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Gigaset GS160: Einsteiger-Smartphone mit Fingerabdruck-Scanner im Test

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Mit den drei Modellen der Me-Reihe wagte Gigaset den Sprung in den Smartphone-Markt. Nun hat das deutsche Unternehmen nachgelegt und tritt mit dem Gigaset GS160 in der Einsteigerklasse an. Leider verzichtet man erneut auf eine aktuelle Android-Version.

Ein Gigaset für die untere Mittelklasse: Das Gigaset GS160

Nur 149 Euro (UVP) kostet das Gigaset GS160. Insofern darf man nicht das schön designte Gehäuse der Gigaset-Me-Smartphones, aber doch eine gute Verarbeitungsqualität erwarten. In der Tat wird der Neuling den Ansprüchen gerecht und präsent sich in einer soliden Hartschale.

Auf der Rückseite des Gigaset GS160 findet sich ein Fingerabdruck-Scanner. Das sorgt natürlich für zusätzlichen Schutz vor unbefugten Zugriffen, aber allzu zuverlässig ist der Scanner nicht. Das liegt aber weniger am Scanner selbst als vielmehr am lahmen Prozessor des Gigaset GS160.

Leistung

Bei der CPU hat Gigaset leider den Rotstift angesetzt. Der Quad-Core-Prozessor von MediaTek ist mit nur 1,3 GHz getaktet und wird von lediglich einem GB RAM unterstützt. Dementsprechend langsam öffnen sich nicht nur Spiele, sondern auch ganz normale Anwendungen wie z.B. die Galerie-App. Die unterdurchschnittlichen Benchmark-Testergebnisse bestätigen diesen Eindruck:

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Ein halbes Lob gilt dem Betriebssystem: Zwar kann Android 6.0 mittlerweile als veraltet berzeichnet werden, auf dem Gigaset GS160 ist es jedoch in Reinform installiert. Hinzu kommen nur ein paar Gigaset-Apps. Die Erfahrung der Vergangenheit zeigt jedoch leider auch, dass es Gigaset bisher nicht für nötig hält Updates für seine Smartphones bereitzustellen. Das Me Pure und Me Pro wurden so z.B. einfach von der Hersteller-Webseite entfernt. Wer auf Android 7 hofft, sollte also lieber einen großen Bogen um das GS160 machen.

Das Gehäuse des Gigaset GS160 ist stabil verarbeitet

Positiv ist auch, dass man zwei Micro-SIM-Karten in das Gigaset GS160 einführen kann. Darüber hinaus ist der mit 16 GB angemessen große interne Speicher mit Hilfe einer microSD um bis zu 128 GB erweiterbar.

Multimedia

Das Display des Gigaset GS160 misst fünf Zoll in der Diagonalen und bietet lediglich HD-Auflösung, während andere Geräte in dieser Preisklasse schon mit Full-HD-Displays aufwarten können. Nichtsdestotrotz lässt sich der Bildschirm dank Glasfront für ein Einsteiger-Smartphone ausgesprochen gut ablesen. Ein Helligkeitssensor ist – wie in dieser Preisklasse üblich – nicht an Bord.

Als praktisch erweist sich, dass beide SIM-Karten im Gigaset GS160 den schnellen Internet-Standard LTE mit theoretischen Download-Geschwindigkeiten von bis zu 150 und Upload-Geschwindigkeiten von bis zu 50 MBit/s unterstützen. Beim Praxistest in Düsseldorf kamen wir mit einer freundlicherweise von Vodafone gesponserten Testkarte auf bis zu 53 MBit/s im Download und 19 MBit/s im Upload – kein schlechtes Ergebnis.

Die Hauptkamera des Gigaset GS160 schießt für diese Preisklasse ungewöhnlich scharfe Bilder

Die Hauptkamera des Gigaset GS160 löst mit 13 Megapixeln auf und schießt bis auf ein Grundrauschen recht gute Fotos (siehe oben). Ein LED-Blitz, Autofokus und HDR gehören ebenfalls zur Ausstattung. Die zweite Kamera löst nur mit fünf Megapixeln auf und weist schon ein paar Unschärfen auf:

Die Selfie-Kamera des Gigaset GS160 ist durchaus brauchbar

Für den Preis von 149 Euro (UVP) kann sich der Sound des Gigaset GS160 durchaus hören lassen. Auch die Sprachqualität ist – typisch für diesen Hersteller – gut ausgeprägt.

Fazit und Empfehlung

Das Gigaset GS160 ist kein schlechter Kauf, denn es bietet eine wertige Verarbeitung, eine gute Sprachqualität, Dual-SIM mit LTE auf beiden Karten und eine ordentliche Hauptkamera. Darüber hinaus wird als Betriebssystem Android in Reinform verwendet.

Trotz seines günstigen Preises verfügt das Gigaset GS160 über einen Fingerabdruck-Scanner

Andererseits muss sich das Gigaset GS160 im umkämpften Einsteigermarkt gegen etablierte Konkurrenz behaupten. So bietet z.B. das Honor 5C für zehn Euro mehr ein Full-HD- statt eines HD-Displays. Der große Schwachpunkt des Gigaset GS160 ist jedoch mit Sicherheit der langsame Prozessor.


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