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bq Aquaris X2 Pro: Mittelklasse-Smartphone mit Android One im Test

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Der spanische Hersteller bq hat mit dem bq Aquaris X2 Pro ein neues Smartphone in der oberen Mittelklasse platziert, das mit Android One schnelle Updates verspricht. ValueTech.de hat das 399 Euro (UVP) teure Handy mit Dual-Kamera und Fingerabdruck-Scanner getestet.

Das Design des bq Aquaris X2 Pro erinnert entfernt an Apple iPhones und die Pixel-Smartphones von Google

Das Unibody-Gehäuse des Android-Smartphones besteht auf Vorder- und Rückseite aus Gorilla Glass 5 sowie aus einem Metallrahmen. Das sieht edel aus und erinnert ein bisschen an die iPhones von Apple und Pixel-Smartphones von Google. Das Android-Smartphone erfüllt die IP52-Norm und somit zumindest gegen Spritzwasser z.B. durch Regen geschützt.

Das Unibody-Gehäuse des bq Aquaris X2 Pro besteht auf Vorder- und Rückseite aus Gorilla Glass 5 sowie aus einem Metallrahmen

Die Tasten für Lautstärke und An/Aus stechen aus dem Gehäuse leicht hervor. Der Fingerabdruck-Scanner liegt leider außerhalb des Sichtfelds auf der Rückseite. Allerdings ist er weit genug neben der Dual-Hauptkamera platziert, dass man nicht aus Versehen auf diese drückt, wenn man das Smartphone entriegeln möchte. Die Hauptkamera lugt zudem merklich aus dem Gehäuse heraus. Mit Maßen von 150,7 x 72,3 x 8,25 mm und einem Gewicht von 168 g kann unser Testgerät nur schwer mit einer Hand gesteuert werden.

Leistung

Einen guten Eindruck hinterlässt der Qualcomm Snapdragon 660 mit acht Kernen, der im bq Aquaris X2 Pro und einer Taktung von 2,2 GHz werkelt. Wenn man die Basisversion des Android-Smartphones mit 64 GB internem Speicher für 399 Euro (UVP) kauft, erhält man vier GB RAM. Das reicht zwar nicht aus, um mit Oberklassen-Smartphones mitzuhalten, doch in der Mittelklasse zählt die CPU zu den schnelleren Vertretern ihrer Zunft:

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Wer mehr Leistung benötigt, sollte zur 519 Euro (UVP) teuren Top-Version Android-Smartphones greifen, denn diese kombiniert 128 GB internen Speicher mit stolzen sechs GB Arbeitsspeicher.

Positiv zu bewerten ist das Betriebssystem. bq nimmt an Googles Android-One-Projekt teil, d.h. das bq Aquaris X2 Pro verwendet das Google-Betriebssystem Android in der brandaktuellen Version 8.1.0 (Oreo) in Reinform. Im Gegenzug garantiert der Internet-Konzern, dass die Android-One-Smartphones für mindestens zwei Jahre mit Updates versorgt werden. Nach Angaben des Herstellers soll das bq Aquaris X2 Pro mit Sicherheit Android 9 (Pie) und dessen Nachfolger Android 10 erhalten.

Der Akku unseres Probanden hat eine Kapazität von 3.100 mAh. Das ist nominell nicht viel, doch in der Praxis muss das Android-Smartphone erst alle 36 Stunden an die Steckdose. Das Laden über den USB-Typ-C-Anschluss geht dank der Schnellladetechnik QuickCharge von Qualcomm fix vonstatten.

Kamera und Ton

Die Stereo-Lautsprecher erreichen dem Hersteller zufolge dank Qualcomm Aqstic mit zwei Verstärkern bis zu neun Watt Leistung. In der Praxis bedeutet das einen satten Sound ohne bei maximaler Lautstärke zu übersteuern. Ein UKW-Radio ist beim Mittelklasse-Smartphone ebenfalls an Bord. Ein Stereo-Headset gehört leider nicht zum Lieferumfang, doch wenigstens bietet bq seinen Kunden weiterhin eine 3,5-mm-Audio-Buchse an.

Das bq Aquaris X2 Pro hat wie die meisten Smartphones der oberen Mittelklasse eine Dual-Hauptkamera an Bord. Diese besteht aus einer Zwölf-Megapixel-Kamera und einer Fünf-Megapixel-Linse, die Infos liefert, damit der Hintergrund bei Portrait-Aufnahmen unscharf dargestellt werden kann. Bokeh-Aufnahmen gelingen dem Android-Smartphone somit ganz gut, wie diese beiden Testbilder zeigen:

Dank Dual-Kamera beherrscht das bq Aquaris X2 Pro den Bokeh-Effekt

So kann man im manuellen Modus die Blende entsprechend einstellen, um den Vordergrund unscharf zu stellen

Wählt man den Automatik-Modus, gefällt das Smartphone aus Spanien durch detailgetreue Fotos mit natürlichen Farben und starken Kontrasten:

Im Automatik-Modus gelingen dem bq Aquaris X2 Pro detailgetreue und kontraststarke Fotos

Die zweite Kamera löst mit maximal acht Megapixeln auf und hinterlässt ebenfalls einen guten Eindruck. Da auch hier HDR an Bord ist, werden detailreiche Selfies mit relativ kräftigen Farben geschossen:

Die zweite Kamera des bq Aquaris X2 Pro hat bei Tage keine Probleme

Ein leichtes Bildrauschen fällt bei Selfies im Dunkeln auf. Andererseits haben viele Smartphone in der oberen Mittelklasse gar kein eigenes Fotolicht für Selfies an Bord:

Zwar ist ein Fotolicht vorhanden, doch trotzdem weisen in Dunkelheit geschossene Selfies ein Bildrauschen auf

Der 5,65 Zoll große Bildschirm des Mittelklasse-Smartphones ist im neumodischen 18:9-Format gehalten, was sich vor allem beim Schauen von Videos bezahlt macht. Der Bildschirm bietet eine Auflösung von 2.160 x 1.080 Pixeln und somit eine für diese Preisklasse gängige Pixeldichte von 427 ppi. Die Ablesbarkeit auch bei Sonnenlicht geht in Ordnung. Der Helligkeitssensor arbeitet ausreichend schnell.

Mobilfunk (LTE)

In der Theorie bietet das Smartphone aus Spanien via LTE bis zu 300 MBit/s im Download und maximal 50 MBit/s im Upload. Unsere Messungen in der Praxis im Düsseldorfer 4G-Netz von Vodafone ergaben bis zu 92,9 MBit/s im Download und 40,7 MBit/s im Upload. Das ist ein achtbares Ergebnis.

Das bq Aquaris X2 Pro hat wie die meisten Smartphones der oberen Mittelklasse eine Dual-Hauptkamera an Bord

Als Dual-SIM-Smartphone kann das bq Aquaris X2 Pro zwei Nano-SIM-Karten aufnehmen, die beide LTE-fähig sind. Alternativ zur zweiten SIM-Karte bietet der Karten-Slot Platz für eine bis zu 256 GB große Speicherkarte. In puncto und Empfangsqualität muss sich das Smartphone aus Spanien nicht verstecken. Allerdings muss man die meisten Gespräche schon ziemlich laut einstellen, um die leisen Gesprächspartner gut zu verstehen.

Fazit und Empfehlung

Das [[ASIN:B07CZ22533|bq Aquaris X2 Pro]] ist das erste Smartphone des spanischen Herstellers bq, das von ValueTech getestet wurde – und konnte direkt gefallen. Das Design ist gelungen, der interne Speicher wahlweise 64 oder 128 GB groß und LTE ist auf zwei SIM-Karten möglich. Auch der Prozessor, die internen Lautsprecher und die Kameras leisten summa summarum gute Arbeit.

Das Highlight des Mittelklasse-Smartphones ist sicherlich das reine Android-Betriebssystem. Es läuft flüssig und garantiert zwei Jahre lang Updates. In der Vergangenheit hat bq gezeigt, dass Updates sogar schneller als bei Google selbst verfügbar sein können.

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Die Kameras des Mittelklasse-Smartphones machen wie erwähnt einen insgesamt guten Eindruck, doch zeigen vor allem Selfies bei schlechten Lichtverhältnissen teilweise sichtbares Rauschen. Das Gehäuse ist gegen Spritzwasser geschützt und sieht edel aus, ist aber anfällig für hässliche Fingerabdrücke. Schade ist auch, dass kein Stereo-Headset mitgeliefert wird.


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