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OnePlus 7 Pro - High-End-Smartphone für Gamer im Test

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Mit dem OnePlus 7 Pro hat OnePlus ein Smartphone auf den Markt gebracht, das wegen seines Prozessors und Bildschirms mit hoher Taktrate vor allem für Gamer interessant sein dürfte. Ein weiteres Highlight des Newcomers ist die ausfahrbare Selfie-Kamera. Wir haben das High-End-Gerät auf Herz und Nieren getestet.

Das Display des OnePlus 7 hat eine hohe Taktrate von 90 Hz, doch leider drückt das die Akkulaufzeit

Passionierte Gamer benötigen natürlich in erster Linie einen großen Bildschirm mit flüssiger Video-Wiedergabe. OnePlus bedient diese Klientel mit einem 6,67 Zoll großen Fluid-AMOLED-Display mit einer hohen Taktrate von 90 Hz, ein Seitenverhältnis von 19,5:9 und Quad-HD-Plus-Auflösung. Die Pixeldichte liegt bei scharfen 516 ppi und Farben werden schön satt dargestellt. Dank HDR10 und HDR10 Plus können Inhalte mit feinen Verläufen und äußerst detailreich wiedergegeben werden.

Das Entsperren des Displays dauert lediglich 0,21 Sekunden. Der Fingerabdruck-Scanner ist wie beim Vorgänger OnePlus 6T unterhalb des Displays untergebracht und funktioniert ohne Probleme.

Die Pop-Up-Kamera für Selfies ist eine innovative Lösung, da so mehr Platz für das Display ermöglicht wird

Das Gehäuse selbst besteht aus solidem Gorilla Glass 5 und wirkt gerade in der uns vorliegenden Farbversion Nebula Blue ausgesprochen edel. Leider ist das OnePlus 7 Pro weder gegen Wasser noch gegen Staub geschützt und mit 206 g auch ziemlich schwer geraten.

Leistung und Android

Als Prozessor kommt ein Qualcomm Snapdragon 855 zum Einsatz. Dieser ist 45% schneller als der Vorgänger Qualcomm Snapdragon 845 und lässt Konkurrenten wie das Samsung Galaxy S10 oder Sony Xperia 1 in den Benchmark-Tests locker hinter sich:

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Eigentlich soll eine zehnschichtige Flüssigkühlung dafür sorgen, dass das OnePlus 7 Pro auch bei intensiver Nutzung kühl bleibt. Trotzdem war das Gehäuse nach dem Durchlauf einiger Benchmark-Tests fühlbar wärmer geworden.

Schon die Basisversion des OnePlus 7 Pro mit 128 GB internem Speicher und sechs GB RAM wird mit 709 Euro (UVP) veranschlagt. Die Variante mit 256 GB internem Speicher und acht GB RAM kostet 759 Euro (UVP). Eine Besonderheit ist das Top-Modell. Für 829 Euro bekommt man erstmals in Deutschland nicht nur 256 GB internen Speicher, sondern auch zwölf GB RAM. Trotzdem ist es bedauerlich, dass ein microSD-Karten-Slot weggelassen wurde.

Das auf Android aufgesetzte OxygenOS bietet viele Extra-Features wie z.B. einen geteilten Bildschirm zur gleichzeitigen Nutzung von zwei Apps

Auf Android 9 (Pie) hat OnePlus sein selbst entwickeltes OxygenOS aufgesetzt. So gibt es Features wie Gestensteuerung und Anwendungen wie einen geteilten Bildschirm. Für Gamer bietet OxygenOS zusätzliche Pro-Einstellungen. Der Fnatic-Modus bietet erweiterte „Do Not Disturb“-Funktionen, Hintergrund-Beschränkungen und Netzwerk-Verbesserungen, da CPU und GPU für Gaming optimiert sind.

Der Prozessor des OnePlus 7 Pro soll 20% weniger Energie verbrauchen als der des OnePlus 6T. Trotzdem reicht der 4.000-mAh-Akku des neuen Modells in der Praxis für nur circa 24 Stunden Laufzeit.

Kamera und Ton

Eine Besonderheit ist die 16-MP-Frontkamera des OnePlus 7. Diese ist nicht fest in einer Notch oder innerhalb des Displays untergebracht, sondern fährt bei Bedarf aus dem Gehäuse. Selfies bei Tage gelingen in der Regel. Für Selfies im Dunkeln steht leider nur ein Display-Fotolicht zur Verfügung, das zudem nicht sonderlich hell ausgefallen ist:

Die ausfahrbare Selfie-Kamera löst mit 16 MP auf und schießt bei Tage scharfe Fotos

Leider ist das Display-Fotolicht für Selfies im Dunklen relativ schwach ausgefallen

Auf der Rückseite des Oberklassen-Smartphones findet sich eine Triple-Kamera. Die Hauptlinse verfügt über den IMX586-Sensor von Sony mit einer maximalen Auflösung von 48 MP. Daneben sitzen eine Acht-MP-Kamera mit optischer Bildstabilisierung, 78-mm-Teleobjektiv und f/2.4-Blende sowie eine 16-MP-Knipse mit 117-Grad-Ultra-Weitwinkel-Sensor und f/2.2-Blende:

Dank dreifachem optischem Zoom sehen Nahaufnahmen des OnePlus 7 schön natürlich aus

Die Hauptlinse des OnePlus 7 löst mit 48 MP auf

Als dritte Kamera steht eine 16-MP-Knipse mit 117-Grad-Ultra-Weitwinkel-Sensor zur Verfügung

Wer in den Pro-Modus wechselt, kann mit dem OnePlus 7 Pro zudem richtig gute Bokeh-Bilder schießen:

Für Bokeh-Aufnahmen muss man in den Pro-Modus des OnePlus 7 Pro wechseln

Den Bokeh-Effekt kann man dann ganz einfach per Finger-Tipp festlegen

Um auch bei schlechten Lichtverhältnissen gute Fotos zu schießen, hat das One Plus 7 Pro ein neues dreipoliges Autofokus-System und den neuen Nightscape-Modus an Bord:

Für Aufnahmen bei schlechten Lichtverhältnissen ist beim OnePlus 7 Pro der Nightscape-Modus an Bord

Für den Sound sind die Dolby-Atmos-Technologie und ein Stereo-Lautsprecher-System an Bord. Interessant für Gamer: Mit der Screen-Recorder-Funktion kann das Geschehen auf dem Bildschirm gespeichert werden. Dabei kann der Nutzer die Audio-Quelle auswählen und mit dem Mikrofon Live-Kommentare hinzufügen.

Leider verfügt das High-End-Smartphone über keine Audio-Buchse. Die mitgelieferten Kopfhörer, die über USB Typ C angedockt werden müssen, bieten jedoch eine gute Qualität.

Mobilfunk (LTE)

In der Theorie bietet das OnePlus 7 Pro via LTE bis zu 1,2 GBit/s im Download sowie maximal 150 MBit/s im Upload. Unsere Messungen im Düsseldorfer 4G-Netz von Vodafone ergaben in der Praxis bis zu 193 MBit/s im Download und 54 MBit/s im Upload. Das ist ein sehr gutes Ergebnis.

Die Sprachqualität des OnePlus 7 Pro ist nicht so überzeugend, doch dafür sind WiFi Calling und VoLTE an Bord

Außerdem bietet das OnePlus 7 Pro wie viele Oberklassen-Smartphones WLAN ac, Bluetooth 5.0 und NFC. Die Sprachqualität ist vielleicht nicht ganz so gut wie z.B. beim Sony Xperia 1, doch Dienste VoLTE und WiFi Calling stehen optional zur Verfügung.

Fazit und Empfehlung

Mit dem [[ASIN:B07R844533|OnePlus 7 Pro]] ist OnePlus eine ernstzunehmende Alternative zu den Top-Modellen von Samsung, Apple & Co gelungen. Vor allem der rasend schnelle Prozessor, die flüssige Video-Wiedergabe, die hervorragende Internet-Konnektivität und der gute Sound machen den Newcomer aus China für Smartphone-Gamer interessant.

Eine innovative Lösung ist die ausfahrbare Selfie-Kamera, die eine Bildschirm-Abdeckung von weit über 90% der Vorderseite ermöglicht. Bis auf Selfies im Dunklen schießt das OnePlus 7 auch ziemlich gute Fotos. Mit Preisen ab 709 Euro (UVP) ist das Smartphone aus China zudem günstiger als die meisten Konkurrenten.

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Der große Schwachpunkt des OnePlus 7 Pro ist der Akku. Schade ist auch, dass das Oberklassen-Smartphone weder wasser- noch staubgeschützt ist, keine microSD-Karten aufnehmen kann und keine Audio-Buchse bietet.


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