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USB-Powerbanks - Test und Marktüberblick 2017/2018

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Gerade einmal anderthalb Jahre ist unser letzter Marktüberblick von USB-Powerbanks her, auch bekannt als USB-Akkus oder USB-Powerpacks. In der Zwischenzeit hat sich erfreulich viel geändert: Der moderne USB-C-Anschluss findet immer stärker Verbreitung und auch Schnellladetechnologien wie Power Delivery und Qualcomm Quick Charge sind längst keine Ausnahmen mehr.

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Nicht weniger als 60 Modelle mit einem Preis zwischen 9 und 90 Euro haben wir für diesen Marktüberblick unter die Lupe genommen. Mit dabei sind sowohl bekannte Anbieter wie Anker, Aukey und EasyAcc als auch bisher weniger bekannte Unternehmen wie Blitzwolf, Xlayer, Xtorm und Zendure. Für eine bessere Übersichtlichkeit beschränkt sich das Diagramm und der Text nur auf unsere Highlights, alle Messergebnisse und Testkandidaten finden Sie unter powerbank.guru.

Ergebnisse und Kaufempfehlung

Im folgenden, interaktiven Diagramm sind Powerbanks mit einer Ladung (lt. Hersteller) von unter respektive über 10.000 mAh farblich getrennt. Grün hervorgehoben sind Modelle mit Unterstützung von USB-C Power Delivery. Details zum Testablauf entnehmen Sie bitte dem entsprechenden Wissensartikel.

[[CHAR:14_powerbank|1,32,38,40,43,46,48-53,55,57,60,62-65,67]]

Wie nicht anders zu erwarten ergibt sich bei Powerbanks ein ähnliches Bild wie bei Speicherprodukten: Je höher die Kapazität, desto geringer wird für gewöhnlich der zu zahlende Preis pro Wattstunde. Hochwertige Metallgehäuse, moderne Controller und Schutzschaltungen heben die Fixkosten zusätzlich an.

Blitzwolf 6.700 mAh und Aukey PB-Y8 (5.000 mAh)

Entsprechend erfreulich ist es, dass es auch bei kleinen USB-Akkus spannende Neuvorstellungen wie die [[ASIN:B01LZV9EWU|Aukey PB-Y8 (5.000 mAh)]] gibt. Als erste, reine USB-C-Powerbank (ein USB-C-Anschluss zum be- und entladen) eignet sich die Aukey PB-Y8 jedoch nur für Nutzer mit einem modernen Smartphone. 3 Stunden Ladezeit und 3 A Entladestrom können sich in dieser Klasse zweifelsohne sehen lassen.

Sowohl mit USB-C-Ein/Ausgang als auch einem klassischen USB-A-Ausgang ausgestattet ist das Modell von [[ASIN:B071D561D1|Blitzwolf (6.700 mAh)]] für derzeit 19 Euro. Die Ladezeit fällt mit 2,9 Stunden kurz aus und wie auch Aukey setzt man auf ein hochwertiges Metallgehäuse.

Aukey PB-Y12 (10.050 mAh) und Anker PowerCore II (10.000 mAh)

In der beliebten Klasse um 10.000 mAh haben wir ebenfalls zwei Favoriten. Die [[ASIN:B072MH1434|Anker PowerCore II (10.000 mAh)]] ist ein rundum solides Produkt zum fairen Preis von aktuell 26 Euro. Ein microUSB-Eingang, ein USB-A-Ausgang, eine Ladezeit von nur 3,4 Stunden und eine sehr hohe Energieeffizienz von 79 Prozent lassen wenig Spielraum für Verbesserungen.

Einzig und allein beim Gehäuse ginge vielleicht noch etwas. Statt Kunststoff setzt abermals Aukey mit einem Metallgehäuse Akzente und verbaut in der [[ASIN:B072QKT9CJ|Aukey PB-Y12 (10.050 mAh)]] zudem einen USB-C-Ein/Ausgang. Mit einer Ladezeit von 3,8 Stunden und einer Energieeffizienz von 73 Prozent kommt man nicht ganz an Anker heran, für Besitzer eines Smartphones oder Tablets mit USB-C-Anschluss ist Aukeys PB-Y12 trotzdem die praktischere Wahl.

EasyAcc 16750 mAh

Im Mittelfeld um 16.000 mAh hat EasyAcc ein sehr spannendes Modell im Angebot. Die [[ASIN:B071454JFF|EasyAcc MS16750]] kostet 37 Euro und verfügt über gleich 2 Eingänge zum Laden: Einmal USB-C, einmal microUSB. Wer beide Anschlüsse zeitgleich nutzt, kommt auf eine Ladezeit von vier Stunden, mit nur einem Anschluss auf acht Stunden. Leider ist der USB-C-Anschluss nicht als Ausgang verwendbar.

Beinahe doppelt so teuer, aber auch in einem deutlich hochwertigeren Gehäuse, mit USB-C-Ein/Ausgang und der Unterstützung von Qualcomm Quick Charge 3.0 kommt die [[ASIN:B071454JFF|Xtorm XB202 Discover (17.000 mAh)]] daher. Einziger Nachteil, neben dem hohen Preis, ist die vergleichsweise lange Ladedauer von 7,4 Stunden.

Xlayer Plus Macbook und Anker PowerCore+ PD: 2 Powerbanks mit USB-C Power Delivery

Eine sehr spannende Neuerung bei sehr hohen Kapazitäten ist die Unterstützung von USB-C Power Delivery, der offiziellen Schnellladetechnologie für USB-Anschlüsse. Bis zu 100 Watt (20 Volt, 5 Ampere) lassen sich in der Theorie übertragen und erste Notebooks wie das Dell XPS 13 (9360) oder MacBook Pro (2017) machen bereits Gebraucht davon – wenn auch nicht mit 100 Watt.

Anker hat die [[ASIN:B072MH1434|PowerCore+ PD (26.800 mAh)]] für 75 Euro im Angebot, die immerhin 30 Watt am USB-C-Ausgang zur Verfügung stellt. Zu wenig für einige Notebooks: Das Dell XPS 13 lädt erst ab 45 Watt am USB-C-Anschluss. Nichts desto trotz eine spannende Akku-Erweiterung für ausgewählte Notebooks.

Wer auf Nummer sicher gehen will oder einfach nur die derzeit beste Powerbank sucht, greift zur [[ASIN:B0763MSQMY|Xlayer Plus MacBook (20.100 mAh)]] für knapp 90 Euro. Entgegen des Namens lassen sich auch andere Notebooks laden, dank Power Delivery 4.0 mit 45 Watt sogar das Dell XPS 13. Fast noch beeindruckender: Power Delivery steht auch zum Laden der Powerbank bereit und erlaubt eine Ladezeit von nur 3,3 Stunden – Rekord für ein 20.000-mAh-Modell. Garniert mit einer Energieeffizienz von exzellenten 81 Prozent reicht das für den Testsieg.

Aktualisierung 11.02.2018: Die nachträglich getestete [[ASIN:B0776P46R3|dodocool DP13]] scheint baugleich zur Xlayer Plus MacBook, kostet jedoch nur 60 statt 90 Euro. Die Unterschiede in den Messwerten (±1 Prozent) liegen im Bereich der Chargenstreuung.


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