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Acer Liquid Z6 Plus - Teures Mittelklasse-Smartphone mit großem Akku im Test

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Acer hat seine Liquid-Smartphone-Reihe um das Acer Liquid Z6 Plus erweitert. Mit einer UVP von 300 Euro bewegt Acer sich bereits in der gehobenen Mittelklasse. Ein Teil der verbauten Hardware, allem voran der Prozessor, wirkt dafür etwas zu klein gewählt. Hervorzuheben ist da schon eher der riesige Akku mit 4.080 mAh Kapazität, als auch das Unibody-Gehäuse aus Aluminium.

Highlight des Acer Liquid Z6 Plus ist der 4.080-mAh-Akku

Alles wirkt tadellos verarbeitet. Selbstverständlich in dieser Preisklasse ist der Fingerabdruck-Scanner, der von Acer ergonomisch günstig unterhalb des Displays platziert wurde und den Bildschirm zuverlässig entriegelt. Die integrierten Lautsprecher liegen hingegen leider auf der Gehäuseunterseite. Zwar ist ihr Sound klar, aber beim Spielen im Querformat werden sie gern unabsichtlich verdeckt.

Leistung und Akkulaufzeit

Mit dem Liquid Z630, Z630S und Zest Plus hat Acer ja schon einige Smartphones mit extragroßem Akku auf den Markt gebracht. Diese Tradition führt das Acer Liquid Z6 Plus nahtlos fort. Die Kapazität von 4.080 mAh reicht laut Hersteller für bis zu drei Tage Laufzeit. In der Praxis sind eher zwei Tage möglich, was aber auch immer noch mehr ist, als die meisten Smartphones zu bieten haben.

Die Hauptkamera des Acer Liquid Z6 Plus löst mit 13 Megapixeln auf

Robust und praktisch ist der Multi-Karten-Slot des Acer Liquid Z6 Plus, der bei Bedarf entweder eine Nano-SIM und eine microSD-Speicherkarte oder alternativ zwei Nano-SIM-Karten aufnehmen kann. Die meisten Nutzer des Acer Liquid Z6 Plus dürften sich wohl mit der zweiten Variante anfreunden, denn der interne Speicher fällt mit 32 GB, in den meisten Fällen, doch ausreichend groß aus.

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Als Prozessor kommt beim Acer Liquid Z6 Plus ein MediaTek 6753 mit vier Kernen und einer Taktung von 1,5 GHz zum Einsatz. Wie diverse Benchmark-Testergebnisse zeigen, kann sich Acer damit selten von Konkurrenzmodellen absetzen, die knapp die Hälfte kosten. Das Sony Xperia XA schafft es so z.B. 25 (CPU) bis 60 Prozent (Grafik) schneller zu rechnen – und das für aktuell 100 Euro weniger.

Multimedia

Das IPS-Display des Acer Liquid Z6 Plus misst in der Diagonalen 5,5 Zoll und bietet Full-HD-Auflösung. Damit liegt die Pixeldichte bei guten 401 ppi. Ab und an hat unser Testgerät allerdings Probleme mit der Anpassung der Helligkeit an die Umgebung.

In puncto Internet bietet Acer Klassenübliches: Auf beiden SIM-Karten sind theoretisch Download-Raten von maximal 150 und Upload-Raten von bis zu 50 MBit/s möglich. Beim Praxistest im Düsseldorfer LTE-Netz von Vodafone schaffen wir respektable 67 MBit/s im Download und 31 MBit/s im Upload.

Manchmal werden Fotos der Hauptkamera des Acer Liquid Z6 Plus leicht milchig

Die Hauptkamera des Acer Liquid Z6 Plus löst mit 13 Megapixeln auf. Nominell ist das keine schlechte Auflösung, aber in der Praxis hat unser Testgerät mit leichten Unschärfen zu kämpfen.

Selfie des Acer Liquid Z6 Plus: Nicht frei von Unschärfen, aber brauchbar

Auch die Vier-Megapixel-Selfie-Kamera stellt Konturen nicht immer klar dar, schießt aber im Großen und Ganzen brauchbare Bilder.

Fazit und Empfehlung

Wer Wert auf einen großen Akku legt, kann mit dem [[ASIN:B01N4062XC|Acer Liquid Z6 Plus]] nicht viel falsch machen. Der Preis von 299 Euro (UVP) ist akzeptabel, vor allem wenn man die gute Ausstattung im Hinterkopf behält: 32 GB Speicherplatz, LTE mit Dual-SIM, ein gutes 5,5"-Display und ein Fingerabdruck-Scanner im gut verarbeiteten Unibody-Gehäuse können sich durchaus sehen lassen.

Das Gehäuse des Acer Liquid Z6 Plus ist solide verarbeitet

Auf der Kehrseite der Medaille: Die etwas dünnen Lautsprecher auf der Rückseite und die eher durchschnittlichen Kameras. Der größte Kritikpunkt des Acer Liquid Z6 Plus ist und bleibt aber die geringe Leistung des gewählten MediaTek-Prozessors, den man sonst eher von Smartphones im Preisbereich um 175 Euro her kennt.


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