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LG G7 Fit - Ex-Oberklasse-SoC trifft Quad-HD-Display für 200 Euro

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Das LG G7 Fit bietet ein 6,1 Zoll großes Display mit höher Quad-HD-Auflösung und ein wertiges Glasgehäuse. Trotzdem kostet es nur 249 Euro (UVP). Was das Android-Smartphone der Mittelklasse in der Praxis leistet, zeigt unser Test.

Das LG G7 Fit verfügt über ein hochwertiges Glasgehäuse und ein Quad-HD-Display

Das Gehäuse des LG G7 Fit besteht nicht, wie sonst in dieser Preisklasse üblich, aus Kunststoff oder Metall, sondern aus hochwertigem Glas. Das hat allerdings den Nachteil, dass es blitzschnell von wenig ansehnlichen Fingerabdrücken übersät ist. Das 7,9 mm dünne und 160 g leichte Smartphone liegt gut in der Hand. Positiv ist auch, dass das LG G7 Fit wasser- und staubdicht ist und dabei sogar die IP68-Norm und den US-Militärstandard MIL-STD-810 erfüllt.

Der präzise arbeitende Fingerabdruck-Scanner liegt ergonomisch günstig auf der Rückseite des LG G7 Fit, etwa einen Zentimeter von der Hauptkamera entfernt. Alternativ kann man das koreanische Smartphone per Gesichtserkennung entsperren.

Die Laut/Leise-Tasten sind auf der linken Seite des LG G7 Fit platziert

Ein Display wie das des LG G7 Fit findet man in dieser Preisklasse selten. Der 6,1 Zoll große Bildschirm ist mit 1.000 cd/m² extrem hell und bietet eine Auflösung von stattlichen 3.120 x 1.440 Pixeln. Das entspricht einer hohen Pixeldichte von 563 ppi. Alternativ kann man in den Einstellungen statt der vollen Auflösung auch 2.340 x 1.080 oder 1.560 x 720 Pixel einstellen, um Energie zu sparen. Allerdings muss dafür das LG G7 Fit neu gestartet werden.

Leistung und Android

Als Prozessor kommt ein Qualcomm Snapdragon 821 zum Einsatz. Dieser ist mit einem Takt von bis zu 2,4 GHz vergleichsweise flott unterwegs, hat baer bereits gut drei Jahre auf dem Buckel. Immerhin gehörte der Snapdragon 821 zur absoluten Oberklasse und erzielt in unseren Benchmark-Tests ordentliche Mittelklasse-Werte im Bereich eines Honor Play.

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Der Arbeitsspeicher des LG G7 Fit ist vier GB groß. Der interne Speicher misst 32 GB. Das ist recht normal für diese Preisklasse. Zusätzlich kann man eine bis zu 2 TB große microSDXC-Speicherkarte einlegen, wenn man auf eine zweite Nano-SIM verzichtet.

Unser Testexemplar des LG G7 Fit lief noch mit dem Google-Betriebssystem Android 8.1 (Oreo), aber ein Update auf das neuere Android 9 (Pie) soll nachgereicht werden. Auf Android hat LG seine eigene Benutzeroberfläche LG UX gesetzt, wodurch alle Apps auf den Homescreens platziert werden müssen. Daher empfiehlt es sich App-Ordner anzulegen, um die Übersichtlichkeit zu wahren.

Das Display des LG G7 Fit kann per rückseitig liegendem Fingerabdruck-Scanner oder Gesichtserkennung entsperrt werden

Der Akku hat eine Kapazität von lediglich 3.000 mAh, angesichts des hellen und hochauflösenden Displays sowie relativ schnellen Prozessors zu wenig. Laut Hersteller schafft das LG G7 Fit bis zu 320 Stunden Laufzeit im Stand-by-Modus und maximal 26 Stunden Sprechzeit. In der Praxis kommt das LG G7 Fit mit einer Akkuladung mit Mühe über den Tag, wenn man es auch zum Spielen benutzt.

Kamera und Ton

In puncto Sound zeigt das LG G7 Fit eine ordentliche Leistung. Mit seinem 32-Bit-DAC sorgt es für einen besseren Klang über Kopfhörer. An externen Lautsprechern kommt auf Wunsch zudem DTS:X-3D-Surround-Sound zum Einsatz.

Die Hauptkamera des LG G7 Fit verfügt nur über ein Objektiv mit einer maximalen Auflösung von 16 MP und einer relativ großen f/2.2-Blende. Bokeh-Aufnahmen sind also nicht möglich, was sonst viele Konkurrenten dank Dual-Kamera bieten. Die Qualität der Aufnahmen ist jedoch gut:

Das LG G7 Fit verfügt im Gegensatz zu den meisten Smartphones dieser Preisklasse nur über eine einfache Hauptkamera, die aber gute Fotos schießt

Hervorzuheben ist der relativ helle LED-Blitz, der Objekte in absoluter Dunkelheit erstrahlen lässt, wenn diese maximal einen Meter entfernt stehen:

Mit Hilfe des starken LED-Blitzlichts erstrahlt die Fortuna-Düsseldorf-Tasse auch im Dunklen

Die Frontkamera des LG G7 Fit löst mit nur acht MP auf und verfügt über eine f/1.9-Blende. Ein ebenso nettes wie praktisches Gimmick gerade bei Selfies ist die Sprachsteuerung. So kann man z.b. „cheese“ sagen und das Bild wird geschossen:

Die Frontkamera des LG G7 Fit löst mit acht MP auf und macht bei Tage eine gute Figur

Für Selfies im Dunklen hat das LG G7 Fit ein Display-Fotolicht, das sich in der Praxis als ausreichend hell entpuppt:

Obwohl das LG G7 Fit nur ein Display-Fotolicht für Selfies hat, leuchtet dieses bei Dunkelheit gut aus

Mobilfunk (LTE)

Bluetooth nach dem etwas älteren 4.2-Profil, NFC und GPS gehören zur Ausstattung des Mittelklasse-Smartphones. Das LG G7 Fit bietet zudem die Features WiFi Calling und Voice over LTE.

Das Smartphone aus Korea surft im Internet wieselflink via WLAN ac oder LTE. Via LTE sind laut Hersteller bis zu 1,2 GBit/s im Download und 150 MBit/s im Upload möglich. Im 4G-Netz von Vodafone in Düsseldorf schafft das LG G7 Fit bis zu 127 MBit/s im Download und 24 MBit/s im Upload.

Fazit und Empfehlung

Der absolute Pluspunkt des koreanischen Mittelklasse-Smartphones ist das ebenso hochauflösende wie helle Display, dessen Auflösung sogar in drei Stufen regelbar ist. Das Gehäuse besteht aus hochwertigem Glas und ist wasser- und staubdicht. Gefallen kann das [[ASIN:B07KMGKVFC|LG G7 Fit]] zudem in den Kategorien Sound und Speicher.

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Zu kritisieren ist natürlich zuallererst der zu kleine Akku sowie der Prozessor, der zwar schnell ist, aber beim Spielen zu Verzögerungen neigt. Abzüge gibt es auch für das veraltete Betriebssystem, aber bald schiebt LG ja ein Update nach.


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