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Toshiba KIRA Ultrabook - Praxistest aus Sicht eines Fotografen

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Bereits im März konnten wir in Hamburg einen kurzen Blick auf Toshibas neue Premium-Ultrabook-Serie KIRA werfen. Der Preis war mit 1.500 Euro schon damals ambitioniert und die Zielgruppe klar: Kreative im Bereich Fotografie und Video bekommen ein gerade einmal 1.350 Gramm schweres 13,3-Zoll-Notebook an die Hand, das zudem mit einem WQHD-Display (2.560 x 1.440 Pixel) ausgestattet ist. Kann man sich gegen die ähnlich teure Konkurrenz durchsetzen oder scheitert Toshiba an Feinheiten?Das Toshiba Kira bei einer Präsentation in HamburgDer erste Eindruck vom Toshiba KIRA ist durchweg positiv: Sehr viel Metall als Gehäusematerial und die dank des dünnen Rahmens um das Display kompakten Ausmaße (eher vergleichbar mit 12-Zoll-Notebooks) lassen ein sehr robustes Grundgerüst entstehen. Die leicht vertiefte Tastatur schützt vor den bekannten "Tastaturabdrücken" auf dem Display und auch anschlussseitig gibt es mit drei USB-3.0-Ports, einem UHD-tauglichen HDMI-Ausgang, SD-Card-Reader sowie Mikrofon-Kopfhörer-Kombisteckplatz nichts zu beklagen. Lediglich ein LAN-Adapter im Lieferumfang wäre für den Einsatz im Arbeitsumfeld noch wünschenswert gewesen.

Im Inneren gibt es gehobene "Ultrabook-Standardkost": Ein Intel Core i7-4500U (Dual-Core-Prozessor, 1,8 GHz) samt integrierter Intel HD 4400-Grafik zusammen mit 8 GB RAM und einer 256 GB großen SSD an seiner Seite. Zwar werden PC-Spielern damit keine Träume im mobilen Bereich erfüllt, dank heutzutage weitverbreiteter Hardwarebeschleunigung (DirectCompute, OpenCL, Intel Quick Sync Video etc.) in diversen Multimedia-Programmen reicht die Leistung für die meisten Anwendungen aus. Full HD-Videos lassen sich, auch mit einigen Effekten und Filtern, noch flüssig schneiden und auch RAW-Bilder von der Spiegelreflex- oder kompakten Systemkamera schnell bearbeiten und exportieren.

Guter Allrounder mit Detailschwächen

Das hochauflösende Display lässt bei der Bearbeitung von Bildern und Videomaterial auch die Beurteilung feiner Details zu - pixelzählen war gestern. Soweit, so gut. Leider ist die Blickwinkelstabilität des Displays arg eingeschränkt. Zwar kippen Farben nicht gänzlich über (wie bei günstigen TN-Panelen üblich), jedoch bekommt das Bild bereits ab etwa 20-30° seitlicher Betrachtung einen merklichen Grauschleier, womöglich ist hier das Touch-Panel mit Schuld.

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Auch das Touchpad kann leider nicht mit der Genauigkeit der guten Tastatur mithalten und erschwert damit pixel-genaue Präzisionsarbeiten an Bildern, Grafiken und Videomaterial. Ebenfalls nachteilhaft ist die Positionierung des Lufteinlasses für den Prozessorkühler: Auf den Beinen liegend wird der Lufteinlass schnell komplett verschlossen, der Lüfter dreht dementsprechend immer höher und das Notebook macht, auf dem Schoß liegend, schlussendlich unnötig laut auf sich aufmerksam.

Auch der Verzicht auf ein platzsparendes Steckernetzteil erscheint uns, in Hinblick auf die sonst erstklassige Kompaktheit, erneut wenig konsequent. Schlussendlich ist das [[ASIN:B00JB2BNHC|Toshiba KIRA]] derzeit einfach zu teuer. Nicht aufgrund mangelnder Ausstattung oder Leistung, sondern aufgrund vieler kleinerer Fehler, die den Alltag professioneller Anwender jedoch nicht minder stark einschränken können.


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