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realme GT Neo 2: High-End-Smartphone zum Mittelklasse-Preis im Test

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Das realme GT Neo 2 ist zuerst in Asien auf den Markt gekommen und wird nun auch in Europa verkauft. Das Mittelklasse-Smartphone fällt vor allem durch seine hohe Bildwiederholrate von 120 Hz und eine hochauflösende Hauptkamera mit 64 MP Auflösung auf. Wir haben das Android-Smartphone mit Snapdragon-870-Prozessor ausführlich getestet.

Das realme GT Neo 2 ist in verschiedenen stylischen Farben erhältlich

Das Kunststoff-Glas-Gehäuse des realme GT Neo 2 wiegt noch akzeptable 200 g und ist mit 162,9 x 75,8 x 8,6 mm auch noch ausreichend kompakt geraten. An der Verarbeitung gibt es nichts zu meckern, doch leider hat unser Proband weder einen Wasser- noch einen Staubschutz. Dankenswerterweise legt der chinesische Hersteller aber eine Schutzhülle aus weichem Plastik bei.

Der Fingerabdruck-Scanner liegt unterhalb des Bildschirms und funktioniert meist tadellos. Alternativ kann man das Display per Gesichtserkennung entriegeln. Links liegt die Lautstärkewippe und rechts der An/Aus-Knopf sowie eine separate Taste für den Google Assistant.

Das 120-Hz-AMOLED-Display des realme GT Neo 2 glänzt durch eine flüssige Wiedergabe und satte Farben

Das 6,62-Zoll-Display des realme GT Neo 2 hat eine Auflösung von 2.400 x 1.080 Pixeln und somit eine Pixeldichte von guten 409 ppi. In dieser Preisklasse selten anzutreffen ist die hohe Bildfrequenz von 120 Hz, deren Vorteile das realme GT Neo 2 vor allem bei Videos und Spielen ausspielt. Für den Normalbetrieb kann man die Bildwiederholrate aber auch auf 60 Hz heruntersetzen.

Da der Hersteller auf die AMOLED-Technik setzt, glänzt die Anzeige durch satte Farben und scharfe Kontraste. Die Helligkeit ebenfalls höher als bei so manch teurerem Smartphone. Nur der Helligkeitssensor stellt das Display zu oft zu dunkel ein, so dass man manuell nachregulieren muss.

Leistung und Android

Ein Pluspunkt des realme GT Neo 2 ist natürlich der 5.000 mAh starke Akku, der rund 48 Stunden in der Praxis durchhält. Besonders beeindruckend ist das schnelle Laden mit dem mitgelieferten Netzteil. 100% Akkukapazität sind in rund einer Stunde aufgeladen.

Zunächst läuft das realme GT Neo 2 auf Android 11, doch ein Update auf Android 12 dürfte bald folgen. Auf dem Google-Betriebssystem läuft beim realme GT Neo 2 die herstellereigene Benutzeroberfläche realme UI. Diese bietet vor allem optische Überarbeitungen, aber auch nützliche Zusatzfunktionen wie Game Space, mit dem man u.a. Benachrichtigungen während des Spielens unterbinden kann.

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Als CPU kommt im realme GT Neo 2 ein Qualcomm Snapdragon 870 zum Einsatz, der mit schnellen 3,2 GHz getaktet ist und von satten acht GB Arbeitsspeicher unterstützt wird. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass das realme GT Neo 2 sehr gute Werte in den Benchmark-Tests erzielt und kaum merklich hinter dem GT 5G mit Snapdragon 888 liegt (im Diagramm weiß).

Der interne Speicher ist mit 128 GB ausreichend groß bemessen. Dass man den Speicherplatz nicht per microSD erweitern kann, ist hingegen ein echtes Manko.

Kamera und Ton

Die Hauptkamera des realme GT Neo 2 löst mit stattlichen 64 MP auf und kann 4K-Videos drehen. Praktischerweise kann man darüber hinaus direkt aus der Kamera-App hinaus zwischen ein-, zwei- und fünffachem Zoom hin- und herwechseln. Schon die ganz normale Tagaufnahme im einfachen Zoom besticht aber durch eine brillante Qualität:

Die Hauptkamera des realme GT Neo 2 schießt vor allem bei Tage richtig gute Fotos

Ebenfalls aus der Kamera-App heraus direkt anwählbar ist die Acht-MP-Weitwinkel-Kamera. Makro-Aufnahmen kann man mit der dafür vorgesehen Zwei-MP-Knipse durchaus schießen. Bokeh-Aufnahmen sind für das realme GT Neo 2 hingegen kein Problem, zumal, wenn das scharf dargestellte Objekt sich im Vordergrund befindet:

Der Bokeh-Effekt ist nicht sonderlich stark ausgeprägt, wirkt aber natürlich

Erstaunlich gut gelingen auch Nachtaufnahmen des realme GT Neo 2. Wenn das anvisierte Objekt sich unweit des Nutzers befindet, wird es vom LED-Blitzlicht schön ausgeleuchtet. Die 16-MP-Frontkamera des realme GT Neo 2 kann Full-HD-Videos drehen und in puncto Fotografie vor allem bei Tage bis auf ein paar Überblendungen überzeugen:

Die Frontkamera des realme GT Neo 2 schießt gute Bilder, hat aber mit Überblendungen zu kämpfen

Der Lautsprecher-Sound des realme GT Neo 2 ist schön klar und kräftig, neigt aber bei voller Lautstärke zum Übersteuern. Stereo-Headsets gehören nicht zum Lieferumfang und auch eine Audio-Buchse sucht man vergebens. Entsprechend ist die Ausgabequalität via USB denn auch ausbaufähig.

Mobilfunk (5G und LTE)

Am Router surft das realme GT Neo 2 über die schnellen WLAN-Standards ac und ax und mobil kann man zumindest mit der Haupt-SIM-Karte das 5G-Netz nutzen. Zu Buche stehen bei unseren Messungen im Düsseldorfer 5G-Netz von Vodafone immerhin maximal 240 MBit/s im Download und 117 MBit/s im Upload. Via LTE ist das Mittelklasse-Smartphone aus China sogar noch flotter unterwegs. Im 4G-Netz von Vodafone erreichen wir bis zu 432 MBit/s im Download und 54 MBit/s im Upload.

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Die aktuelle Bluetooth-Version 5.2 und NFC für mobiles Bezahlen sind selbstverständlich an Bord. An der Sprach- und Empfangsqualität im Vodafone-Netz gibt es nichts auszusetzen. Im O2-Netz leistet sich das realme GT Neo 2 jedoch kleinere Aussetzer in kritischen Empfangssituationen in Gebäuden oder Tunneln.

Fazit und Empfehlung

Das realme GT Neo 2 hinterlässt einen guten Eindruck, denn es bietet einen AMOLED-Bildschirm mit hoher Bildwiederholrate von 120 Hz und eine hochauflösende Hauptkamera mit 64 MP Auflösung. Außerdem verfügt das Mittelklasse-Smartphone über einen schnellen Snapdragon-870-Prozessor und einen großen Akku. Last but not least kann es via 5G, LTE und WLAN ac/ax zügig im Internet surfen.

Leider hat das realme GT Neo 2 keinen Wasser- oder Staubschutz

Das realme GT Neo 2 hat aber auch ein paar Schwächen. So ist das Betriebssystem Android 11 nicht auf dem neuesten Stand, soll aber bald ein Update erhalten. Stereo-Headsets werden nicht mitgeliefert und eine 3,5-mm-Klinkenbuchse fehlt leider ebenso. Der interne Speicher ist mit 128 GB ausreichend groß, aber eine microSD-Speicherkarte kann man nicht einstecken.