ValueTech
Technik. Einfach. Verstehen.

Archos 50f Helium Lite - Günstiges Einsteiger-Smartphone oder einfach nur billig?

|

Mit dem 50f Helium Lite hat der Hersteller Archos ein Smartphone auf den Markt gebracht, das nur 129,99 Euro (UVP) kostet, aber trotzdem über einen Fingerabdruck-Sensor und Dual-SIM verfügt. Welche Kompromisse man dabei eingegangen ist, klärt unser Test.

Highlight des Archos 50f Helium ist sein Fingerabdruck-Scanner (rechts)

Der Fingerabdruck-Sensor befindet sich auf der Rückseite des Archos 50f Helium Lite. Damit ist er zwar nicht optimalerweise im Sichtbereich des Nutzers platziert, entriegelt das Display aber zuverlässig. Auch die Einrichtung geht flott vonstatten. Nur bei verschmutzten oder nassen Fingern hat der Scanner des Archos 50f Helium Lite so seine Probleme – aber vor diesem Problem sind selbst teure Oberklassen-Smartphones nicht gefeit.

Ansonsten kann man das Design des Archos 50f Helium Lite als altbacken, aber funktional bezeichnen. Das Kunststoffgehäuse ist zwar nicht allzu hochwertig, aber gut verarbeitet.

Leistung

Mittlerweile gehen ja selbst in der Mittelklasse einige Hersteller dazu über, die Akkus fest zu verbauen. Archos macht diese Mode Gott sei Dank nicht mit und ermöglicht den manuellen Tausch des 2.000 mAh Energiespeichers. Die maximale Sprechzeit von zehn Stunden und die maximale Stand-by-Laufzeit von 400 Stunden sind allerdings im unteren Bereich angesiedelt.

Dem günstigen Preis geschuldet ist auch der recht langsame Prozessor. Der Qualcomm Snapdragon 210 läuft auf vier Kernen und mit gerade mal 1,1 GHz getaktet. Der äußerst knapp bemessene Arbeitsspeicher (1 GB) sorgt zudem dafür, dass viele anspruchsvollere Grafik-Tests gar nicht erst starten oder falls doch, das Archos 50f Helium Lite eher schlecht abschneidet.

[[CHAR:14_phone|11,16,21-23,55,59-60,64,77,79-81,82§E81123]]

Android 6.0.1 ist zwar nicht das neueste Betriebssystem, wird bei unserem Probanden aber bis auf ein paar Archos-eigene Apps in Reinform angeboten. Zudem ist das Archos 50f Helium Lite äußerst flexibel. So bietet es Platz für zwei SIM-Karten, wobei das heutzutage nur noch selten gebräuchliche Micro-SIM-Format zum Einsatz kommt. Die Sprachqualität ist allerdings recht bescheiden.

Der Akku des Archos 50f Helium Lite kann manuell getauscht werden

Neben den beiden SIM-Kartenplätzen liegt ein Slot für eine bis zu 32 GB große microSD-Speicherkarte. Eine Speicherkarte sollte man auch auf jeden Fall dazukaufen, da der interne Speicher mit lediglich acht GB wenig Platz für Bilder, Musik oder gar Videos lässt.

Multimedia

Das fünf Zoll große Display bietet HD-Auflösung (1.280 x 720 Pixel). Dadurch ergibt sich eine Pixeldichte von 294 ppi, was im Normalbetrieb völlig ausreicht. Bei Spielen sieht das schon anders aus, zumal der Bildschirm des Archos 50f Helium Lite verhältnismäßig langsam auf Druckimpulse reagiert.

Das Archos 50f Helium Lite kann via LTE mit theoretisch bis zu 150 MBit/s im Download und 50 MBit/s im Upload surfen und auch in der Praxis sind im Düsseldorfer Vodafone-Netz bis zu 66 MBit/s im Download und 31 MBit/s im Upload drin. Schade nur, dass LTE nur auf der SIM 1 anliegt, währen die zweite SIM-Karte sich mit dem deutlich langsameren EDGE-Standard begnügen muss.

Archos 50f Helium Lite: Tagaufnahme mit deutlichen Unschärfen

Neben dem Sound ist sicherlich das Fotografieren die Schwachstelle des Archos 50f Helium Lite. Allerdings muss man sagen, dass das bei den meisten Smartphones dieser Preisklasse der Fall ist. Die Hauptkamera schießt Fotos mit maximal acht Megapixeln, die mit Unschärfen zu kämpfen haben. Dafür entpuppt sich das LED-Blitzlicht als ausreichend hell.

Die Selfie-Kamera des Archos 50f Helium Lite hat Probleme mit der Belichtung

Allenfalls für Schappschüsse taugt die Zwei-MP-Kamera auf der Vorderseite des Archos 50f Helium Lite. Die Selfie-Kamera hat zudem Probleme mit der richtigen Belichtung.

Fazit und Empfehlung

Das Archos 50f Helium Lite kostet gerade mal 129,99 Euro (UVP) und wird kurz nach dem Marktstart zu diesem Preis auch online gehandelt. Damit ist es zurzeit eines der günstigsten Smartphones mit einem gut funktionierenden Fingerabdruck-Scanner. Ein weiteres Highlight ist die Dual-SIM-Funktion, wobei allerdings nur die SIM 1 im schnellen LTE-Standard surfen kann.

[[YT:cP9-inN7Wgk]]

Wer ein günstiges Smartphone erwirbt, muss naturgemäß mit ein paar Mängeln leben. So lassen insbesondere Sound und Kamera zu wünschen übrig und auch die Sprachqualität dürfte gern besser sein. Der Prozessor des Archos 50f Helium Lite ist relativ langsam, kommt im Normalbetrieb jedoch gut zurecht. Deutlich flotter aber ohne Fingerabdruck-Sensor geht es mit dem [[ASIN:B01BCMKEXW|Microsoft Lumia 650]], etwas edler aber nur unwesentlich schneller mit dem ZTE Blade v7 Lite.


Kommentare