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bq Aquaris C - Einsteiger-Smartphone aus Spanien im Test

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Der spanische Hersteller bq hat mit dem bq Aquaris C sein erstes Smartphone herausgebracht, das mit 169 Euro (UVP) unter der 200-Euro-Marke liegt. ValueTech.de hat das Einsteiger-Smartphone mit reinem Android 8.1 (Oreo), Dual-SIM und Fingerabdruck-Scanner getestet.

Das bq Aquaris C ähnelt im Design dem bq Aquaris X2 Pro, hat aber nur eine einfache Kamera

Eine gewisse Familienähnlichkeit zum bereits von uns getesteten bq Aquaris X2 Pro ist festzustellen. Die Tasten für Lautstärke und An/Aus und die Hauptkamera stechen wie bei dem Mittelklasse-Modell aus dem Gehäuse leicht hervor. Der Fingerabdruck-Scanner liegt außerhalb des Sichtfelds auf der Rückseite, ist aber weit genug neben der Hauptkamera platziert, so dass man nicht aus Versehen auf diese drückt, wenn man das Smartphone entriegeln möchte. Wer es etwas moderner mag, kann das Display auch per Gesichtserkennung entsperren.

Der 3.000-mAh-Akku ist fest im Gehäuse des bq Aquaris C verbaut

Der Unterschied zum bq Aquaris X2 Pro besteht in der Materialwahl, denn das Unibody-Gehäuse des bq Aquaris C besteht auf Vorder- und Rückseite nicht aus Gorilla Glass 5, sondern aus schlichtem Plastik. Der Rahmen ist nicht aus Metall, sondern ebenfalls aus Polycarbonat. Positiv festzuhalten sind Format und Gewicht. Mit Maßen von nur 144,5 x 70,9 x 8,3 mm und 150 g liegt das Einsteiger-Handy gut in der Hand und kann problemlos einhändig bedient werden.

Leistung

Wie in der Einsteigerklasse üblich lässt es die CPU des  bq Aquaris C gemütlich angehen. Der Qualcomm Snapdragon 425 verfügt über nur vier Kerne und eine Taktung von 1,4 GHz. Im Normalbetrieb ist das ausreichend, aber beim Spielen bemerkt man leichte Verzögerungen. Entsprechend bescheiden fallen unsere Benchmark-Testergebnisse aus:

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Das bq Aquaris C bietet lediglich zwei GB Arbeitsspeicher und 16 GB internen Speicher. Wer also allzu viele Apps auf dem Einsteiger-Smartphone installiert, stößt schnell an seine Grenzen. Fotos, Songs und Videos können aber bei Bedarf auf eine microSDHC- oder microSDXC-Speicherkarte ausgelagert werden.

Positiv zu bewerten ist das Betriebssystem. Zwar nimmt das bq Aquaris C anders als das bq Aquaris X2 Pro nicht an Googles Android-One-Projekt teil, der Hersteller verspricht aber regelmäßige Updates. So soll das spanische Handy bald Android 9.0 (Pie) erhalten. Zum Marktstart läuft es aber erst einmal auf Android 8.1.0 (Oreo) in Reinform, das durch ein paar bq-Apps erweitert wird.

Die Hauptkamera des bq Aquaris C löst mit 13 MP auf

Der Akku unseres Probanden hat eine Kapazität von 3.000 mAh. Das ist für diese Preisklasse relativ viel und so muss das Android-Smartphone auch erst alle 36 Stunden an die Steckdose. Weiterer Pluspunkt: Im Gegensatz zu vielen Konkurrenten verfügt das bq Aquaris C über einen USB-Typ-C-Anschluss inklusive der Schnellladetechnik QuickCharge 3.0 von Qualcomm.

Kamera und Ton

Der Sound der integrierten Stereo-Lautsprecher haut den Nutzer nicht vom Stuhl, geht für diese Preisklasse aber in Ordnung. Ein UKW-Radio ist ebenfalls an Bord. Ein Stereo-Headset gehört zwar nicht zum Lieferumfang, doch wenigstens bietet bq seinen Kunden eine 3,5-mm-Audio-Buchse an.

Das bq Aquaris C hat anders als das teurere bq Aquaris X2 Pro keine Dual-Hauptkamera, sondern eine einfache Kamera an Bord. Diese 13-Megapixel-Kamera liefert bei Tage gute Bilder und bekommt sogar Makro-Aufnahmen recht ordentlich hin:

Bei Tage hat die Hauptkamera des bq Aquaris C wenig Probleme

Bei Aufnahmen unter schlechten Lichtverhältnissen ist aber trotz HDR schnell ein Bildrauschen feststellbar. Diese gilt insbesondere auch für die zweite Kamera auf der Vorderseite, die mit maximal fünf Megapixeln auflöst. Immerhin sind aber HDR und sogar ein LED-Blitzlicht an Bord, was in der Einsteigerklasse sonst eher selten ist:

Die zweite Kamera verfügt über einen LED-Blitz, ein Bildrauschen ist trotzdem sichtbar

Etwas besser sieht es bei Tage aus, wo die Frontkamera des Licht gut ausnutzt:

Die zweite Kamera funktioniert bei Tageslicht ebenfalls ordentlich

Wie viele andere Geräte dieser Preisklasse verfügt das bq Aquaris C nur über ein IPS-Panel. Dieses misst in der Diagonalen 5,45 Zoll und löst mit 1.440 x 720 Pixeln auf. Somit erreicht das Spanien-Smartphne eine für diese Preisklasse gängige Pixeldichte von 295 ppi. Die Ablesbarkeit bei Sonnenlicht geht in Ordnung. Der Helligkeitssensor könnte jedoch gern schneller arbeiten.

Mobilfunk (LTE)

In der Theorie bietet das bq Aquaris C via LTE bis zu 150 MBit/s im Download und 50 MBit/s im Upload. Unsere Messungen in der Praxis im Düsseldorfer 4G-Netz von Vodafone ergaben bis zu 60 MBit/s im Download und 32 MBit/s im Upload. Das ist ein achtbares Ergebnis. Im Gegensatz zu vielen Konkurrenten verfügt der Androide von der Iberischen Halbinsel zudem über NFC und WLAN ac.

Auch die Frontkamera des bq Aquaris C verfügt über HDR und ein LED-Blitzlicht

Als Dual-SIM-Smartphone kann das bq Aquaris C zwei Nano-SIM-Karten aufnehmen, die beide LTE-fähig sind. In puncto Sprach- und Empfangsqualität muss sich das Smartphone aus Spanien auch gegenüber teureren Geräten nicht verstecken.

Fazit und Empfehlung

Das [[ASIN:B07GXC7K93|bq Aquaris C]] ist wie gesagt das erste Einsteiger-Smartphone aus dem Hause bq und zeigt trotzdem gleich eine gute Performance. Unser Testgerät ist schön kompakt trotz großem 5,45-Zoll-Display, bietet LTE auf zwei SIM-Karten, der 3.000-mAh-Akku hält relativ lange durch und auch der Sound ist für diese Preisklasse ordentlich. Auffällig ist zudem die gute Ausstattung, denn USB Typ C, NFC und WLAN ac sind für ein Einsteiger-Smartphone nicht selbstverständlich.

Der absolute Pluspunkt ist das flüssig laufende, reine Android-Betriebssystem, für das bq regelmäßige Updates verspricht. In der Vergangenheit hat der Hersteller sogar gezeigt, dass Updates schneller als bei Google selbst verfügbar sein können.

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Ansonsten muss man mit einigen Einschränkungen leben, die der günstige Preis von 169 Euro (UVP) mit sich bringt. Die Kameras hinterlassen bei Tage einen insgesamt guten Eindruck, doch bei schlechten Lichtverhältnissen ist teilweise ein sichtbares Rauschen feststellbar. Der Prozessor reicht für den Normalbetrieb aus, doch beim Spielen kommt es zu Verzögerungen. Schade ist auch, dass kein Stereo-Headset mitgeliefert wird.


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