ValueTech
Technik. Einfach. Verstehen.

Sony Xperia XA: Mittelklasse-Modell der neuen X-Serie im Test

|

Bislang war die Z-Serie die Oberklasse unter den Sony-Smartphones. Nun geht der Staffelstab an die X-Reihe über. Mit einer UVP von 299 Euro ist das neue Sony Xperia XA in der oberen Mittelklasse angesiedelt. Dem Preis entsprechend findet man eine gute Verarbeitung vor. Das Design des Sony Xperia XA ist, vor allem in der Version Grün/Gold, mutig und klassisch zugleich, bedient man sich doch der Formgestaltung des Flaggschiffs Xperia Z5.

[[YT:XZzjuwGSeNs]]

Von der Z-Reihe hat die X-Reihe leider nur teilweise das Prinzip der Staub- und Wasserdichtigkeit übernommen. Während das Flaggschiff Sony Xperia X dieses Feature aufweist, ist es beim Sony Xperia XA leider nicht vorhanden. Praktischerweise verbergen sich nur die Slots für Nano-SIM und microSD-Speicherkarte hinter einer Abdeckung, während Stereo-Headsets und USB-Ladekabel direkt in die dafür vorgesehenen Buchsen gesteckt werden können.

Weitere Design-Merkmale, die das Sony Xperia XA von der Z-Serie geerbt hat, sind der markante Power-Button und ein eigener Fotoauslöser, die intelligenterweise zusammen mit der Lautstärkewippe auf der rechten Gehäuseseite liegen. So kann man das Sony Xperia XA ohne Probleme in die Universal-Halterung an der Windschutzschreibe stecken und als Navigationsgerät nutzen.

Leistung

Selbst halb so teure Geräte, wie beispielsweise das erst kürzlich getestete ZTE Blade V7 Lite, bieten schon einen Fingerabdruck-Scanner. Dieses Sicherheitsmerkmal findet sich beim Sony Xperia XA leider nicht. Dafür ist von Anfang an das aktuelle Google-Betriebssystem Android 6.0 alias „Marshmellow“ an Bord, über das Sony eine schlanke selbst entwickelte Benutzeroberfläche gelegt hat. Apps für den Sony-Kundendienst, die Musikerkennung TrackID sowie die Playstation-App sind außerdem vorinstalliert.

[[CHAR:14_phone|5,8,11,16-17,21-23,53,55,59-61,65,70§FFF]]

In Sonys Mittelklasse-Smartphone kommt auch ein Mittelklasse-SoC zum EInsatz, genauer der Helios P10 von MediaTek. Dieser bietet vier Kerne und eine Taktung von 1,95 GHz und liefert eine ordentliche Leistung ab. Ordentliche 48.603 Punkte stehen im beliebten AnTuTu-Benchmark zu Buche, auch in allen anderen Tests braucht sich das Sony Xperia XA nicht vor der Mittelklasse anderer Hersteller zu verstecken. Das deutlich teurere Gigaset Me Pure deklassiert man sogar durchweg.

Der interne Speicher des Sony Xperia XA ist klassenübliche 16 GB groß. Darüber hinaus können microSD-Speicherkarten mit einer Kapazität von bis zu 200 GB eingelegt werden.

Multimedia

Einen guten Eindruck für diese Preisklasse hinterlässt das 5" HD-Display, das Sony mit seiner selbst entwickelten Bildverbesserungs-Software Mobile Bravia Engine 2 ausgestattet hat. Dank des ebenfalls verbauten Super-Vivid-Modus wirken vor allem Fotos und Videos schön kontrastreich und farbintensiv.

Sony Xperia XA: Video-Aufnahme in Full-HD

Das Sony Xperia XA ist mit Maßen von 144 x 69 x 7,9 mm und einem Gewicht von 139 g ausgesprochen handlich. Das liegt vor allem am relativ kleinen Akku, der eine Kapazität von 2.300 mAh aufweist. Trotzdem schafft es Sony eine ordentliche Akkulaufzeit zu realisieren. Im Praxistest kommt das Sony Xperia XA auf bis zu 200 Minuten Sprechzeit und 440 Stunden Laufzeit im Stand-by.

Sony Xperia XA: Beide Kameras mit Exmor RS Sensor

Via LTE schafft das Sony Xperia XA bis zu 150 MBit/s im Download und bis zu 50 MBit/s im Upload. Das ist in dieser Preisklasse völlig normal. Nicht normal ist hingegen die wirklich gute Hauptkamera des Android-Smartphones. So beträgt deren maximale Auflösung immerhin 13 Megapixel und wird durch Autofokus, LED-Blitzlicht und High Dynamic Range (HDR) unterstützt. Das Highlight ist aber der Exmor-RS-Bildsensor von Sony, den die Japaner ausschließlich in ihren Smartphone-Kameras verbauen. Selbst bei diffusen Lichtverhältnissen kommt das Sony Xperia XA ohne Blitzlicht aus, weil es das Restlicht konsequent verwerten kann.

Sony Xperia XA: Beide Kameras mit Exmor RS Sensor

Einen Exmor-RS-Sensor hat auch die Zweitkamera des Sony Xperia XA zu bieten. Während die maximale Auflösung von acht Megapixeln für die obere Mittelklasse normal ist, ist es ungewöhnlich, dass auch hier HDR zur Verfügung steht. Zudem sind Weitwinkel-Aufnahme von bis zu 88 Grad möglich.

Traditionell bieten Sony-Smartphones auch einen ordentlichen Sound – so auch das Sony Xperia XA. Serienmäßig an Bord sind die Sound-Verbesserung Clear Audio+, diverse Presets Surround-Sound und eine Dynamik-Normalisierung. Während die serienmäßigen Headsets dieses Potenzial gut ausschöpfen, fallen die integrierten Lautsprecher etwas ab.

Fazit

In der hart umkämpften oberen Smartphone-Mittelklasse wird das [[ASIN:B01BU29N36|Sony Xperia XA]] sicherlich seine Käufer finden. Dazu tragen vor allem das extravagante Design, die gute Verarbeitung und die Wasser- und Staubdichtigkeit bei. Ein Sonderlob hat Sony für die beiden Kameras des Sony Xperia XA verdient, die einen sehr guten Bildsensor und sogar beide HDR aufweisen.

Das Sony Xperia XA ist in drei Farbvarianten erhältlich [Bildmaterial: Sony]

Das Sony Xperia XA hat natürlich auch Schattenseiten. So zeigt sich der Prozessor im Normalbetrieb solide, ist für sehr anspruchsvolle Spiele aber etwas zu langsam. Schade ist auch, dass die integrierten Lautsprecher die gute Ausstattung für die Musikwiedergabe nur unzureichend ausschöpfen. Ein Display in Full-HD-Auflösung wäre ebenfalls wünschenswert in der 250-Euro-Klasse, gleiches gilt für einen Fingerabdruck-Scanner.


Kommentare