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ZTE Blade V10: Mittelklasse-Smartphone mit 32-MP-Selfie-Kamera im Test

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Der chinesische Hersteller ZTE präsentiert mit dem ZTE Blade V10 ein neues Modell in der Mittelklasse, dass für eine UVP von nur 299 Euro eine gute Ausstattung bietet. Neben dem günstigen Preis ist die Selfie-Kamera mit 32 MP Auflösung das Highlight des Geräts. Wir haben das Android-Smartphone getestet.

Der 6,3-Zoll-Bildschirm weist eine minimale Notch aus, so dass das Display einen Großteil der Vorderseite des ZTE Blade V10 einnimmt

Das 6,3-Zoll-Display deckt dank minimaler Notch einen Großteil der Vorderseite des Smartphones ab. Die Farben wirken intensiv und die Full-HD-plus-Auflösung von 2.280 x 1.080 Pixel ist normal für diese Preisklasse. Der Helligkeitssensor dimmt den Bildschirm bei voller Sonneneinstrahlung so weit herunter, dass man fast gar nichts mehr erkennen kann. Wer das ZTE Blade V10 im Freien verwendet, sollte daher die automatische Helligkeitsregulierung besser ausschalten.

Die Rückseite des ZTE Blade V10 ist leider anfällig für Fingerabdrücke

Das ZTE Blade V10 liegt gut in der Hand. Mit 158 x 75 x 7,8 mm ist nicht zu groß und mit 156 g auch nicht zu schwer geraten. Der Fingerabdruck-Sensor liegt mittig auf der Rückseite, ist farblich etwas abgesetzt und funktioniert tadellos. Einziges Manko ist die glänzende Rückseite, die anfällig für Fingerabdrücke ist.

Leistung und Android

Der Akku des ZTE Blade V10 misst relativ bescheidene 3.200 mAh, hält aber bei normaler Nutzung bis zu 36 Stunden durch. Im Stand-by-Modus soll das ZTE Blade V10 laut Hersteller eine Laufzeit von immerhin bis zu 26 Tagen liefern.

Der fest verbaute Akku des ZTE Blade V10 konnte im Test überzeugen

Der Arbeitsspeicher ist mit vier GB ausreichend groß bemessen. Als Prozessor kommt der mit immerhin 2,1 GHz getaktete MediaTek Helio P70 zum Einsatz. In diversen Benchmarks und Praxistests erzielt das Smartphone aus China dennoch eher unterdurchschnittliche Werte, wenn auch bei fordernderen Spielen selten Wackler oder Aussetzer zu verzeichnen sind.

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Bei intensiver Nutzung neigt das ZTE Blade V10 allerdings zu einer leichten Erhitzung. Zum Marktstart läuft das ZTE Blade V10 auf Android 9.0 (Pie), auf das ZTE seine MiFavor-Benutzeroberfläche gelegt hat. Außer ein paar Apps und einer besonderen Gestaltung der Verschiebung und Löschung von Apps macht sich diese Benutzeroberfläche aber nicht bemerkbar.

Kamera und Ton

Das Highlight des ZTE Blade V10 ist die Selfie-Kamera. Sie bietet nicht nur eine gigantische Auflösung von 32 MP, sondern auch eine verhältnismäßig kleine f/2-Blende und wird von künstlicher Intelligenz unterstützt. In der Praxis schießt die Selfie-Kamera bei Tage gestochen scharfe Bilder bei Tage. Bei Nacht schleicht sich ab und an ein dezentes Bildrauschen ein. Das Display-Fotolicht ist leider nicht sonderlich hell:

Die 32-MP-Selfie-Kamera ist natürlich das Highlight des ZTE Blade V10 und bietet diverse Verschönerungs-Modi

Leider ist das Display-Fotolicht des ZTE Blade V10 nicht besonders stark

Die Hauptkamera des ZTE Blade V10 hat eine geringere Auflösung als die Frontkamera. Sie besteht aus einer Hauptlinse mit 16 MP und einer zweiten Linse für Tiefeninformatione mit fünf MP. Deshalb kann das Android-Smartphone auch ganz brauchbare Bokeh-Bilder schießen:

Dank Dual-Kamera kann das ZTE Blade V10 Bokeh-Bilder schießen

Um den Fokus beim Bokeh zu verändern, muss man einfach per Finger auf das neue Zielobjekt tippen

Auch im normalen Modus fertigt das ZTE Blade V10 Bilder mit hoher Detailgenauigkeit. Das LED-Blitzlicht der Hauptkamera leistet bei Dunkelheit gute Arbeit:

Tagaufnahmen des ZTE Blade V10 sind in der Regel detailgetreu und kontrastreich

Der LED-Blitz des ZTE Blade V10 ist nicht sonderlich hell, aber der Fokus erfasst die Fortuna-Tasse präzise

Anders als das Top-Modell ZTE Axon 10 hat das ZTE Blade V10 nicht den Rundumklang Dolby Atmos an Bord. Unser Proband bietet vielmehr ganz normale Stereo-Lautsprecher, die leicht zum Scheppern neigen. Die mitgelieferten Kopfhörer lassen leider die nötige Klangtiefe vermissen.

Mobilfunk (LTE)

Die Empfangsqualität des ZTE Blade V10 ist nicht sonderlich ausgeprägt. Gerade in Gebäuden kommt es auch schon mal zu Gesprächsabbrüchen. In der Theorie bietet das ZTE Blade V10 via LTE im Download bis zu 300 und im Upload bis zu 100 MBit/s. Unsere Messungen im Düsseldorfer 4G-Netz von Vodafone ergaben in der Praxis bis zu 95 MBit/s im Download und 33 MBit/s im Upload.

Das Display des ZTE Blade V10 wird vom Helligkeitsregler im automatischen Modus oft zu sehr gedimmt

Von Haus ist das ZTE Blade V10 ein Dual-SIM-Smartphone, aber alternativ zur zweiten Nano-SIM kann man auch eine microSDXC-Speicherkarte mit einer Kapazität von bis zu 256 GB einlegen. Das ZTE Blade V10 verfügt zudem über 64 GB internen Speicher. Das ist für diese Preisklasse viel. Außerdem bietet das Smartphone aus China schnelles WLAN ac, A-GPS und Bluetooth 4.2. NFC ist leider nicht an Bord.

Fazit und Empfehlung

Der günstige Preis von 299 Euro (UVP) und seine 32-MP-Selfie-Kamera sprechen für das [[ASIN:B07PM8ST4W|ZTE Blade V10]]. Zudem punktet das Smartphone aus China mit einer guten Dual-Hauptkamera, viel Speicherplatz und langer Akkulaufzeit.

Der Bildschirm des ZTE Blade V10 bietet satte Farben und eine ordentliche Auflösung, doch der Helligkeitssensor tendiert dazu das Display bei Sonneneinstrahlung zu dunkel einzustellen. Der Prozessor geht für diese Preisklasse in Ordnung, doch in puncto Empfangsqualität und Sound gibt es in dieser Preisklasse bessere Smartphones.


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