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Huawei TalkBank B1: Smartband mit Headset-Funktion im Test

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Mit jeder Messe wird uns mal wieder aufs Auge gedrückt, dass Wearables wie Smartbands und Smartwatches der aktuelle Trend sind und keiner mehr ohne auskommen kann. So zumindest die Theorie. Völlig unvoreingenommen haben wir uns deswegen einmal an das Huawei TalkBand B1 gewagt, welches bereits im Februar zum Mobile World Congress vorgestellt wurde und als kleines Extra zudem eine Headset-Funktion mit sich bringt, um das Telefon gänzlich in der Tasche zu lassen.

Ausstattung

Wie in der Einleitung angedeutet, handelt es sich beim TalkBand B1 um ein Smartband, also ein schlaues Armband. Zur Darstellung von Informationen nutzt es ein 1,4 Zoll großes Curved OLED-Display, das aber nur über eine Schwarz-Weiß-Anzeige verfügt. Die Funktionen reichen vom essentiellen Schritte zählen über die Vermessung des eigenen Schlafes bis hin zum Gebrauch als Headset, indem man das kleine Gerät aus seinem Band herausnimmt.

Das Huawei TalkBand B1 soll insbesondere mit dem MediaPad X1 sehr gut arbeiten

Verbunden wird es mit Smartphones über Bluetooth 3.0 – das hat den Vorteil, dass es mit Smartphones ab Android 4.0 und iOS 5 kompatibel ist, arbeitet dafür aber nicht so sparsam wie Bluetooth 4.0 Low Energy. Als Energiespeicher dient ein 90 mAh Akku, der verglichen mit Smartphones geradezu winzig wirkt, der direkt über das Armband aufgeladen werden kann. Für eine schnelle Kopplung zwischen Smartphone und TalkBand sorgt zudem ein NFC-Chip.

Nutzung im Alltag

Zu Beginn vorweg gleich der wichtigste Punkt: Das TalkBand B1 lässt sich wirklich angenehm tragen und fühlt sich dem Namen entsprechend eher wie ein größeres Armband an. Für europäische Kunden bietet man extra eine Version mit längerem Band an, die selbst für größere Gelenke noch wunderbar passen sollte. Was uns fehlt ist jedoch eine Lasche am Armband, da so das überstehende Ende immer unnötig herumbaumelt. Allerdings empfiehlt es sich das Band normal fest zu machen, da sich durch das Schütteln des Armes die Zeit anzeigen lässt – was in der Praxis nicht immer auf Anhieb funktionierte.

Die App zeigt Statistiken für Wochen, Monate oder den jeweiligen Tag an, gepaart mit einer kleinen Auswertung der Daten

Abseits davon erfüllt das TalkBand seine Aufgaben jedoch ohne Mängel. Die Schritte werden zuverlässig gezählt, zudem ist es wassergeschützt nach IP57 und übersteht dadurch auch problemlos einen kurzen Gang in den Pool oder einen See oder auch einfach nur Leute, die besonders viel schwitzen. Die Messung des Schlafverhaltens kommt auch ungefähr hin, auch wenn zu beachten ist, dass die Daten dafür vermutlich über Körperbewegung und Lautstärke erhoben werden und demnach nicht vollkommen akkurat sein können. Dadurch kommen über die Zeit interessante Statistiken zustande, die jedoch auch manchmal schnell unterbrochen werden, da man ab und zu das unauffällige Armband nach dem Aufladen des Akkus vergisst.

Zusätzlich kann eine Tagesansicht für Schlaf oder Schritte einzeln ausgewählt und genauer betrachtet werden

Das Aufladen geht dafür sehr schnell und einfach, da das Band einfach in einen freien USB-Anschluss gesteckt wird. Auch die App macht einen aufgeräumten Eindruck und fasst alle wichtigen Informationen praktisch zusammen, zudem erlaubt sie ein einfaches Update der Firmware auf dem TalkBand. Leider hat es aber auch seine negativen Seiten, zum Beispiel ist der Akku oftmals recht überraschend leer, da man aufgrund des Akkusymbols denkt, dass er doch noch ein paar Stunden durchhält. Weiterhin ist das Display in der prallen Sonne kaum lesbar, hier muss man sich kurz ein schattiges Plätzchen suchen um die Zeit zu erfahren. Der wohl größte Minuspunkt ist jedoch das Headset: Obwohl drei Ohrstücke mitgeliefert werden scheitert es an der Größe unseres Hörorgans, denn das kleine Stück will einfach nicht halten und ist damit nicht nutzbar. Immerhin bleibt unterm Strich eine Laufzeit von fünf Tagen.

Fazit und Empfehlung

Was bleibt also am Ende des Tages zum [[ASIN:B00KR6230M|Huawei TalkBand B1]] zu sagen? Alles in allem ist das TalkBand auf jeden Fall ein cooles Gadget – gerade wer sich für seine eigenen Daten wie die gelaufenen Schritte oder die Nachtruhe interessiert könnte seinen Spaß damit haben. Zudem ist es mit 26 Gramm nicht ansatzweise so klobig wie eine große Smartwatch. Leute mit kleinen Ohren können es zudem als Bluetooth Headset nutzen.

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Auf der anderen Seite stehen jedoch die veraltete Bluetooth-Version und die fehlende Lasche am Armband, die den Eindruck etwas trüben. Ob ein solches Spielzeug den Preis von aktuell 115 Euro (Stand 08.10.2014) wert ist muss jeder für sich selbst entscheiden, unter Berücksichtigung der Contra-Punkte schauen wir jedoch eher einem verbesserten Nachfolger entgegen.


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