ValueTech
Technik. Einfach. Verstehen.

Alcatel 3X mit Dual-Kamera und Face Key im Test

|

Die ursprünglich französische Marke Alcatel hat unter der Ägide des neuen Herstellers TCL gleich mehrere preislich interessante Smartphones auf den Markt gebracht. Das Alcatel 3X verfügt über eine Dual-Kamera mit 13 und fünf Megapixeln sowie die Gesichtsentsperrung Face Key und kostet trotzdem nur 179,99 Euro. ValueTech.de hat das Mittelklasse-Smartphone getestet.

Das Alcatel 3X tritt mit Face Key in der unteren Mittelklasse an

Schon bei der Gestaltung des Gehäuses hat sich der chinesische Hersteller TCL etwas einfallen lassen. Der radiale Schliff der Rückseite zeigt sich in kreisförmigen Maserungen, die sich rund um den Fingerabdruck-Scanner über das Gehäuse spannen. Die Bedienelemente liegen auf der rechten Seite des Alcatel 3X. Links liegt der Slot für Nano-SIM- und microSD-Karten. Die Verarbeitunsqualität geht für diese Preisklasse in Ordnung.

Leistung

Der Prozessor ist einer der Schwachpunkte des Alcatel 3X. Das Mittelklasse-Smartphone wird von einem MediaTek MT6739 mit nur vier Kernen und einer Taktung von lediglich 1,28 GHz angetrieben. Der Arbeitsspeicher ist drei GB, was in der Mittelklasse üblich ist. Dementsprechend fallen denn auch die Ergebnisse unserer Benchmark-Tests eher ernüchternd aus:

[[CHAR:18_phone|6,38-39,55-56,62,63,65,70,72§FFF]]

Das Betriebssystem des Alcatel 3X ist leider nicht das neueste. Während die meisten Konkurrenten mittlerweile auf Android 8 (Oreo) laufen, kommt bei dem TCL-Smartphone Android 7.1.1 (Nougat) zum Einsatz. Eine herstellereigene Benutzeroberfläche bietet das Alcatel 3X nicht, nur eine vorinstallierte Office Suite sowie die Alcatel App enjoy.now, mit der sich Infos, Tutorials und News rund um Alcatel-Smartphones abrufen lassen.

Außerdem bietet das Alcatel 3X zwei Gimmicks, die man in der unteren Mittelklasse sonst nicht findet. So kann man Apps per Fingerabdruck starten, wenn man den entsprechenden Finger auf den Sensor legt. Außerdem ist eine Gesichtserkennung zur Display-Entsperrung an Bord, die der Hersteller Face Key nennt und die bei Tageslicht erstaunlich gut funktioniert .

Erkennungsmerkmal des Alcatel 3X ist das radiale Design auf der Rückseite

Der Akku des Alcatel 3X bietet eine Kapazität von 3.000 mAh. Das reicht laut Hersteller für bis zu 25 Stunden Gesprächszeit und 460 Stunden im Stand-by. In der Praxis muss das Mittelklasse-Smartphone ungefähr alle 24 Stunden an die Steckdose.

Positiv zu bewerten ist die hohe Flexibilität des Alcatel 3X. Schon der interne Speicher ist mit 32 GB ausreichend groß bemessen und lässt sich über eine microSDXC-Speicherkarte erweitern. Alternativ kann der Slot auch für eine zweite Nano-SIM-Karte genutzt werden.

Kamera und Ton

Die Lautsprecher des Alcatel 3X sind leider relativ leise und liefern nur einen mittelmäßigen Klang. Telefonate sind kein Problem, aber bei lauterer Umgebung muss man schon bis zum Maximum aufdrehen, um den Gesprächspartner zu verstehen. Die mitgelieferten Stereo-Headsets leisten hier Abhilfe und gefallen zudem durch ein ausgewogenes Klangbild.

Schon bei Tageslicht tendiert das Alcatel 3X mitunter zum Bildrauschen

Das Highlight des Alcatel 3X ist seine Dual-Hauptkamera. Diese setzt sich aus einer 13- und einer Fünf-Megapixel-Kamera mit einer f/2.0- bzw. f/2.2-Blende zusammen. Dadurch wird ein besonders weiter Winkel von 120 Grad möglich. Leider wirken die Aufnahmen etwas zu dunkel. Bei diffusen Lichtverhältnissen kämpft die Hauptkamera zudem mit Unschärfen.

Dank Dual-Kamera sind Weitwinkel-Aufnahmen mit bis zu 120 Grad möglich

Die zweite Kamera des Alcatel 3X löst mit maximal fünf Megapixeln auf und hinterlässt ebenfalls einen durchwachsenen Eindruck. Schon bei normalem Tageslicht erkennt man ein leichtes Bildrauschen.

Selfies nimmt das Alcatel 5X mit nur fünf Megapixeln auf

Der Bildschirm des Alcatel 3X misst stattliche 5,7 Zoll in der Diagonalen und bietet das aktuell populäre 18:9-Format. Das Betrachten von Filmen macht dennoch nur bedingt Spaß, da die Auflösung bei klassenüblichen 1.440 x 720 Pixeln liegt. Während die Helligkeit des Displays zu wünschen übrig ist, ist der Kontrast für ein 179,99 Euro (UVP) teures Smartphone mehr als ordentlich.

Mobilfunk (LTE)

In der Theorie bietet das Alcatel 3X via LTE bis zu 150 MBit/s im Download. Die Upload-Geschwindigkeit liegt bei 50 MBit/s. Unsere Messungen in der Praxis ergaben bis zu 81 MBit/s im Download und 42 MBit/s im Upload im Düsseldorfer 4G-Netz von Vodafone.

Das Alcatel 3X bietet viel Speicherplatz und eine Dual-SIM-Funktion

In puncto Sprach- und Empfangsqualität muss sich das Alcatel 3X gegenüber der Konkurrenz in der unteren Mittelklasse nicht verstecken. Sowohl im Vodafone- als auch im Telefónica-Netz zeigt es eine ordentliche Performance. VoLTE und VoWiFi werden optional angeboten.

Fazit und Empfehlung

Im Preissegment zwischen 150 und 200 Euro ist es schwer sich von der Masse abzuheben. Das [[ASIN:B079Q33XGM|Alcatel 3X]] versucht es mit einem radialen Design auf der Rückseite und praktischen Gimmicks. So verfügt es über eine gut funktionierende Display-Entsperrung per Face Key und den Start bestimmter Apps mit entsprechend zugeordneten Fingerabdrücken.

Die Dual-Hauptkamera erzeugt einen besonders weiten Winkel von 120 Grad, doch leider wirken Aufnahmen bei Tage etwas zu dunkel und bei schlechten Lichtverhältnissen tendiert das Alcatel 3X zu Unschärfen.

Positiv zu bewerten sind der ausreichend große interne Speicher, die Dual-SIM-Funktion, die gute Sprach- und Empfangsqualität sowie VoLTE und VoWiFi, die – je nach Mobilfunk-Provider – zur Verfügung stehen. Der relativ langsame Prozessor und der mittelmäßige Sound sprechen gegen das Alcatel 3X.


Kommentare