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MicroSDHC - SanDisk Mobile Ultra und Flashraptor im Test

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Klein, kleiner, microSD - Wir wagen einen Blick in die Welt der kleinen Speicherkarten. Egal ob Kompaktkamera, MP3-Player, Smartphone oder Tablet: Immer häufiger sind die Winzlinge in unserem Alltag anzutreffen. Sechs Modelle von Flashraptor und SanDisk eröffnen die neue Testkategorie. Wer noch einmal ein paar Grundlagen rund um das Thema SD-, SDHC-, und SDXC-Karten erfahren/auffrischen will, dem empfehlen wir auch im ersten SD-Karten Test zu stöbern.

Speicherkarte gesucht? Hier geht's zur microSDHC-Rangliste

Flashraptor durften wir bereits beim letzten SD-Speicherkarten Test vor ein paar Tagen auf Valuetech.de willkommen heißen. Parallel zu den "normalen" SD-Speicherkarten hat uns Flashraptor auch vier microSDHC-Speicherkarten von 4 bis 32 GB Speicherkapazität für Tests zu Verfügung gestellt. Flashraptor ist ein deutsches Unternehmen, welches zwar die benötigten Bauteile aus Taiwan einkauft, die Endmontage findet jedoch hier in Deutschland statt. Trotz, oder gerade deswegen, will man Qualität zum günstigen Preis abliefern.

SanDisk präsentiert uns die neue Mobile Ultra Serie. Wir hatten bereits zur letztjährigen IFA die Chance mit Gerry Edwards von SanDisk über die neue Serie zu sprechen und können uns nun selber von der Qualität der Karten überzeugen. SanDisk zielt mit der Mobile Ultra vor allem auf Tablet-PCs als auch Smartphones ab - zurecht?

Was brauche Ich?

Hier muss man stark je nach geplanten Verwendungszweck unterscheiden. Eine hohe Lesegeschwindigkeit ist vor allem für das Auslesen der Daten am PC, aber auch für die Nutzung im Smartphone/Tablet wichtig. Besonders Letztere verwenden heute nahezu durchweg microSD-Speicherkarten  zum Betrieb des Gerätes und lassen sich teilweise auch ersetzen. So werden nicht nur Videos und Fotos auf der Karte gelagert, sondern auch das Betriebssystem von der Speicherkarte ausgeführt. Gesonderte Tests hierzu sind noch in Planung.SDHC/SDXC-Speicherkarten Test 09/2011Die Schreibgeschwindigkeit ist bei microSD-Speicherkarten eher weniger von Interesse. Bei der Verwendung in kleinen Kompaktkameras ist nicht mit dem Aufkommen von großen Datenmengen zu rechnen, denn diese Kameraklasse erreicht nur äußerst selten hohe Bildwiederholraten in Kombination mit großen Bildern. Lediglich bei der Verwendung in der DSLR- oder Systemkamera ist mit einem hohen Datenaufkommen zu rechnen. Der Sinn einer microSD-Karte samt Adapter in der DSLR wäre dabei, die Bilder elegant auf ein Tablet für Präsentationszwecke zu übertragen.

Smartphones und Tablets selbst erzeugen, auch bei der Ausführung des Betriebssystems selbst, keine außergewöhnlich hohen Ansprüche an die Schreibzugriffe. Denn wie auch beim heimischen PC oder Notebook werden wesentlich häufiger Daten gelesen als geschrieben.

Was und wie testen wir?

Kingston USB 3.0 Media Reader (FCR-HS3) - USB 3.0 Kartenlesegerät im Test 2011/08Wir wollen probieren etwas Licht in den Dschungel der Zahlen und Buchstaben zu bringen und zeigen, welche Speicherkarte wirklich etwas kann und ob die vermeintlich schnellen Karten auch wirklich schneller sind. Und natürlich: ist teurer auch besser?

Dazu haben wir auf unsere langjährige Erfahrung als Tester zurückgegriffen und auf verschiedenen Tests gesetzt. Die theoretische Grundlage bilden Tests der Lese- und Schreibrate mit vier USB 3.0 Kartenlesegeräten. Diese sollen das grundlegende Potential der Karten aufzeigen.

Darauf folgen Tests mit zwei DSLR-Kameras, namentlich der [[ASIN:B0037KM2IS|Canon EOS 550D]] sowie der [[ASIN:B007VLSRB0|Nikon D3200]]. Beide Kameras fotografieren 20 respektive 40 Bilder in Folge und wir stoppen die Zeit, die die Kameras zur Speicherung der Bilder benötigen (Gemessen wird die Differenz vom Aufleuchten bis zum Erlischen der "Speicher"-LED). Da jedes Bild eine unterschiedliche Größe aufweist, geben wir den Wert nicht in Bilder/Sekunde an, sondern beziehen die Zeit auf die Größe aller Fotos - somit ergeben sich, genau wie bei den Kartenlesern, Megabyte/Sekunde (MB/s).

Die Werte geben Auskunft darüber, wie gut die Karten ihre theoretische Leistung im realen Alltag umsetzen können. Als Anmerkung: Die Nikon D3200 unterstützt im Gegensatz zur Canon EOS 550D UHS-I Speicherkarten, deshalb sind entsprechende Modelle bei der D3200 oft weitaus schneller als die Konkurrenten, bei der EOS 550D können sie hingegen im Mittelfeld landen.

Zu beachten ist des weiteren, dass bisher nur wenige Kompaktkameras, Smartphones und Tablets einen Gewinn aus UHS-I fähigen Speicherkarten ziehen können.

Ergebnisse und Kaufempfehlung

[[CHAR:12_microSD|6]]

(Anmerkung: Um eine bessere Übersichtlichkeit zu gewährleisten, werden nur neue Produkte sowie ältere Produkte (auf welche Bezug genommen wird) angezeigt. Eine komplette Übersicht aller getesteten microSD-Speicherkarten entnehmen Sie bitte unserer Rangliste.) 

Flashraptor SDHC und microSDHC-SpeicherkartenFlashraptor's microSDHC-Serie hat uns sehr positiv überrascht. Die microSDHC-Speicherkarten liefern besonders beim Schreiben von Dateien eine sehr gute Leistung, aber auch beim Lesen müssen sich die größeren Modelle nicht verstecken. Das 32 GB Modell kommt, leider nicht von außen ersichtlich, bereits mit einem UHS-I fähigen Controller daher und liefert somit ein äußerst imposante Resultat ab. Die Leseleistung liegt auf dem Niveau von "45 MB/s"-Modellen der größeren SD-Speicherkarten, die Schreibleistung im Kartenleser immerhin noch auf dem Niveau "normaler" Class 10 SD-Karten. Auch die Leistung in der Kamera kann sich sehen lassen: Im aktuell noch kleinen Testfeld mühelos auf Platzt 1, würde es auch bei normalgroßen SD-Speicherkarten für einen Platz im oberen Mittelfeld reichen.

SanDisk Mobile Ultra microSDHC-Speicherkarte[[ASIN:B005FQLN0U|SanDisk´s Mobile Ultra]] Serie bietet leider nicht die Schreibleistung der Flashraptor Karten, dafür erreichen die Karten Lesend sehr hohe Datenraten und dies auch äußerst Konstant. Die Kombination aus ausreichender Schreibleistung und sehr guter Leseleistung ist ideal für den Einsatz in Kompaktkameras. Die Bilder landen schnell genug auf der Karte und noch wesentlich flinker auf dem heimischen PC oder Notebook. Der Einsatz in Smartphones ist problemlos möglich, SanDisk hat in diesem Bereich viel Validierungsarbeit betrieben und unter anderem eine Zertifizierung für Geräte auf Windows Phone 7 Basis erhalten.

Eine kleine Randnotiz zu den getesteten Modellen: Alle sechs Speicherkarten wurden von Haus aus mit einem microSD auf SD-Adapter geliefert. Wir hoffen die folgenden Testmodele werden diesen Trend beibehalten.

Wie immer noch der kurze Hinweis: Aufgrund sich täglich ändernder Preise gibt es an dieser Stelle kein Preis/Leistungs-Rating. Für aktuelle Kaufempfehlungen gibt es unsere microSDHC-Rangliste in Kooperation mit unserem Partner-Preisvergleich Schottenland.de.


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