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Motorola Moto G7 Power mit Monster-Akku im Test

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Motorola hat seine neue G-Serie präsentiert, die aus gleich vier Modellen besteht. Das zweitgünstigste Gerät heißt Motorola Moto G7 Power und soll vor allem mit seinem riesigen 5.000-mAh-Akku glänzen. Was das Android-Smartphone sonst noch so drauf hat, zeigt unser Test.

Das Motorola Moto G7 Power gehört zur neuen G-Serie von Motorola, die aus insgesamt vier Modellen besteht

Neben dem Motorola Moto G7 Play, G7 (ohne Zusatz) und G7 Plus soll das G7 Power den Part des Marathonläufers übernehmen. Dass der Energiespeicher besonders groß, sieht man an der fülligen Bautiefe von 9,3 mm. Auch das Gewicht ist mit 193 g ziemlich hoch.

Die Tasten für Lautstärke und An/Aus stechen leicht hervor. Der Fingerabdruck-Scanner liegt außerhalb des Sichtfelds auf der Rückseite, ist aber weit genug neben der Hauptkamera platziert, so dass man nicht aus Versehen auf diese drückt, wenn man das Smartphone entriegeln möchte.

Auf der Vorderseite fällt die sogenannte Notch auf. Diese Kerbe enthält die Frontkamera und den Mono-Lautsprecher. Im Gegensatz zum Motorola One ist das Motorola Moto G7 Power leider weder wasser- noch staubdicht. Netterweise ist aber serienmäßig eine Hülle aus weichem Plastik im Karton.

Leistung

Kommen wir direkt zum Highlight dieses Geräts: Der Akku fasst 5.000 mAh – von den aktuellen Smartphones bietet nur das ebenfalls vor kurzem vorgestellte Gigaset GS280 so viel. Nach Angaben von Motorola soll das Motorola Moto G7 Power mit einer Akkuladung rund 60 Stunden durchhalten. In der Praxis reicht eine Ladung immerhin für ungefähr 48 Stunden, aber auch das ist ein absoluter Spitzenwert unter allen Smartphones. Dank Schnellladetechnik ist der Energiespeicher innerhalb von 15 Minuten wieder mit genug Strom für einen weiteren halben Tag aufgeladen.

Die CPU ist dagegen ein Schwachpunkt des Android-Smartphones. Der Qualcomm Snapdragon 632 hat zwar acht Rechenkerne, aber eine Taktung von nur 1,8 GHz. Aussetzer bei datenintensiven Spielen wie Dream League Soccer sind keine Seltenheit. Dementsprechend fallen unsere Benchmark-Testergebnisse auch bescheiden aus:

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Das Motorola Moto G7 Power bietet klassenübliche vier GB Arbeitsspeicher und 64 GB internen Speicher. Dateien können zudem bei Bedarf auf eine microSDXC-Speicherkarte mit bis zu 2 TB Speicherplatz ausgelagert werden. Positiv: Das Gerät der Lenovo-Tochter hat einen eigenen Steckplatz für die Speicherkarte und kann parallel zwei Nano-SIM-Karten aufnehmen.

Schon fast traditionell liefert Motorola seine Smartphones mit fast reinem Android-Betriebssystem aus. Zum Marktstart läuft das Motorola Moto G7 Power erst einmal auf Android 9 (Pie), das durch Google-Apps wie Google Assistant und Lens sowie ein paar Motorola-Anwendungen wie die Gestensteuerung Moto Action erweitert wird. Da die Lenovo-Tochter der G-Serie eine zweijährige Update-Garantie mit auf den Weg gibt, wird das Motorola Moto G7 Power mit Sicherheit ein Update auf Android 10 bekommen.

Das LC-Display misst 6,2 Zoll in der Diagonalen, weist aber nur eine Auflösung von 1.520 x 720 Pixeln auf. Gerade bei Spielen merkt man, dass das eine niedrige Pixeldichte von 297 ppi ergibt, doch im Normalbetrieb fällt das nicht ins Gewicht.

Kamera und Ton

Der Sound des integrierten Mono-Lautsprecher ist nicht überragend, aber ausreichend kräftig. Ein UKW-Radio ist ebenfalls an Bord. Ein Stereo-Headset gehört zwar nicht zum Lieferumfang, doch wenigstens bietet Motorola seinen Kunden eine 3,5-mm-Audio-Buchse an.

Die Hauptkamera des Motorola Moto G7 Power besteht aus nur einer Linse mit einer Auflösung von zwölf MP und einer f/2.0-Blende. Diese Kombination liefert bei Tage gute Bilder:

Bei Tagaufnahmen hat die Hauptkamera des Motorola Moto G7 Power wenig Probleme

Im Dunklen hat das Android-Smartphone dagegen so seine Probleme. Zwar ist HDR serienmäßig an Bord, aber man muss den Fokus schon mit Bedacht wählen, um keine zu dunklen oder überbelichteten Bilder zu schießen:

Bei Nachtaufnahmen muss man den Fokus mit Bedacht legen, um keine zu dunklen oder überbelichteten Fotos zu bekommen

Die Frontkamera des Motorola Moto G7 Power löst mit acht MP auf und verfügt über eine f/2.2-Blende. Bei Tage reicht das für eine gute Fotoqualität:

Die Selfie-Kamera des Motorola Moto G7 Power löst mit acht MP auf

Bei Dunkelheit sieht das schon anders aus. Das Display-Fotolicht entpuppt sich als recht schwach:

Für Selfies im Dunklen steht leider nur ein schwaches Display-Fotolicht zur Verfügung

Mobilfunk (LTE)

In der Theorie bietet das Motorola Moto G7 Power via LTE bis zu 300 MBit/s im Download und 50 MBit/s im Upload. Unsere Messungen in der Praxis im Düsseldorfer 4G-Netz von Vodafone ergaben bis zu 79 MBit/s im Download und 35 MBit/s im Upload. Zudem verfügt das Android-Smartphone über kein schnelles WLAN ac. Bei der Bluetooth-Schnittstelle kommt das etwas ältere 4.2-Profil zum Einsatz.

Als Dual-SIM-Smartphone kann das Motorola Moto G7 Power zwei Nano-SIM-Karten aufnehmen, die beide LTE-fähig sind. In puncto Sprach- und Empfangsqualität muss sich das Android-Smartphone auch gegenüber teureren Geräten nicht verstecken, da gleich zwei Mikrofone an Bord sind. Außerdem unterstützt es Voice over LTE und WiFi Calling.

Fazit und Empfehlung

Das [[ASIN:B07N4R146H|Motorola Moto G7 Power]] ist der Marathonläufer unter den Smartphones und schafft in der Praxis locker zwei Tage Laufzeit. Ein weiterer Pluspunkt ist das reine Android-Betriebssystem, für das Motorola zwei Jahre lang regelmäßige Updates verspricht.

Der Akku ist der Pluspunkt des Motorola Moto G7 Power, doch der Prozessor nervt mit Aussetzern beim Spielen

Überzeugen kann unser Proband bei der Sprach- und Empfangsqualität. Das Motorola Moto G7 Power kann zwei SIM-Karten und parallel eine microSD aufnehmen. Gefallen konnte uns auch die Verarbeitungsqualität des Gehäuses, auch wenn dieses weder wasser- noch staubdicht ist. Darüber hinaus ist eine Schutzhülle im Lieferumfang enthalten.

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Nicht so sehr gefällt das Display. Zwar sind 6,2 Zoll zweifelsohne zeitgemäß, die Auflösung von mageren 1.520 x 720 Pixeln sorgt jedoch für verpixelte Bilder. Der Prozessor nervt beim Spielen mitunter durch Aussetzer und vom Mono-Lautsprecher muss man keinen Super-Sound erwarten. Stereo-Headsets werden nicht mitgeliefert, aber wenigstens bietet das Motorola Moto G7 Power eine Audio-Buchse.