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i.onik TP7.85-1200QC-3G: Günstiger iPad-Klon im Test

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Völlig abseits unserer Smartphone-Tests haben wir auch mal wieder ein Tablet zu Besuch, dieses Mal aus dem Hause i.onik. Beim ersten Blick auf die technischen Daten wird deutlich, dass wir es eher mit einem günstigen Einsteigergerät zu tun haben. Der erste Blick auf das Tablet selbst hingegen zeigt, dass es dem Apple iPad Mini verblüffend ähnlich sieht. Ob man mit dem großen Idol auch Schritt halten kann oder ob man gnadenlos zurückfällt findet sich im folgenden Artikel.

Design und Verarbeitung

Um dem iPad Mini möglichst nahe zu kommen würden natürlich verschiedene Eckdaten übernommen: Ein 7,85 Zoll Display mit einem weißen Rahmen sowie Aluminium auf der Rückseite tragen schon stark zum Wiedererkennungswert bei. Bei näherer Betrachtung wird allerdings klar, dass man mit dem Vorbild nicht ansatzweise mithalten kann – die Knöpfe an der Seite sind klein und wackelig, an der Unterkante passt fast ein Fingernagel zwischen Display und Rückseite und auch die obere Leiste an der Rückseite, unter der sich SIM- und microSDHC-Karte verstecken, wirkt nicht gerade hochwertig. Daneben befinden sich weiter noch Anschlüsse für micro-USB 2.0, mini-HDMI und Kopfhörer. Damit kommt man nicht ansatzweise an hochwertige Tablets heran, in Anbetracht des Preises ist das Gebotene aber wohl angemessen.Sieht dem Apple iPad Mini von vorne erstaunlich ähnlich: i.onik TP7.85-1200QC-3G

Auf der Rückseite des Tablets finden wir wie beim iPad Mini eine Kamera ohne Blitz vor, auf der Vorderseite befindet sich eine weitere Kamera für Selbstportraits. Im Gegensatz zum Apple-Produkt sitzen hier auf der Rückseite zusätzlich noch Lautsprecher, die im Idealfall für eine gelungene multimediale Unterhaltung sorgen würden. Mit einer Dicke von 7,8 Millimetern und einem Gewicht von 300 Gramm ist es zwar ein gutes Stück leichter, aber ähnlich voluminös wie ein iPad Mini, was es dem Nutzer erlaubt einen Großteil des verfügbaren Zubehörs zu nutzen – ohne Frage ein großer Vorteil für den Klon von i.onik.

Leistung

Zur Überprüfung der Leistungsfähigkeit haben wir einen neuen Testparcours, speziell auf Smartphones und Tablets abgestimmt, erarbeitet. Bei der Zusammenstellung der Testprogramme wurde auf eine möglichst gute Vergleichbarkeit geachtet, auch über mehrere Plattformen hinweg. Nichts desto trotz ist auch weiterhin ein Vergleich zwischen Geräten mit Apple iOS, Google Android und Windows 8 (Tablet) respektive Windows Phone nicht einfach. In den Gesamtwert fließen folgende drei Themenkomplexe mit jeweils gleicher Gewichtung ein:

  1. Ausstattung: Speicherkapazität, Arbeitsspeicher und Pixeldichte
  2. 3D/Spiele: GFX-Bench 2.5/2.7/3.0
  3. Internet: SunSpider (1.0.2) und Rightware BrowserMark 2.0/2.1

GFXbench 2.7 T-Rex HDDes Weiteren finden sie im Diagramm auch Werte für Futuremarks aktuellen 3DMark Ice Storm - da dieser jedoch nicht unter Windows Phone verfügbar ist, fließen die entsprechenden Werte nicht in den Mittelwert ein (die Geräte werden im Diagramm nicht angezeigt). Betrugsversuche der Hersteller, wie Beispielsweise die "Optimierungen" von Samsung und HTC am Futuremark 3DMark, werten wir mit 0 Punkten im entsprechenden Test ab.

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Anmerkung: Um eine bessere Übersichtlichkeit zu gewährleisten, werden nur neue Produkte sowie ältere Produkte, auf welche Bezug genommen wird, angezeigt. Eine komplette Übersicht aller getesteten Smartphones und Tablets entnehmen Sie bitte unserer Rangliste.

Ausgeliefert wird das getestete i.onik-Tablet mit Google Android 4.2, was typisch ist für günstige Geräte mit MediaTek-Chipsatz. Auf eine eigene Oberfläche hat man hier wohl des Aufwands wegen verzichtet, der Nutzer bekommt also ein reines Android serviert, was keineswegs negativ ist. Die große Werbung mit dem Quad-Core-Prozessor und 1 GB Arbeitsspeicher bleibt dennoch Marketing-Gag, da sogar das günstige Moto E bessere Werte in unseren Benchmarks erzielt. Insgesamt lässt es sich flüssig bedienen, hier und da gibt es kleinere Hänger, aber die meiste Zeit passt alles. Einzig und allein eine Grafikpracht mit aktuellen Spielen wird man wohl nicht erleben. Die getestete 3G-Variante verfügt über 16 GB Speicher, die WLAN-Variante hingegen nur über 8 GB und einen anderen Chipsatz, weswegen die Benchmark-Ergebnisse nicht direkt verglichen werden können.

Multimedia

Beim Display setzt i.onik trotz des geringen Preises auf ein IPS-Panel mit guter Farbdarstellung und ordentlicher Helligkeit, dafür etwas blass und mit einer wirklich geringen Auflösung von 1.024 x 768 Pixeln. Bei der Größe von 7,85 Zoll resultiert das in einer Pixeldichte von 163 PPI, was man in der heutigen Zeit getrost als verpixelt bezeichnen darf. Außerdem fehlt ein Sensor, um die Helligkeit des Displays der Umgebung anzupassen, ebenso wie gehärtetes Glas – eine Schutzhülle ist auf jeden Fall zu empfehlen. Ein Problem gibt es scheinbar mit dem Touchscreen selbst, denn dieser verschluckte bei schnellen Eingaben gern den einen oder anderen Buchstaben, was die Autokorrektur in den meisten Fällen wieder ausbügelt.

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Auch bei den Kameras wurde merklich der Rotstift angesetzt, da die geschossenen Fotos je nach Licht meist körnig, verwaschen und unscharf sind. Immerhin hat man tatsächlich eine Auflösung von 5 Megapixeln geboten, bei der (laut Hersteller) 2-Megapixel-Frontkamera ließ sich hingegen nichts höheres als VGA-Auflösung (640 x 480 Pixel) für Fotos einstellen. Das gleiche gilt für die Auflösung aufgenommener Videos, hier schafft das hintere Modell immerhin 720p. Der Lautsprecher scheppert und ist relativ leise, demnach auch nicht unbedingt eine Glanzleistung.

Ein nettes Gimmick ist auf jeden Fall das beigelegte USB-OTG-Kabel, mit dem USB Sticks angeschlossen werden können, auch der 4.000-mAh-Akku sollte mit dem 2,5 A Netzteil schnell geladen werden. Ansonsten bietet man mit WLAN b/g/n, Bluetooth und GPS die absolute Grundausstattung.

Fazit

Ein Fazit zu fällen ist bei diesem Tablet gar nicht so einfach. Mit Leistung oder Ausstattung kann es keineswegs durchweg überzeugen, doch das TP7.85-1200QC-3G ist im Vergleich zu anderen Tablets für wirklich wenig Geld zu haben, die WLAN-Variante [[ASIN:B00I9N1YLO|TP7.85-1200QC]] ist noch einmal merklich günstiger. Die Kompatiblität zum iPad Mini-Zubehör ist eine große Stärke, auch wenn man sonst kaum mit dem optisch ähnlichen Tablet mithalten kann. Wer auf der Suche nach einem günstigen Tablet ist, der ist beim [[ASIN:B00H9R5FH0|i.onik TP7.85-1200QC-3G]] gut aufgehoben. Eine Alternative für wenig Geld ist das [[ASIN:B00JQJQ1SQ|Acer Iconia One 7]], wer seinem Tablet gern etwas mehr abverlangen will, dem würden wir empfehlen etwas mehr Geld für ein [[ASIN:B00H964PN6|Google Nexus 7]] zu sparen.


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