade V8 Mini vorgestellt. ValueTech.de hat das kleinere ZTE Blade V8 Mini getestet, das nun für 179 Euro (UVP) auf den Markt kommt. Ausgestattet ist es mit Dual-Kamera, Fingerabdruck-Scanner und Android 7.0.

Das ZTE Blade V8 Mini bietet eine Dual-Kamera und einen Fingerabdruck-Scanner

Anders als das in etwa gleich große ZTE Blade V7 Lite, dass ZTE im Jahr 2016 vorgestellt hat, steckt das ZTE Blade V8 Mini nicht in einem schicken Kleid aus Aluminium, sondern aus robustem Polycarbonat. Es liegt jedoch aufgrund der abgerundeten Kanten und seines kompakten Formats ebenso gut in der Hand.

Der Fingerabdruck-Scanner ist auf der Rückseite des ZTE Blade V8 Mini platziert

Die Tasten für An/Aus und Lautstärke liegen markant an der rechten Gehäuseseite des ZTE Blade V8 Mini. Auf der Rückseite ist der Fingerabdruck-Scanner eingelassen. Das ist zwar von der Position her nicht optimal, aber der Scanner funktioniert zuverlässig.

Leistung

Für die Preisklasse üblich ist der Octa-Core-Prozessor mit einer Taktung von 1,4 GHz. Für Alltagszwecke ist der Qualcomm Snapdragon 435 bestens gerüstet, doch beim Spielen z.B. von Dream League Soccer 2017, kommt es ab und an zu Aussetzern. Bei den Benchmark-Tests schneidet das ZTE Blade V8 Mini auf dem Niveau der preisähnlichen Konkurrenz ab:

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Als Betriebssystem kommt beim ZTE Blade V8 Mini Android 7.0 zum Einsatz. Ob und falls ja, wann das Smartphone ein Update auf Android 8.0 erhält, steht noch nicht fest. Über Android hat ZTE seine MiFavor-Oberfläche in der aktuellen Version 4.2 gelegt. Leider müssen so alle Apps auf den Homescreens abgelegt werden, aber für mehr Übersicht kann man Ordner anlegen.

Schwachpunkt des ZTE Blade V8 Mini ist die Display-Helligkeitsregulierung

Der Akku des ZTE Blade V8 Mini ist mit einer Kapazität von 2.800 mAh ausreichend groß. Der Hersteller gibt im 3G-Modus maximal zwölf Stunden Sprechzeit bzw. 24 Tage Stand-by-Laufzeit ein. In der Praxis hält das ZTE Blade V8 Mini locker 24 Stunden durch, ohne an die Steckdose zu müssen.

Positiv ist auch die große Flexibilität des ZTE Blade V8 Mini zu bewerten. Wer zwei Nano-SIM-Karten einlegt, kann mit der einen oder anderen mit bis zu 300 MBit/s via LTE surfen. Wer nur eine SIM benötigt, kann optional auch eine microSDXC-Speicherkarte einstecken. Der interne Speicher des ZTE Blade V8 Mini misst klassenübliche 16 GB.

Multimedia

Ein Highlight des ZTE Blade V8 Mini ist sicherlich die Dual-Kamera auf der Rückseite, die aus einer Autofokus-Kamera mit 13 Megapixeln und einer Fixfokus-Kamera mit zwei Megapixeln Auflösung besteht. Wird ein Foto mit der Dual-Kamera des ZTE Blade V8 Mini aufgenommen, kann man virtuelle 3D-Aufnahmen erzeugen. Interessanter finden wir aber die Bokeh-Funktion, mit der nachträglich der Fokus und die Blende verändert werden können:

Die Bokeh-Funktion ist leider nicht ganz ausgereift. Zunächst nehmen wir ein Bild mit f/1.0-Blende auf.

Leider ist diese Funktion nicht ganz ausgereift, denn wenn man den Fokus bei schmalen Objekten wie dem Geländer beibehält, aber die Blende wie hier von f/1.0 auf f/8.0 verändert, wird es unscharf. Zudem benötigt das ZTE Blade V8 Mini ein wenig für das Umrechnen:

Behält man den Fokus auf dem Geländer, verändert aber die Blende von f/1.0 auf f/80, wird das Geländer unscharf

Die zweite Kamera des ZTE Blade V8 Mini fällt gegenüber der Hauptkamera deutlich ab. Ihre maximale Auflösung liegt bei fünf Megapixeln und man sieht deutliche Unschärfen. Immerhin ist aber ein Fotolicht an Bord - eine Seltenheit in dieser Preisklasse:

Die Selfie-Kamera des ZTE Blade V8 Mini ist nicht die Schärfste, aber sie bietet immerhin ein Fotolicht

Das Fünf-Zoll-Display des ZTE Blade V8 Mini bietet leider nur HD-Auflösung, während andere Smartphone wie z.B. das Lenovo Moto G5 für ähnlich viel Geld ein Full-HD-Display mitbringen. Schade ist auch, dass die automatische Helligkeitsregulierung öfter einmal den Bildschirm zu hell einstellt. Wer nur noch wenig Saft auf seinem ZTE Blade V8 Mini hat, sollte das also lieber manuell regeln.

Fazit und Empfehlung

Das [[ASIN:B071GBQCTT|ZTE Blade V8 Mini]] bietet eine ordentlich funktionierende Dual-Kamera, hat beim Umrechnen von Bokeh-Aufnahmen aber so seine Probleme. Zur Ausstattung gehören zudem LTE auf optional zwei SIM-Karten, ein zuverlässiger Fingerabdruck-Scanner, ein ausreichend großer Akku sowie ein robustes Polycarbonat-Gehäuse. Attraktiv ist auch der Preis mit gerade mal 179 Euro (UVP) zum Markstart, der später noch fallen dürfte.

Das ZTE Blade V8 Mini bietet eine ordentliche Ausstattung für nur 179 Euro (UVP)

Abstriche muss der Nutzer in puncto Prozessor hinnehmen, wenn es ums Spielen geht. Das Fünf-Zoll-Display bietet leider nur HD-Auflösung und die automatische Helligkeitsregulierung stellt den Bildschirm gern einmal zu hell ein. In puncto Empfangsqualität gibt sich das ZTE Blade V8 Mini im Vodafone-Netz keine Blöße. Im schlechter ausgebauten Telefónica-Netz wird die Indoor-Verbindung hingegen schneller gestört.


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