ValueTech
Technik. Einfach. Verstehen.

Acer Iconia A200 - 10,1" Tablet mit Android 4.0.3 im Test

|

Tablets sind aus der heutigen IT-Landschaft nicht mehr wegzudenken. So sollte es zumindest sein, ginge es nach den Wünschen diverser Größen aus dem Bereich der Unterhaltungselektronik. Bevor auch Microsoft im Herbst mit Windows 8 die Tablet-Bühne betritt, wollen wir einen Blick auf das Acer Iconia A200 mit Adroid 4.0 (Icecream Sandwisch) werfen.

Ausstattung

Das Acer Iconia A200 setzt im Inneren auf den nicht mehr ganz neuen Nvidia Tegra 2 Dualcore-SoC mit 1 GHz Taktfrequenz und integrierter GeForce Grafikeinheit. Die restliche Hardware in Gestalt von 32 GB integriertem Flash-Speicher, einem Gigabyte Arbeitsspeicher und dem 10,1 Zoll Multi-Touch Display kann sich für den Preisbereich durchaus sehen lassen.

Acer Iconia Tablet A200Der Bildschirm bietet mit 1280 x 800 Pixeln Auflösung etwas mehr als die von den ersten HDTVs bekannte HD-Ready Auflösung (1280 x 720 Pixel). Aufgrund der geringen Distanz zwischen Auge und Display kann die Darstellung von Text, Bildern und Videos jedoch durchaus "verpixelt" wirken. Aber auch die meisten anderen aktuellen Tablets bieten selten mehr, ausgenommen seien hier exemplarisch das neue iPad mit Retina-Display (2048 x 1536) oder das Acer Iconia A700 mit 1920 x 1200 Pixeln. Besonders ambitionierte Fotografen sollten sich also anderweitig umsehen.

Multimedia-Leistung

Eine wesentlich höhere Auflösung hätte jedoch nicht viel gebracht, denn der verbaute Tegra 2 Prozessor hat im Bereich Video schon so seine Probleme mit HD-Material. Der verbaute Videodecoder unterstützt bei H.264 codierten Videos (also quasi alles was mit .mp4 oder .mkv endet) nur das so genannte "Baseline" Profil. Die meisten Encoder, wie das populäre x264, nutzen standardmäßig das bessere "High" Profil um eine höhere Effizienz bei der Komprimierung zu erreichen.

Der Nachfolger in Form des Tegra 3, so auch im schon erwähnten A700 verbaut, hat hier keine Probleme mehr und beschleunigt auch FullHD-Videos ohne größere Mühen und das auch akkuschonender. Dementsprechend sollten auch Videofans womöglich etwas tiefer in die Tasche greifen.

altWomöglich, denn App-sei-Dank lässt sich das A200 auch so bereits sehr gut für den Multimediagebrauch benutzen. So laufen YouTube-Videos auch in HD-Ready meist durchweg flüssig. Noch beeindruckender lässt sich das Acer Iconia A200 jedoch im heimischen Wohnzimmer benutzen. W-LAN und DLNA - Zwei mehr oder minder bekannte Abkürzungen, aber extrem machtvoll für das "Wohnzimmer von morgen".

DLNA 

Einen entsprechenden Fernseher oder Blu-Ray Player mit Netzwerkanschluss und DLNA-Unterstützung vorausgesetzt (und dies bieten heute sehr viele Geräte), einem eh vorhandenen PC oder Notebook sowie einer "DLNA-App" könnte es nicht einfacher sein. Nichts ist einzurichten, alles funktioniert reibungslos.

Tablet an, App starten (hier getestet MediaHouse), beim ersten Start einmalig die Quelle (das Tablet oder ein beliebiges Gerät im Netzwerk wie den PC) und das Ziel (Tablet oder jedes andere DLNA-Wiedergabegerät im Netzwerk) wählen und los geht es. Kategorisiert in Musik, Videos und Bildern lässt sich die ausgewählte Quelle durchsuchen und mit einem "Touch" auf das Display der entsprechende Inhalt vorführen.

Auf der nächsten Familienfeier lässt man also einfach das Tablet mit einer Sammlung an Urlaubsvideos (auf dem  PC) herumgehen, klickt auf das entsprechende Video und wenige Augenblicke später erscheint alles auf dem großen TV. Schöne neue Welt? Ja!


Kommentare