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ZTE Blade V7 Lite: Günstiges Smartphone mit Alu-Gehäuse

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Der chinesische ZTE-Konzern versucht in Deutschland mit neuen Smartphones weiter Fuß zu fassen. Der frisch gebackene Sponsor des Fußball-Bundesligisten Borussia Mönchengladbach hat das ZTE Blade V7 und ZTE Blade V7 Lite auf den Markt gebracht. Unsere Redaktion hat das kleinere ZTE Blade V7 Lite getestet.

ZTE Blade V7 Lite

Das ZTE Blade V7 heimste ja schon einige gute Kritiken ein und konnte dabei mit einem günstigen Preis von 249 Euro (UVP) sowie mit seinem wertigen und schön designten Alu-Gehäuse punkten. Das ZTE Blade V7 Lite ist mit einer UVP von 169 Euro sogar noch günstiger, aber nicht minder gut verarbeitet und liegt mit seinen abgerundeten Kanten gut in der Hand.

ZTE Blade V7 Lite

Im Unterschied zum größeren Bruder ZTE Blade V7 verfügt das ZTE Blade V7 Lite über einen Fingerabdruck-Sensor. Leider liegt dieser etwas ungünstig auf der Rückseite des Smartphones, erfasst den Fingerabdruck des Nutzers aber zuverlässig. Außerdem kann man bis zu fünf Abdrücke abspeichern und so jedem einzelnen Finger einer Hand eine bestimmte Funktion zuweisen, wie z.B. dem Ringfinger das Anrufen der Ehefrau.

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Wie bei den meisten Smartphones findet man den Audio-Stecker für Stereo-Headsets an der Oberseite des ZTE Blade V7 Lite. Rechts befinden sich der An-/Aus-Knopf sowie der Slot für eine Nano-SIM und eine microSD. Alternativ kann statt der Speicherkarte auch eine zweite Nano-SIM eingeschoben werden, wodurch das ZTE Blade V7 Lite zum Dual-SIM-Smartphone mutiert. Die Lautstärkewippe ist leider auf der linken Gehäuseseite untergebracht, was bei der Nutzung des ZTE Blade V7 Lite als Navi-Ersatz im Auto nicht sonderlich praktisch ist.

Leistung

Als Betriebssystem kommt beim ZTE Blade V7 Lite Android in der aktuellen Version 6.0 (Marshmallow) zum Einsatz. Darüber hat ZTE seine selbst entwickelte MiFavor-Benutzeroberfläche gelegt, d.h. alle Apps sind auf den Homescreens zu finden. Übersicht schafft man sich mit Hilfe von Ordnern.

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Angetrieben wird das ZTE Blade V7 Lite von einem MediaTek MT6735P mit vier Kernen und einer Taktung von nur einem GHz. Diese Leistung reicht im Normalbetrieb völlig aus, aber beim Spielen leistet sich das Smartphone aus China doch den einen oder anderen kleinen Aussetzer. Auch die Messergebnisse verschiedener Benchmarks zeigen, dass der MediaTek-SoC für diese Preisklasse typisch langsam ist und selbst zwei Jahre alte Einsteiger-Smartphones wie das Motorola Moto E (2014) nicht immer hinter sich lassen kann.

Multimedia

Völlig ausreichend für die Bedienung des ZTE Blade V7 Lite ist sein Display mit einer Diagonalen von fünf Zoll und HD-Auflösung. Dies entspricht einer Pixeldichte von 294 ppi. Beim Spielen wirkt das IPS-Panel manchmal etwas zu milchig und muss im Freien schon auf 100 Prozent Helligkeit hochgestellt werden, um einwandfrei ablesbar zu sein. Da gibt es in der Preisklasse sicherlich bessere Bildschirme.

ZTE Blade V7 Benchmark Tests

Der Akku des ZTE Blade V7 Lite hat mit 2.500 mAh eine klassenübliche Größe und ist aufgrund der Unibody-Bauweise leider nicht manuell tauschbar. Da das Smartphone aus China über ein relativ dunkles Display und einen nicht allzu schnellen Prozessor verfügt, erreicht es im Praxistest einen Wert von 190 Minuten Sprechzeit und 430 Stunden Laufzeit im Stand-by. Im Internet surft das ZTE Blade V7 Lite via LTE Kategorie 4 mit bis zu 150 Mbit/s im Download und 50 Mbit/s im Upload, und zwar bei Bedarf auch auf der zweiten Nano-SIM.

ZTE Blade V7 Lite

Die Hauptkamera des ZTE Blade V7 Lite schießt Bilder mit einer maximalen Auflösung von 13 Megapixeln und verfügt über einen Autofokus sowie ein LED-Blitzlicht. Bis auf ein paar Unschärfen am Bildrand gehen die Fotos des ZTE Blade V7 Lite für diese Preisklasse denn auch in Ordnung. Etwas schwach auf der Brust ist hingegen die Zwei-Megapixel-Selfie-Kamera. Dies gilt auch für die mitgelieferten Kopfhörer und die integrierten Lautsprecher.

Fazit

Trotz der UVP von nur 169 Euro ist das [[ASIN:B01D0I0N3C|ZTE Blade V7 Lite]] kein Billig-Smartphone. Insbesondere die Verarbeitung ist besser als bei vielen Konkurrenten in dieser Preisklasse und steht der des großen Bruders ZTE Blade V7 in nichts nach. Darüber hinaus bietet das kleinere ZTE Blade V7 Lite einen flexibel einsetzbaren und gut funktionierenden Fingerabdruck-Scanner, der in dieser Preisklasse bei weitem keine Selbstverständlichkeit ist.

ZTE Blade V7 Lite

Gut ist auch die Flexibilität des ZTE Blade V7 Lite, das bei Bedarf zum Dual-SIM-Smartphone wird und auf beiden SIM-Karten via LTE surfen kann. Bei einem derart niedrigen Preis muss man andererseits natürlich mit ein paar Schwächen leben. Dazu gehören die Selfie-Kamera sowie die Musikwiedergabe. Die SoC des ZTE Blade V7 Lite ist nicht die Schnellste, ist angesichts der guten Ausstattung aber gerade noch akzeptabel.


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