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Creative ZEN X-Fi 3 MP3/FLAC-Player im Test

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Mit der ZEN-Reihe hat Creative bereits seit Jahren MP3-Player im Angebot und das auch, je nach Generation, mehr oder minder erfolgreich. Mit der namensgebenden „X-Fi“-Technologie soll zudem auf die hohe Klangqualität hingewiesen werden – zu Recht?

Design und Bedienung

Im Unterschied zu den ersten beiden ZEN X-Fi Versionen ist die Neuste um eines schlanker und vor allem einfacher geworden. Einfacher im Sinne der Bedienelemente und des Aufbaus. Die einzig noch mechanisch ausgeführten Tasten sind auch die wichtigsten: Lauter, Leiser sowie An/Aus/Lock.

Sonst setzt der [[ASIN:B005X6LM1C|ZEN X-Fi 3]] auf „trendige“ Bedienung via Touch-Steuerung und viel Hochglanz-Lack drum herum. Leider ist die Touch-Steuerung noch nicht wirklich ausgereift, zumindest reagiert der Player teils nur zögerlich oder auch erst nach mehrfachen berühren auf Nutzer-Eingaben. Hier ist man von der aktuellen Smartphone-Generation eindeutig mehr gewöhnt. Auch der Hochglanz-Lack schreit bereits förmlich nach Kratzern und Schlieren – Ich weiß nicht wer dies zum Trend auserkoren hat.

Alles in allem hätte ich angesichts des Preises für das 8 GB-Modell mehr erwartet. Das Plastik der Außenseite geht in Ordnung und hätte auch für die Rückseite verwendet werden können. Eleganter wäre angesichts der Größte natürlich ein „Unibody-Design“ der Rückseite & Seitenwände aus gebürstetem Aluminium gewesen. Wesentlich teurer wäre das Produkt so wahrscheinlich auch nicht geworden.

Klang

Doch kommen wir zum wichtigsten Punkt, dem Klang. Egal wie gut ein Musik-Player auch aussehen mag und egal wie einfach er sich bedienen lässt: Mit schlechtem Klang ist all‘ Das wertlos. Getestet habe ich den ZEN X-Fi 3 mit meinen Ultimate Ears triple.fi 10 In-Ear-Kopfhörern.

Und in diesem Punkt kann der ZEN X-Fi 3 auf jeden Fall punkten, denn der Klang ist sehr sauber und lässt sich gut einstellen. Solang der Equalizer auf „Standard/Off“ steht, wirkt alles noch etwas Dumpf, die Einstellung „Rock“ hat mir im Zusammenspiel mit den UE’s sehr gut gefallen. Der Bass kommt so sehr druckvoll, die Stimmen klar aber nicht zu dominant und die Höhen sehr ausgewogen daher.

Auch .flac-Dateien (verlusstfrei komprimierte Audio-Daten) kann der ZEN X-Fi 3 wiedergeben, jedoch nur Dateien mit 16 Bit Auflösung pro Sample sowie maximal 48 KHz Abtastrate. Hier zeigt sich auch erst das wahre Potential der D/A-Wandler des X-Fi 3.

Einzig und allein von der Klang-„Optimierungen“ á la „X-Fi Crystalizer“ sollte man Abstand nehmen. FLAC-Dateien klingen auf einmal dumpf und bei guten MP3-Dateien lässt sich meist kein Unterschied ausmachen.

Fazit

Viel Klang zum fairen Preis, leider mit Mängeln in der Verarbeitung und Bedienung. Eine Nachfolgeversion mit gebürstetem Alu statt Hochglanz-Plastik auf der Rückseite und an den Seiten sowie optimierter Touch-Steuerung hätte das Zeug zum Klassiker. So ist der [[ASIN:B005X6LM1C|Creative ZEN X-Fi 3]] „nur“ gut.


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