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Nikon COOLPIX P310 - Kompaktkamera mit guter Bildqualität im Test

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Mit 16 Megapixeln und einem sehr lichtstarken 4,2-fach Zoom-Objektiv richtet sich die neue Nikon COOLPIX P310 weniger an Hobbyfotografen, zumindest nicht an jene, die bei der Auswahl ihrer neuen Kamera nur auf Zahlen und möglichst viele Kreativmodi achten. Vielmehr probiert Nikon mit dem Nachfolger der P300 wieder einmal ambitionierte Hobbyfotografen und Profis auf der Suche nach einer günstigen „immer-dabei“-Kamera zu überzeugen. Gelingt das Vorhaben?

Verarbeitung und Bedienung

Im Verglich zum Vorgänger hat sich das Äußere nicht großartig verändert. Entfernt wirkt die [[ASIN:B0071L3L6G|COOLPIX P310]] wie eine verkleinerte Version der neuen [[ASIN:B005NFW19A|Nikon 1]], Nikon´s erster Systemkamera. Die P310 liegt gut in der Hand, besonders die Rückseite ist äußerst griffig, rutschfest und bietet dem Daumen guten halt. Das Äußere besteht zu großen Teilen aus Plastik, aufgrund der guten Verarbeitung sowie kleiner Spaltmaße fällt dies jedoch nicht allzu stark ins Gewicht. Auch muss man beachten, dass die P310 mit grob 275 Euro eher im mittleren Preisbereich anzusiedeln ist.Nikon COOLPIX P310 Die Knöpfe und Einstellräder sind sauber montiert und rasten ordentlich ein. Im Gegensatz zur zuvor getesteten Nikon P7100 bietet die P310 weit weniger Bedienelemente, was der Handhabung jedoch entgegen kommt und dem Käufer weit weniger Einarbeitungszeit abverlangt. Nun gibt es „nur noch“ einen frei belegbaren Knopf („Fn“), ein Modus-Wahlrad und ein Einstellungs-Wahlrad die in ihrer Funktion selbsterklärend sind. Viel mehr als ein paar Stunden sind kaum nötig um sich mit den gröbsten Möglichkeiten der Kamera bekannt zu machen.

Bildqualität

Leider fallen der einfachen Bedienung auch einige Einstellungen zum Opfer. So unterstützt die Nikon P310 beispielsweise keine Aufnahmen im Rohdaten-Format, bei Nikon .NEF. Dies ist insofern schade, dass die P310 bei uns einen sehr positiven Eindruck im Bereich Bildqualität hinterlassen hat, jedoch teilweise der interne Rauschfilter etwas zu kräftig zu Werke ging und einige Details "verschluckte". Zwar lässt sich der Rauschfilter (NR - Noise Reduction) im Menü konfigurieren (NR+ = Stark; NR = Normal; NR- = Schwach). Eine Möglichkeit dies manuell anhand der Rohdaten am PC zu machen wäre mehr als wünschenswert gewesen, auch wenn der Modus "NR-" besonders bei wenig Licht schon ein sehr angenehmes Rauschen, welches recht grobkörnig ausfällt, produziert und sich so auch schon gut für Ausdrucke eignet.

[[VTYT:Nikon P310|NNf5KrVG830]]

Auch sonst können besonders im Dunklen die Ergebnisse der kleinen Nikon überzeugen – zumindest auf dem Niveau einer Kompaktkamera. Dies ist vor allem dem sehr lichtstarken Objektiv der P310 zu verdanken, aber auch der moderne Sensor dürfte ihr positiv beitragen.Testbild der Nikon COOLPIX P310 Der verbaute Monitor liefert auch unterwegs eine gute Kontrolle der aufgenommen Bilder. Die Helligkeit ist, außer im direkten Sonnenlicht, ausreichend hoch und die Bildschärfe sehr gut. Farben und Kontraste werden ebenfalls sehr neutral wiedergeben – sehr gut!

Videomodus

Eine ja nahezu unscheinbare Stärke der P310 ist ihr FullHD-Videomodus. Zwar kann die kleine Kompaktkamera nicht die cineastischen Tiefenunschärfe-Effekte ihrer großen DSLR-Brüder erreichen, die Bildschärfe im allgemeinen und die Leistung bei wenig Licht sind jedoch auf sehr hohem Niveau. Bis auf das eingebaute Mikrofon steht dem Filmvergnügen hier nicht viel im Wege. Letzteres wird auch nur dann zum Problem, wenn sehr laute Umgebungsgeräusche oder viel Wind vorhanden sind. Zur Veranschaulichung haben wir hier unser Making-of Video von der CeBIT 2012 eingebunden, welches fast ausschließlich mit der P310 gedreht wurde.

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Fazit

Die [[ASIN:B0071L3L6G|Nikon COOLPIX P310]] ist eine äußerst interessante Kamera. Sie bietet eine gute bis sehr gute Bildqualität im Bereich Foto, eine sehr gute Videoqualität (für eine Kompaktkamera) und 'all das in Kombination mit einer einfachen Bedienung in sehr kompakten, ja Hosentaschen-tauglichen, Abmaßen.

Der 16 Megapixel Sensor passt gut zu dem lichtstarken Objektiv und liefert auch im Dunklen noch gute Ergebnisse. Einzig der nicht vorhandene RAW-Modus trübt den sonst sehr guten Gesamteindruck. Zum Preis von rund 275 Euro für ambitionierte Hobbyfotografen oder DSLR-Profis auf der Suche nach einer guten „immer dabei“-Kamera ein echter Kauftip.


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