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Crucial SSD P1 - Mehr Leistung fürs Geld geht nicht!

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QLC oder Quad-Level-Cell: Noch ist NAND-Flash, der 4 bit pro Zelle speichert, selten anzutreffen. Zumindest im Vergleich zu 2 (MLC) und 3 bit (TLC) pro Zelle. Crucial stattet als einer der ersten Hersteller Massenprodukte mit dem neuen Speicher aus und gibt den Kostenvorteil direkt an die Kunden weiter. Heraus kommt eine M.2-SSD, die alle anderen in den Schatten stellt.

Wie auch bei vorherigen Wechseln zu "mehr bit pro Zelle" bringt auch QLC eine geringere Haltbarkeit mit sich. Crucial gibt für die P1 fünf Jahre Garantie sowie, in der von uns getesteten 1-TB-Version, eine minimale Schreibleistung von 200 TBW an. Das entspricht 109 GB pro Tag, bezogen auf die 5 Jahre Garantiezeitraum. Erfahrungen und Tests aus der Vergangenheit zeigen auch, das in der Praxis problemlos ein Vielfaches erreicht wird, bevor die Speicherzellen das Zeitliche segnen.

 

Crucial NVMe-SSD P1 (1 TB) und BX500 (960 GB)

Die Crucial P1 ist nicht nur eine der ersten QLC-NAND-SSDs, sondern auch Crucials erste M.2-NVMe-SSD für Endkunden. Da klar auf Preis/Leistung getrimmt, verzichtet Crucial auf teure und wenig sinnvolle Extras wie einen Kühlkörper. Die M.2-SSD im Formfaktor 2280 setzt in Sachen Hardware auf den 4-Kanal-Controller SM2263EN von Silicon Motion, der von bis zu 2 GB RAM unterstützt wird.

Ebenfalls mit QLC-Speicher, jedoch klassischer SATA-Schnittstelle kommt die BX500 daher. Die BX500 wird zudem ausschließlich im 2,5"-Formfaktor vermarktet und richtet sich damit primär an Besitzer älterer PCs und Notebooks, die auf eine schnelle SSD aufrüsten wollen.

Testergebnisse und Fazit

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[[ASIN:B07J2Q4SWZ|Crucials P1]] kann zweifelsohne nicht mit den derzeit besten M.2-SSDs mithalten, sei es beim Kopieren von Daten oder bei komplexeren Anwendungstests. Auf der anderen Seite ist die P1 deutlich flotter als die schnellste SATA-SSD, kostet weniger als letztere und nur etwa ein Drittel so viel wie eine Samsung 970 Pro. Kurzum: Wer ein NVMe-fähiges Mainboard besitzt und auf die maximal mögliche Leistung verzichten kann, findet in der Crucial P1 die SSD mit dem derzeit besten Preis/Leistungs-Verhältnis. Mit Abstand!

Nicht nur andere Hersteller haben es schwer gegen die P1, auch Crucial kann mit der [[ASIN:B07KLD9333|BX500]] kein attraktives Gegenstück bieten – sofern denn ein M.2-Slot vorhanden ist. Die BX500 kostet im Handel 5-10% weniger als die P1, ist je nach Test jedoch auch bis zu 3x langsamer als selbige. Dennoch sind knapp 10 ct/GB beinahe rekkordverdächtig und machen die BX500 unter anderem als (schnellen) Langzeitspeicher interessant.

Anhang: Testsystem und Testprogramme

Um auf repräsentative als auch reproduzierbare Ergebnisse zu kommen, nutzen wir verschiedenen Programmen für synthetische Tests als auch für Tests die dem realen Alltag entsprechen. Um Limitierungen durch das Testsystem vorzubeugen, setzten wir auf eine moderne Testplattform auf AMD Ryzen-Basis. Synthetische Tests ermitteln die reinen Leistungswerte unter zumeist Idealbedingungen (Schreib-, Lese, und Kopiergeschwindigkeit, IOPS, Zugriffszeiten), geben jedoch oft keine sichere Auskunft über das Verhalten im Alltag.

Dafür sind unsere Alltagstests gedacht. PCMark 7 Professional und PCMark 8 Professional ermöglichen reproduzierbare Tests von Alltagsanwendungen wie dem Windows Defender (Virenscanner), Adobe Creative Produkten (Photoshop, Indesign Illustrator), Microsoft Office Produkten (Word, Excel PowerPoint) und erzeugt typischen Belastungen wie sie beim Importieren von Bildern und Musik, beim Schneiden von Videos oder dem Start von Programmen und Spielen vorkommen. Unser hauseigener ValueTech DriveBench schreibt und liest insgesamt 10 GB auf und wieder von den SSDs, dabei ist der Test in zwei Bereiche unterteilt:

  1. Musik und Fotos: 4,46 GB (1.239 Dateien in 61 Ordnern). Die Dateigröße reicht von ca. 1 MB großen JPEG-Bildern, über 5-10 MB große MP3-Dateien bis hin zu etwa 100 MB großen Bildern im TIFF-Format
  2. Video: 6,07 GB (13 Dateien in 3 Ordnern). Die Dateigröße reicht von etwa 100 MB bis zu 2 GB.

Das dafür benutzte Kommandozeilen-Programm Robocopy liefert dabei nahezu identische Werte wie das Kopieren/Ausschneiden und Einfügen unter Windows.