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SD-Speicherkarten - Marktüberblick 2020 mit 70 Modellen im Test

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Viele Jahre dominierten SanDisk und Lexar den Markt für Speicherkarten, insbesondere professionelle Fotografen und Filmer setzten fast ausnahmslos auf eine der oder gleich beide Marken. Zwar gibt es schon länger qualitativ hochwertige Alternativen, nun wird es aber auch im Bereich Preis/Leistung spannend.

Die besten SDXC-Speicherkarten 2020

Für den diesjährigen Marktüberblick haben wir 70 SDHC- und SDXC-Speicherkarten getestet – neben SanDisk und Lexar sind auch neue Modelle von Angelbird, Delkin, Kingston, Kioxia und ProGrade hinzubekommen. Dazu gesellen sich viele alte Bekannte und Bestseller der letzten Jahre.

Informationen zum Testverfahren finden Sie im Wissensbereich auf speicherkarten.guru.

Testergebnisse und Kaufempfehlung

Im folgenden Diagramme ist, der Übersichtlichkeit halber, nur eine Auswahl der 70 getesteten SD-Speicherkarten zu finden. Eine Übersicht aller getesteten SD-Speicherkarten ist hier verfügbar, detaillierte Messwerte für eine Vielzahl an Kameras hier.

[[CHAR:18_sdxc|6,11-12,42,57,60,62-64,67-72,74-79]]

Oberklasse (UHS-II)

Am engen Spitzenfeld gut abzulesen: UHS-II ist am Limit seiner Möglichkeiten angekommen, UHS-III und SDexpress stehen vor der Tür. Acht Hersteller sind mit ihren aktuellen Topmodellen dabei und die Unterschiede sind, gemittelt über diverse Kameras und Kartenleser, minimal. Auch für Videoaufnahmen ist die Geschwindigkeitsklasse V90 zum Quasi-Standard in der Oberklasse avanciert.

Spannender wird es schon beim Preis: Pro Gigabyte kosten die meisten UHS-II-Topmodelle zwischen 1,2 und 1,5 Euro je Gigabyte. Mit einer Ausnahme: Die neue [[ASIN:B08586LXN3|Canvas React Plus]] von Kingston kommt derzeit auf gerade einmal 70 Cent je Gigabyte und das sogar inklusive eines passenden Kartenlesers. Da das Kingston-Modell zugleich Platz 1 im Test innehält, versteht sich die Kaufempfehlung der Redaktion fast schon von selbst.

Mittelklasse

Im Mittelfeld ist wenig passiert, wirklich spannend sind vor allem die etwas langsameren UHS-II-Modelle. Warum? UHS-II-Kartenleser sind mittlerweile für unter 10 Euro zu bekommen und selbst wer nicht häufig lange Bildserien aufnimmt freut sich, wenn die Datensicherung am PC oder Notebook flotter vonstattengeht.

Hervorzuheben ist, wie schon 2019, die [[MMID:2623674|Lexar Professional 1667x]]. Die Schreibgeschwindigkeit ist auf respektive leicht über dem Niveau der schnellsten UHS-I-Speicherkarten, die Lesegeschwindigkeit mit 250 MiB/s nur minimal unter dem der schnellsten Topmodelle. Das alles für nur etwa 30 Cent je Gigabyte. Ebenfalls empfehlenswert ist die [[ASIN:B07TDNPXV1|ProGrade 250 MB/s]], die in modernen UHS-II-Kameras bis zu 30% schneller als das Lexar-Modell ist und mit 50 Cent pro Gigabyte günstig für ein UHS-II-Modell.

Nicht empfehlenswert sind nach unseren Tests „übertaktete“ UHS-I-Speicherkarten, in der Tabelle grün dargestellt. Offizielle unterstützt der Standard maximal 104 MB/s, SanDisk und Kingston bieten jedoch auch Modelle mit bis zu 170 MB/s an. Das Problem: Die Geschwindigkeit lässt sich nur in passenden Lesegeräten der jeweiligen Hersteller erreichen. Ohne diese Unterstützung waren die Karten im Test oft sogar etwas langsamer als ihre Vorgänger (SanDisk Extreme Pro 170 MB/s vs. 95 MB/s) oder günstigeren Schwestermodelle (Kingston Go! Plus vs. Select Plus)

Einsteiger (UHS-I)

Für jede Regel gibt es eine Ausnahme: Zwar spielt die [[MMID:2513191|SanDisk Extreme 150 MB/s]] die beworbene Lesegeschwindigkeit ebenfalls nur in speziellen Kartenlesegeräten aus, aber selbst mit normalen Kartenlesern getestet bietet SanDisk hier ein durchaus faires Preis-/Leistungs-Verhältnis. 

Langsame oder gar Noname-Speicherkarten lohnen sich schon viele Jahre nicht mehr, außer es geht darum die letzten zwei, drei Euro zu sparen. Unser Tipp: Die [[ASIN:B07YGZQ4DM|Kingston Canvas Select Plus]] kostete gerade einmal 13 Cent pro Gigabyte, ist im Test auf dem Niveau langjähriger Bestseller wie der SanDisk Extreme Pro 95 MB/s und damit deutlich flotter als die üblichen Einsteigermodelle.