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Powerbanks: Mobile Lebensspender für Smartphones und Tablets im Test

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Powerbank, Battery Pack, Zusatz-, externer oder USB-Akku - die Bezeichnungen gehen weit auseinander, am Ende geht es jedoch immer um das Selbe: Externe Akkus mit USB-Anschluss, um auch unterwegs das eigene Smartphone, Tablet oder alle anderen möglichen Geräte mit Micro-USB- oder Apples Lighting-Eingang zu laden. Der Markt ist in den letzten zwei Jahren regelrecht explodiert und hat, neben hunderten verschiedenen Modellen, auch schwarze Schafe hervorgebracht.

Tipp der Redaktion:
Sie suchen eine passende Powerbank zum Smartphone oder Tablet? Hier geht es zur Bestenliste für Powerbanks mit stündlich aktualisiertem Preis/Leistungs-Index!

Wir haben uns 22 verschiedene Powerbanks geschnappt - von 10 bis etwa 80 Euro sowie 2.000 bis 13.000 mAh Nennkapazität. Mit dabei sind Topseller von EasyAcc (ein Unternehmen, welches u.a. Amazon mit seinen Powerbanks dominiert), Premiumprodukte von Innergie, erste Gehversuche im Zubehörbereich von etablierten Herstellern wie ADATA und PNY sowie bisher eher unbekannter Anbieter wie Xoro, PowerAdd und Co.

Testverfahren und Bewertungskriterien

Alle Akkus werden vor Testbeginn dreimal komplett ent- und wieder beladen. Alle Messungen bezüglich Spannung, Strom und Kapazität erfolgen mit dem [[ASIN:B00LZ07BG0|Portapow Premium USB-Monitor]]. Als konstanter Verbraucher dienen in unserem Testumfeld ein (1 Ampere Entladestrom) respektive zwei (2 Ampere Entladestrom) dimmbare LED-Streifen mit USB-Anschluss. Der Entladestrom liegt bei 950 mA ±70 mA (Tests mit 1 A Entladestrom) und 1.920 mA ±100 mA (Tests mit 2 A Entladestrom), sofern offiziell von der Powerbank unterstützt.

22 Powerbanks aus 2014 im VergleichNeben Ausstattungsmerkmalen (beigelegte USB-Kabel und Schutzhüllen für die Powerbank) fließen die Effizienz (Quotient aus maximal entnehmbarer und zu ladender Energie in Wattstunden), die Energiedichte (Wattstunden je Gramm), Ladedauer (genauer: der durchschnittliche Ladestrom) sowie die Einhaltung von Standards (4,65 bis 5,25 Volt Spannung im Falle von USB) in das Endergebnis ein.

Etikettenschwindel? Über Nenn- und Nutzleistung 

Ein positiver Trend: Praktisch jeder Hersteller legt mindestens ein USB-zu-Micro-USB-Kabel bei, Schutzhüllen oder gar Ladegeräte sind jedoch nur in Einzelfällen anzutreffen. Weniger erfreulich: Ausschließlich ADATA gibt auf der Verpackung sowohl die Nenn- als auch Nutzleistung an. Der Unterschied?

Die Nennleistung (Brutto) beschreibt lediglich die vom verbauten Akku maximal aufnehmbare Energie. Um die Akkuzellen vor Schäden (insb. Tiefenentladung) zu schützen und eine ausreichend hohe Spannung zu liefern, werden Akkuzellen jedoch nie vollständig entladen und (im Falle von Qualitätsprodukten) auch nicht bis zum absoluten Maximum beladen. Die Nutzleistung (Netto) entspricht also weitaus eher der real zur Verfügung stehenden Leistung. Bei ADATAs PV100 konnten wir diese Angabe zu hervorragenden 97 Prozent reproduzieren.

Ergebnisse und Kaufempfehlung

[[CHAR:14_powerbank|22]]

Anmerkung: Um eine bessere Übersichtlichkeit zu gewährleisten, werden nur neue sowie ältere Produkte (auf welche Bezug genommen wird) angezeigt. Eine komplette Übersicht aller getesteten Powerbanks entnehmen Sie bitte unserer Rangliste.

Jetzt auch in vielen bunten Farben: Die Innergie PocketCell-Serie [Bildmaterial: Innergie/Delta]Wie nicht anders zu erwarten ergibt sich bei Powerbanks ein ähnliches Bild wie bei Speicherprodukten: Je höher die Kapazität, desto geringer wird potentiell der zu zahlende Preis pro Wattstunde. Hochwertige Gehäusematerialien wie Aluminium, moderne Controller und Schutzschaltungen heben die "Fixkosten" zusätzlich an. Einer der wenigen empfehlenswerten Powerbanks in der Klasse bis 3.000 mAh heißt [[ASIN:B00JKNQFV6|Innergie PocketCell]], mit einem Preis von knapp 30 Euro liegt man jedoch auch bereits in stattlichen Regionen. Dafür liegt die Energieeffizienz im oberen Mittelfeld und die Ladedauer fällt mit unter 3,5 Stunden sehr kurz aus.

Sehr leicht und schnell zu beladen: ADATA PV100 [Bildmaterial: ADATA]Sowohl aus Preis/Leistungs-Sicht als auch angesichts der sonstigen Messwerte bekommt man mit der [[ASIN:B00HZ941TK|ADATA PV100]] das, unserer Meinung nach, derzeit beste Rundumpaket. Die 4.200 mAh (Brutto, ca. 2.800 mAh Netto) reichen für gut zwei Ladungen eines üblichen Smartphones oder für ein mittelgroßes Tablet/Phablet. Die gerade einmal 112 Gramm Eigengewicht sorgen für eine hohe Energiedichte, die runde Formgebung lässt die PV100 auch schnell in der Hosentasche verschwinden. Die Energieeffizienz liegt mit über 74 Prozent im absoluten Spitzenfeld und die übliche Ladedauer ist mit unter vier Stunden ebenfalls ausgezeichnet.

Aluminiumgehäuse und viel Kapazität fürs Geld: EasyAcc Premium 8.200 mAh [Bildmaterial: EasyAcc]In der Klasse der größten Powerbanks (über 6.000 mAh Nennkapazität) tummeln sich viele Newcomer, angesichts der sehr werbewirksamen mAh-Angaben auch wenig verwunderlich. Umso erfreulicher ist hier das Ergebnis, dass sich unter den von uns getesteten "Amazon-Topsellern" kein wirklich schwarzes Schaf befindet. Anker, EasyAcc, RAVpower und PowerAdd: Alle Hersteller erreichen sehr gute 86,0 bis 90,5 Prozent der Nennkapazität und halten auch den im USB-Standard vorgesehenen Spannungsbereich vorbildlich ein. Da die Akkuzellen hier auch das Gesamtgewicht dominieren, verwundern auch die durchweg sehr hohen Energiedichten nicht.

Das Aussieben beginnt hier eher bei Themen wie der Energieeffizienz (RAVpower erreicht beispielsweise nur 61 Prozent, auch erhitzt sich der Akku stark bei 2 Ampere Entladestrom) sowie der Verarbeitungsqualität. Unsere Empfehlung heißen [[ASIN:B00KNSQ2EM|EasyAcc Premium]] und [[ASIN:B00J93R7XM|PowerAdd Pilot 2GS]]. Nicht nur äußerlich sehen sich beide Produkte sehr ähnlich, auch die Messwerte liegen auf gleichbleibend hohem Niveau und die Preise sind mit 20 bis 25 Euro (Stand: 29.10.2014) überaus fair.

 [[YT:Dw369N1qJoQ]]


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