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Samsung Galaxy Note 3 - Phablet mit KitKat-Update im Test

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Android-Updates sind vielen Smartphone-Nutzern heilig, denn jeder will bei seinem mit teurem Geld erworbenen Gerät natürlich ständig auf dem neuesten Stand der Technik sein. So auch beim Galaxy Note 3 von Samsung, welches zwar bereits im letzten Jahr zur IFA vorgestellt wurde, aber inzwischen ein Update auf Android 4.4 KitKat geliefert bekommen hat. Grund genug für uns es einem Test zu unterziehen, das Ergebnis findet sich im folgenden Text.

Samsung Galaxy Note 3 mit S Pen

Design und Verarbeitung

Als Phablet mit einer Display-Größe von 5,7 Zoll ist das Note 3 nicht gerade kompakt und auch nicht unbedingt für die einhändige Bedienung gedacht. Umrahmt ist das Display von einem Streifen in der Farbe der Rückseite, der zusätzlich mit einem schicken Muster versehen ist. Die dünne Rückseite in Lederoptik wirkt nicht besonders wertig, generiert aber zusammen mit dem Home Button vorn das Samsung-typische Design. Die farbliche Auswahl fällt leider nicht so interessant wie beim Nokia Lumia 630 aus, stattdessen muss man sich hier auf Weiß, Schwarz, Weiß/Gold und Rosa beschränken.

An den Seiten des Phablets befindet sich ein Rahmen in glänzender Chrom-Optik, der ebenfalls nicht so ganz zum hohen Preis des Note 3 passt. Dieser beherbergt Power-Knopf und Lautstärkewippe, Kopfhöreranschluss und eine Infrarot-LED, wodurch sich das Note 3 auch als Fernbedienung für Fernseher & Co. nutzen lässt. An der Unterseite finden sich noch der micro-USB-3.0-Anschluss, durch den sich das Smartphone schneller mit Strom und Daten versorgen lässt, und natürlich der S Pen, der das Note erst zu dem Sonderling macht, das es ist. Der kleine Stift ist mehrere Zentimeter lang und verfügt über einen kleinen Knopf, womit sich später im Betrieb ein Menü aufrufen lässt.

Samsung Galaxy Note 3 - Rückseite und Akku lassen sich austauschen

Erfreulicherweise ist der Akku im Note 3 wechselbar und versteckt sich unter der Rückseite aus Kunststoff, durch die Verwendung von Gorilla Glass 3 beim Display ist dieses außerdem gut gegen Kratzer geschützt. Mit einer Dicke von 8,3 Millimetern fällt es zwar schlank, mit 168 Gramm aber alles andere als leicht aus und lässt sich kaum mit einer Hand bedienen.

Leistung

Zur Überprüfung der Leistungsfähigkeit haben wir einen neuen Testparcours, speziell auf Smartphones und Tablets abgestimmt, erarbeitet. Bei der Zusammenstellung der Testprogramme wurde auf eine möglichst gute Vergleichbarkeit geachtet, auch über mehrere Plattformen hinweg. Nichts desto trotz ist auch weiterhin ein Vergleich zwischen Geräten mit Apple iOS, Google Android und Windows 8 (Tablet) respektive Windows Phone nicht einfach. In den Gesamtwert fließen folgende drei Themenkomplexe mit jeweils gleicher Gewichtung ein:

  1. Ausstattung: Speicherkapazität, Arbeitsspeicher und Pixeldichte
  2. 3D/Spiele: GFX-Bench 2.5/2.7/3.0
  3. Internet: SunSpider (1.0.2) und Rightware BrowserMark 2.0/2.1

GFXbench 2.7 T-Rex HDDes Weiteren finden sie im Diagramm auch Werte für Futuremarks aktuellen 3DMark Ice Storm - da dieser jedoch nicht unter Windows Phone verfügbar ist, fließen die entsprechenden Werte nicht in den Mittelwert ein (die Geräte werden im Diagramm nicht angezeigt). Betrugsversuche der Hersteller, wie Beispielsweise die "Optimierungen" von Samsung und HTC am Futuremark 3DMark, werten wir mit 0 Punkten im entsprechenden Test ab.

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Anmerkung: Um eine bessere Übersichtlichkeit zu gewährleisten, werden nur neue Produkte sowie ältere Produkte, auf welche Bezug genommen wird, angezeigt. Eine komplette Übersicht aller getesteten Smartphones und Tablets entnehmen Sie bitte unserer Rangliste.

Der Snapdragon 800 mit einem 2,3 GHz Quad-Core-Prozessor ist natürlich selbstverständlich, 3 GB Arbeitsspeicher erhöhen jedoch die Multitasking-Fähigkeiten des Note 3 enorm. Dadurch kann es sich nicht nur weit oben in unserer Bestenliste positionieren, sondern auch einige Apps gleichzeitig öffnen und so ziemlich jedes Spiel gut darstellen. Die Bedienung von Android 4.4.2 mit TouchWiz-Oberfläche erfolgt sehr flüssig und ohne jeden Ruckler, dafür wirkt es stellenweise überladen und birgt zahlreiche Einstellungen, die es einzurichten gilt. Ebenso werden viele unnütze Apps mitinstalliert, die wohl kaum jemand nutzt, aber das wird bei Samsung vermutlich immer so bleiben. Die 32 GB Speicher dürften für die meisten Nutzer ausreichen, wenn es knapp wird lässt sich aber auch eine microSDXC-Karte mit bis zu 128 GB einsetzen. Als kleines Extra gibt es für jeden Käufer 50 GB Dropbox-Speicher für zwei Jahre gratis.

Multimedia

Bereits seit einigen Generationen ist es bei Samsung üblich den Flaggschiffen Super AMOLED-Displays zu verpassen, demnach auch beim Note 3. Daraus ergeben sich sehr lebendige Farben und hohe Kontraste, einzig in der Sonne ist die Lesbarkeit mangels hoher Helligkeit etwas eingeschränkt. Über ein leichtes blaues Schimmern bei extremen Blickwinkeln braucht man sich nicht wundern, das ist bei derartigen Displays normal, insgesamt ist es Bild bei seitlicher Betrachtung nahezu unverfälscht. Die Full HD-Auflösung ergibt bei 5,7 Zoll eine Pixeldichte von 386 PPI, die optisch jedoch durch die sogenannte PenTile-Matrix, also die Anordnung der Subpixel, etwas herabgesetzt wird. Dadurch ist das Bild nach wie vor scharf, kommt aber nicht an andere Smartphones mit LC-Display heran.

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Der dicke 3.200 mAh Akku des Note 3 ermöglicht es einem problemlos über den Tag zu kommen, bei sparsamen Menschen vielleicht sogar einen zweiten. Damit dieser schnell geladen wird befindet sich im Lieferumfang ein Netzteil samt passendem USB 3.0-Kabel, welches sich jedoch nicht an normalen Smartphones mit USB 2.0 nutzen lässt. Funktechnisch beherrscht das Note 3 fast alles, was es derzeit gibt: Von WLAN a/b/g/n/ac im 2,4 und 5 GHz Band über Bluetooth 4.0 und NFC bis hin zu LTE Cat. 4 mit bis zu 150 Mbit/s im Download. Zur Ortung stehen weltweit GPS und GLONASS bereit.

Links im Bild der Homescreen des Note 3; Rechts: Beim ersten Einrichten wird man von den Optionen regelrecht erschlagen

Die beiden Kameras – mit einem 13 Megapixel Sensor hinten, vorn 2 Megapixeln – machen ihre Aufgabe grundsätzlich gut, sind schnell einsatzbereit und lösen auch schnell aus. Hier werden viele Modi für Sport- oder Portraitaufnahmen geboten, dafür aber auch stark nachgeschärft, wodurch manche Details verloren gehen. Videoaufnahme in 4K ist ein nettes Gimmick, macht die Videos aber nicht unbedingt schöner als eine gute Full HD-Aufnahme. 

Fazit und Empfehlung

Der größte Vorteil des [[ASIN:B00F07WTLG|Samsung Galaxy Note 3]] ist und bleibt der beigelegte S Pen, der diese Kategorie so einzigartig macht. Für malerisch aktive Köpfe und Liebhaber von Handschrift gibt es wohl kaum eine Alternative – vielleicht das [[ASIN:B00F8WGFIQ|ASUS Fonepad 6 Note]], welches mit schwächerer Hardware und älterem Android aber in einer anderen Klasse spielt. Insgesamt gibt es zahlreiche Features, die sich kaum alle in diesem Artikel unterbringen lassen, aber einen auf den Blick auch erschlagen können. Eine hohe Leistung, gute Kameras und aktuelles Android, dafür werden aktuell knapp 490 Euro (Stand 11.07.2014) fällig.

Samsung Galaxy Note 3: USB 3.0 ist an Smartphones und Tablets noch eine Seltenheit

Wem das zu viel ist, dem bleibt als Alternative das genannte ASUS Produkt oder das etwas abgespeckte Samsung Galaxy Note 3 Neo. Wer genauso gut auf den S Pen verzichten kann dürfte auch mit den anderen aktuellen Flaggschiffen à la Xperia Z2, LG G3 oder Galaxy S5 gut beraten sein.


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