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Samsung Galaxy A31: Super-AMOLED-Display miz Riesen-Akku im Test

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Das Samsung Galaxy A31 ist das derzeit günstigste Smartphone der Koreaner mit einem Super-AMOLED-Display. Außerdem wartet das nur 291 Euro (UVP) teure Gerät mit einem 5.000-mAh-Akku und fünf Kameras auf. Wir haben das Android-Smartphone auf Herz und Nieren getestet.

Trotz seines niedrigen Preises hat das Samsung Galaxy A31 ein Super-AMOLED-Display. Das Gehäuse ist aus Polycarbonat gefertigt.

Im Gegensatz zum Samsung Galaxy A51, das wir bereits getestet haben, hat das Samsung Galaxy A31 kein 6,5-, sondern nur ein 6,4-Zoll-Display, das dank Super-AMOLED-Technologie eine kontrastreiche Darstellung und satte Farben bietet. Auch in puncto Helligkeit schneidet das Samsung Galaxy A31 gut ab. Der Bildschirm erreicht dank der Auflösung von 2.400 x 1.080 Pixeln eine Pixeldichte von immerhin 411 ppi. Die Bildfrequenz liegt bei 60 Hz.

Das Kamera-Modul schaut ein wenig aus dem Gehäuse des Samsung Galaxy A31 heraus

Das Polycarbonat-Gehäuse des Samsung Galaxy A31 ist relativ schnell von hässlichen Fingerabdrücken übersät und leider auch nicht gegen Wasser und Staub geschützt. An der Verarbeitungsqualität gibt es hingegen nichts zu meckern. Das 159,3 x 73,1 x 8,6 mm große Android-Smartphone bringt trotz des leichten Gehäusewerkstoffs 185 g auf die Waage, aber das liegt am riesigen Akku.

Leistung und Android

Mit 5.000 mAh ist der Energiespeicher des Samsung Galaxy A31 noch einmal 1.000 mAh größer als der Samsung Galaxy A51, das in unserem Test schon circa anderthalb Tage im Normalbetrieb schaffte. Das in diesem Punkt besser bestückte Samsung Galaxy A31 kommt sogar auf zwei volle Tage. Das Aufladen des leeren Energiespeichers dauert mit zweieinhalb Stunden allerdings viel zu lange.

Das Samsung Galaxy A31 läuft auf dem Google-Betriebssystem Android in der nicht mehr ganz so aktuellen Version 10, wird aber bald ein Update auf Android 11 bekommen. Auf Android aufgesetzt hat Samsung seine Benutzeroberfläche One UI 2.1, die einige Samsung-Apps und -Adaptionen mit sich bringt. Neben dem Google Play Store bietet der Samsung Galaxy Store eine Vielzahl von Apps.

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Beim Prozessor des Samsung Galaxy A31 gibt es eine spannende Beobachtung im Vergleich zu teureren Samsung Galaxy A51. Statt des Exynos 9611 kommt ein MediaTek Helio P65 mit mageren 2 GHz Taktung zum Einsatz. Trotz immerhin vier GB RAM leistet sich der Prozessor gerade beim Zocken den einen oder anderen Aussetzer, was wohl aber primär an der schwachen Grafikeinheit liegt (ARM Mali-G52). Bis zu 40 Prozent Leistung fehlen hier gegenüber dem Galaxy A51, von der Spitzenklasse ganz zu schweigen.

In anderen Tests, insbesondere dem Rendern von Webseiten, schlägt sich das kleine Galaxy A31 dagegen oft sogar besser. Der interne Speicher misst 64 GB, was heutzutage als Minimum angesehen werden kann. Der Speicherplatz kann per microSD-Speicherkarte um bis zu 512 GB erweitert werden. Die Speicherkarte kann sogar zusätzlich zu maximal zwei Nano-SIM-Karten genutzt werden.

Kamera und Ton

Das Samsung Galaxy A31 hat gleich vier Kameras auf der Rückseite: eine Weitwinkel-Kamera mit 48 MP und f/2.0-Blende, eine Ultra-Weitwinkel-Kamera mit acht MP und f/2.2-Blende, eine Kamera für Bokeh-Effekte mit fünf MP und f/2.4-Blende sowie eine Makro-Kamera mit fünf MP und f/2.4-Blende. Mit dieser Ausstattung kann das Android-Smartphone Videos in Full-HD-Qualität und mit 30 fps drehen.

Vor allem bei Tage schießt das Samsung Galaxy A31 gute Fotos. Die Makro-Kamera schneidet bei der Qualität der Aufnahmen allerdings schlechter ab als Haupt- und Ultra-Weitwinkel-Kamera:

Die Ultra-Weitwinkel-Kamera des Samsung Galaxy A31 deckt 123° ab, produziert aber Verzerrungen am Bildrand

Die Makro-Kamera des Samsung Galaxy A31 ist für Aufnahmen aus einer Distanz von drei bis sechs cm gedacht

Da der Autofokus des Samsung Galaxy A31 nicht allzu schnell auslöst, hat das Smartphone im Dunklen Probleme mit Unschärfen:

Nachtaufnahmen gelingen mit dem Samsung Galaxy A31 erstaunlich gut, wenngleich im Detail leichte Unschärfen zu beobachten sind

Den Bokeh-Effekt bekommt das Samsung Galaxy A31 hingegen recht gut hin:

Beim Bokeh-Effekt kann man beim Samsung Galaxy A31 zwischen sieben Unschärfestufen wählen

Die 20-MP-Frontkamera mit f/2.2-Blende steckt in einer Notch und kann auf einen weiteren Winkel, z.B. für Gruppen-Selfies umgestellt werden. Bei Dunkelheit hilft ein starkes Display-Fotolicht, aber auch hier hat man mit Unschärfen zu kämpfen:

Die 32-MP-Frontkamera besticht bei Tage durch eine gute Restlichtverwertung

Der Mono-Lautsprecher des Samsung Galaxy A31 ist recht kräftig, tendiert bei höherer Lautstärke aber ganz klar zum Scheppern. Eine 3,5-Klinkenbuchse ist vorhanden, aber die mitgelieferten Headsets wirken doch arg schmalbrüstig. Die Ausgabequalität über alternative höherwertige Headsets ist hingegen gut.

Mobilfunk (LTE)

Via LTE surft das Samsung Galaxy A31 in der Theorie mit maximal 600 MBit/s im Download und 100 MBit/s im Upload. Mit unserer Vodafone-Testkarte surfen wir aber mit der 4G-Version des Samsung Galaxy A31 natürlich nur via LTE im Netz und erreichen dabei gute Praxiswerte von bis zu 170 MBit/s im Download und 53 MBit/s im Upload.

Der 5.000-mAh-Akku des Samsung Galaxy A31 hält locker zwei Tage durch

Trotz der niedrigen UVP von 291 Euro bietet das Samsung Galaxy A31 schnelles WLAN ac, Bluetooth 5.1 und NFC. Die Sprachqualität ist gut und Dienste wie VoLTE und WiFi Calling stehen optional zur Verfügung. Beim Empfang im Vodafone-Netz gab es keinerlei Probleme. Im O2-Netz lässt hingegen der Indoor-Empfang zu wünschen übrig.

Fazit und Empfehlung

Das [[ASIN:B08BG3RWY7|Samsung Galaxy A31]] bietet für eine UVP von unter 300 Euro ein OLED-Display, einen riesigen Akku und fünf Kameras. Auch die Konnektivität via WLAN sowie mobil im Vodafone-Netz ist gut.

Das Samsung Galaxy A31 ist in mehreren Farben erhältlich

Nicht überzeugen konnte der Prozessor. Wer hier Wert auf eine gute Performance legt, sollte lieber zum teureren Samsung Galaxy A51 greifen. Das Kunststoffgehäuse ist weder wasser- noch staubdicht und recht schnell voller Fingerabdrücke. Die Qualität des Mono-Lautsprechers und der mitgelieferten Stereo-Headsets könnte besser, doch immerhin ist eine Audio-Buchse vorhanden.