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Vanguard Skyborne 51 - DSLR-Kamerarucksack im Test

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Jeder mit einer DSLR-kamera und mehr als einem kleinen Kit-Objektiv kennt das Problem. Will man einmal die ganze, oder zumindest große Teile, der Ausrüstung mit außer Haus nehmen kommt man mit normalen Rucksäcken schnell an Kapazitätsgrenzen und vor allem ist der Stauraum alles andere als optimal. Deshalb ist ein guter Fotorucksack mindestens genauso wichtig wie das was in ihm stecken soll.

Verarbeitung

Bevor ich den [[ASIN:B004CFW85Y|Vanguard Skyborne 51]] verwendet habe, hat mir mein Lowepro Vertex 100 AW etwa zwei Jahr lang treue Dienste geleistet und sieht eigentlich immer noch aus wie am ersten Tag. Dementsprechend waren die Ansprüche an den Vanguard und nach den ersten Unternehmungen würde ich es dem Rucksack auch zutrauen. Genaueres wird natürlich erst die zeit zeigen können, grundlegend ist aber alles gut verarbeitet worden, die Nähte sehen sauber gemacht und stabil aus.

Ich warte noch auf ein paar Regenfälle um die Regentauglichkeit zu testen, erwarte aber eigentlich keine schlechten Ergebnisse.

Raumkonzept

An dieser Stelle gibt es dann leider etwas zu bemängeln. Der Lowepro Vertex 100 AW ist im Gegensatz zum Vanguard Skyborne 51 ein reinrassiger Fotorucksack mit einer Raumaufteilung und Konfigurierbarkeit die seines gleichen sucht. Hier kann der Vanguard leider nicht einmal ansatzweise mithalten. "Schuld" daran ist das obere Staufach für Kleidung oder ähnliche Dinge, welches die Nutzkapazität für Foto- und Videoausrüstung stark reduziert.

Noch dazu ist die Unterseite des Rucksacks sehr dünn und nicht als stoßfest zu bezeichnen. Jeder gröbere Gegenstand am Boden würde kaum gedämpft die unten liegende Ausrüstung treffen. Der Lowepro war hier wesentlich massiver. Deswegen habe ich mich dafür entschieden noch eine der größeren Zwischenwände nach unten zu packen und den Zwischenraum mit etwas Dämmmaterial auszufüllen. So ist nun auch die Unterseite wesentlich stoßfester, die Nutzkapazität reduziert sich aber weiter. So weit, das ich gerade noch 'all meine Ausrüstung unter bekommen habe. Dazu gehören

Auch mein 12"-Notebook ließe sich noch problemlos unterbringen, jedoch finde ich die Positionierung an der Außenseite des Rucksacks etwas unangebracht. Sehr gelungen dagegen ist der Seitliche Eingriff zum Kamera-Fach. So hat man einen sehr schnellen und direkten Zugriff auf die Kamera samt montiertem Objektiv. Sehr wichtiger Vorteil gegenüber dem Lowepro: Die 550D passt samt Battery-Grip in den Rucksack, beim Lowepro fehlte es etwas an Höhe.

Ein sehr nettes Extra ist noch die "Handytasche" für den Schulterträger. Sicherlich ist er für Smartphones gänzlich unbrauchbar, jedoch ideal für GPS-Tracker geeignet.

Über den Extra-Stauraum über dem Kamera-Fach kann man sich streiten. So ist der Skyborne 51 eine halbgare Mischung als Tracking- und Foto-Rucksack - in dem von Beidem dann doch irgendwie zu wenig hinein passt.

Fazit

Abschließend lässt sich vielleicht sagen, der [[ASIN:B004CFW85Y|Vanguard Skyborne 51]] ist sicherlich kein Alleskönner und es bestehen noch Optimierungsmöglichkeiten. Der untere Stauraum für die DSLR-Ausrüstung sollte etwa 5 cm höher ausfallen und der Boden verstärkt werden. Da in den "oberen Abteil" eh kaum Sachen hinein passen wäre der Platzverlust an dieser Stelle zu verschmerzen.

An der Verarbeitung und dem sonstigen Funktionsumfang lässt sich jedoch nicht viel aussetzen.


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