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Nokia 6: Nokias neue Generation im Test

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Nokia, einstiger Marktführer unter den Handy-Herstellern, ist wieder zurück. Unter dem altbekannten Markennamen stellt fortan HMD Global Smartphones mit Android-Betriebssystem her. Das von ValueTech.de getestete Nokia 6 spielt dabei mit einer UVP von 249 Euro in der Mittelklasse. Insbesondere beim Sound wollen die Finnen wieder in der ersten Liga spielen.

Das Nokia 6 gibt es auch als Arte Black Limited Edition

Man merkt dem Nokia 6 an, das in ihm das Know-how ehemaliger Nokia-Mitarbeiter steckt, so z.B. bei der Verarbeitungsqualität. Das edel gestaltete Unibody-Gehäuse aus Aluminium ist solide verarbeitet. Der Tasten für Lautstärke und An/Aus stechen allerdings kaum hervor. Der Fingerabdruck-Scanner ist optimal unterhalb des 5,5-Zoll-Displays platziert und funktioniert zuverlässig.

Aufgrund der Größe des Nokia 6 ist eine Ein-Hand-Bedienung schwer möglich

Bei Außenmaßen von 154 x 75,8 x 7,9 mm bringt das Nokia 6 stattliche 170 g auf die Waage. Darunter leidet natürlich die Handlichkeit, da eine Ein-Hand-Bedienung meist nicht möglich ist.

Leistung

Unter dem schönen Kleid des Nokia 6 steckt leider ein etwas lahmer Prozessor, wie er in dieser Preisklasse öfter vorkommt. Der Qualcomm Snapdragon 430 verfügt zwar über acht Rechenkerne und wird von drei GB RAM unterstützt, aber ist mit nur 1,4 GHz getaktet. Dementsprechend mau sind die Ergebnisse unserer Benchmark-Tests:

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Positiv zu bewerten ist das Betriebssystem. Android bietet deutlich mehr Apps als das seinerzeit von Nokia und dann Microsoft Mobile favorisierte Windows-Phone-Betriebssystem. Zudem liegt Android in der Version 7.1.1 bis auf ein paar Nokia-eigene Apps in Reinform vor. Der Akku des Nokia 6 ist 3.000 mAh groß.

Multimedia

Besonderen Wert hat HMD Global beim Nokia 6 auf den Klang gelegt. Das Smartphone ist mit einem Dual-Lautsprecher und der Klangtechnologie Dolby Atmos ausgestattet, wodurch insbesondere Bässe gut herüberkommen. Wer viel Musik hören möchte, kann diese entweder via LTE mit bis zu 150 MBit/s im Download streamen, oder auf dem 32 GB großen internen Speicher ablegen. Außerdem bietet das Nokia 6 Platz für eine Speichererweiterung via microSDXC-Karte.

Auch im Detail scharfe Bilder liefert die Hauptkamera des Nokia 6

Die Zeiten der PureView-Kameras mit extrem hohen Bildauflösungen sind bei Nokia lange vorbei, doch auch die 16-Megapixel-Hauptkamera des Nokia 6 mit schön hellem LED-Blitzlicht, schnellem Autofokus und HDR kann sich sehen lassen.

Bis auf ein paar Unschärfen gelingen auch Selfies mit dem Nokia 6

Die zweite Kamera des Nokia 6 hinterlässt ebenfalls einen ordentlichen Eindruck. Da auch hier HDR an Bord ist, schießt die Acht-Megapixel-Knipse gute Bilder. Ein paar Unschärfen am Bildrand sieht man dennoch. Der 5,5 Zoll große Bildschirm des Nokia 6 bietet Full-HD-Auflösung und somit eine für den Normalbetrieb ausreichende Pixeldichte von 401 ppi. Beim Spielen merkt man aber doch den Unterschied zu Quad-HD-Displays. Dafür ist die Ablesbarkeit auch bei Sonnenlicht gut.

Fazit und Empfehlung

Nokia ist zurück und das Nokia 6 ein gelungener Mittelklasse-Vertreter der neuen Nokia-Generation. Auf der einen Seite findet man alte Tugenden wie gute Sprach- und Empfangsqualität, solide Verarbeitung und ordentliche Kameras. Auf der anderen Seite setzt der neue Hersteller HMD Global auf das weiter verbreitete Android-Betriebssystem und kräftigen Dolby-Sound. Die UVP von 249 Euro ist ebenfalls angemessen.

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Der eindeutige Schwachpunkt des Nokia 6 ist sein Prozessor. Der nur 1,4 GHz schnelle Qualcomm Snapdragon 430 sorgt manchmal für Aussetzer beim Spielen und langsames Starten von Apps. Die Akkulaufzeit geht für eine Kapazität von 3.000 mAh zwar in Ordnung, aber Konkurrenten in dieser Preisklasse wie das LG Xpower 2 bietet im Vergleich größere Energiespeicher.


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