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Motorola Moto Z2 Force Edition mit Polaroid Insta-Share im Test

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Lenovo hat die Marke Motorola wiederbelebt und mischt mit dem Motorola Moto Z2 Force Edition in der Smartphone-Oberklasse mit. Das 799 Euro (UVP) Android-Smartphone bietet ein bruchsicheres Display und die Möglichkeit der Erweiterung über sogenannte Mods. ValueTech.de hat das Motorola Moto Z2 Force Edition zusammen mit dem Polaroid Insta-Share getestet.

Das Highlight des Motorola Moto Z2 Force Edition ist sein bruchsicheres Display

Gesprungene Displays sind für so manchen Smartphone-User kein unbekanntes Ärgernis. Umso schöner, dass das Motorola Moto Z2 Force Edition ein bruchsicheres Display bietet. Auf den Bildschirm, der aus vier Kunststoffschichten besteht, gibt Lenovo sogar vier Jahre Garantie. Gefeit gegen Stürze ist das Gehäuse jedoch nicht und auch das Feature der Staub- und Wasserdichtigkeit fehlt. Ebenfalls vergeblich sucht man eine 3,5-mm-Klinkenbuchse. Lenovo legt aber einen Audio-Adapter für die USB-Typ-C-Schnittstelle bei.

Auf die Rückseite des Motorola Moto Z2 Force Edition können Mods wie das Polaroid Insta-Share aufgesteckt werden

Interessant ist die Möglichkeit Mods an das Motorola Moto Z2 Force Edition anzudocken. Standardmäßig bekommt man einen Akkudeckel mit aufgerauter Oberfläche, die verhindert, dass das Motorola Moto Z2 Force Edition über glatte Tischflächen rutscht. Ansonsten gibt es einige Mods z.B. für kabelloses Laden oder auch das von uns getestete Polaroid Insta-Share, die über die Goldkontakte auf der Rückseite mit dem Motorola Moto Z2 Force Edition verbunden werden. Das Auf- und Abnehmen klappt dank eines leichten Magnetismus ohne Probleme.

Leistung

Als Prozessor kommt beim Motorola Moto Z2 Force Edition der 2,35 GHz schnelle Qualcomm Snapdragon 835 zum Einsatz. Der Octa-Core-Prozessor wird von stattlichen sechs GB Arbeitsspeicher unterstützt und erzielt dementsprechend sehr gute Benchmark-Testergebnisse:

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Auch in puncto Speicherplatz kann man nicht meckern. Von Haus hat das Motorola Moto Z2 Force Edition 64 GB internen Speicher. Mit Hilfe einer microSD-, microSDHC- oder microSDXC-Karte kann dieser um bis zu zwei TB erweitert werden kann. Alternativ zur Speicherkarte kann eine zweite Nano-SIM eingesteckt werden, wodurch das Moto Z2 Force Edition zum Dual-SIM-Smartphone mutiert.

Über beide Karten kann man via LTE mit zu einem GBit/s im Download surfen. Der maximale Upload beträgt 100 MBit/s. Die Praxisergebnisse im Düsseldorfer Vodafone-Netz liegen zwar deutlich darunter, sind aber mehr als ordentlich. Hier stehen bis zu 104 MBit/s im Download und 16 MBit/s im Upload zu Buche.

Über die Moto-App des Motorola Moto Z2 Force Edition können sogenannte Moto Actions, also Gestensteuerungen, eingestellt werden

Unser Testgerät wurde uns mit Android 7.1.1 geliefert, doch das Update auf Android 8.0.0 war bereits verfügbar und konnte problemlos installiert werden. Wie immer hält sich Lenovo an die Android-Reinform, hat aber die selbst entwickelte Moto-App vorinstalliert, über die eine Reihe von Gesten zur Steuerung aktiviert werden können.

Der Akku des Motorola Moto Z2 Force Edition misst gerade mal 2.730 mAh. Das soll laut Lenovo für rund 24 Stunden Stand-by-Laufzeit reichen, aber in der Praxis geht dem Smartphone der Saft früher aus.

Multimedia

Das 5,5-Zoll-Display des Motorola Moto Z2 Force Edition ist nicht nur bruchsicher, sondern auch hochauflösend: 2.560 x 1.440 Pixel entsprechen der in der Oberklasse inzwischen verbreiteten Quad-HD-Auflösung. Die Pixeldichte liegt bei 534 ppi, wodurch gerade Spiele in Verbindung mit dem ultraschnellen Prozessor große Freude bereiten. Die Display-Schutzfolien haben aber auch Nachteile. So wirken Farben auf dem Motorola Moto Z2 Force Edition deutlich matter als z.B. auf einem Samsung Galaxy S8.

Der Bildschirm des Motorola Moto Z2 Force Edition liefert zudem ständig Screen-Infos über eingehende Nachrichten. Das ist allerdings auch notwendig, da das Motorola-Top-Modell über keine Benachrichtigungs-LED verfügt.

Die Hauptkamera des Motorola Moto Z2 Force Edition schießt gute Fotos

Bei guten Lichtverhältnissen schießt die Dual-Kamera des Motorola Moto Z2 Force Edition schöne Fotos. Die Hauptkamera verfügt über eine Auflösung von zwölf Megapixeln und eine f/2.0-Blende. Unterstützt wird sie von einem Monochrom-Bildsensor mit den gleichen technischen Daten, durch den die Qualität der Aufnahmen bei Dämmerlicht verbessert werden soll. In der Praxis hat das Motorola Moto Z2 Force Edition hier gegenüber der Konkurrenz wie z.B. dem Sony Xperia XZ1 deutliche Defizite. Leider verfügt das Lenovo-Smartphone zudem über keinen optischen Bildstabilisator.

Die Selfies des Motorola Moto Z2 Force Edition wirken ebenfalls ausgeglichen. Bei Bedarf hilft das kräftige LED-Blitzlicht nach.

Die zweite Kamera des Motorola Moto Z2 Force Edition wird wie die Dual-Kamera von einem kräftigen LED-Blitzlicht unterstützt. So gelingen auch Selfies in absoluter Dunkelheit. Die maximale Auflösung von fünf Megapixeln ist für die Oberklasse allerdings ziemlich gering.

Das Polaroid Insta-Share-Mod kann an das Motorola Moto Z2 Force Edition angedockt werden

Wie oben beschrieben kann das Motorola Moto Z2 Force Edition durch Mods ergänzt werden. Ein solches Modul ist das Polaroid-Insta-Share für 168 Euro (UVP). Im Preis enthalten sind zehn Zink-Papiere für das direkte Ausdrucken von Fotos, die mit dem Motorola Moto Z2 Force Edition geschossen worden sind. Anders als bei den früheren Polaroid-Kameras gibt es aber eine Möglichkeit die Bilder vor dem Ausdruck zu bearbeiten.

Das Polaroid Insta-Share wird vom Motorola Moto Z2 Force Edition sofort erkannt. Beim Update des Treibers gab es allerdings Probleme. Anders verhält es sich mit der Insta-Share-App, die kostenlos aus dem Google Play Store heruntergeladen werden kann und einige Features wie bunte Bilderrahmen, verschiedene In-Bild-Schrifttypen sowie Verschönerungen wie ein pinkes Einhorn bietet – alles in allem eine nette Spielerei, die vor allem auf Partys für gute Stimmung sorgen dürfte.

Fazit und Empfehlung

Mit seinem bruchsicheren 5,5-Zoll-Quad-HD-Display ist das [[ASIN:B074MH8DJ5|Motorola Moto Z2 Force Edition]] die Alternative für Grobmotoriker in der Smartphone-Oberklasse. Wasser- und staubdicht ist es allerdings nicht. Das 799 Euro (UVP) teure Android-Smartphone kann allerdings durch einen ultraschnellen Prozessor und die Erweiterbarkeit durch Mods wie das Polaroid Insta-Share überzeugen. Positiv zu bewerten ist auch das aktuelle Android-Betriebssysstem, das in Reinform vorliegt und somit auch einige Updates auch in der Zukunft verspricht.

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Die Dual-Kamera schießt bei guten Lichtverhältnissen schöne Bilder, hat aber im Dämmerlicht so ihre Mühe. Gefallen kann hingegen das kräftige LED-Blitzlicht für Haupt- und Zweitkamera. Unverständlicherweise verfügt das Motorola Moto Z2 Force Edition über keine 3,5-mm-Audio-Klinkebuchse für Headsets, hat aber einen Adapter hierfür im Lieferumfang. Ein weiterer Schwachpunkt ist der mit 2.730 mAh äußerst knapp bemessene Akku.


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