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Tamron SP 150-600 mm Di VC USD G2 - Die verbesserte Neuauflage im Test

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Gutes kann man ruhig noch besser machen. Das dachte sich wohl auch der japanische Objektiv-Hersteller Tamron, bezüglich seines echten Überraschungshits 150-600 mm aus der Super Performance-Serie. Keine drei Jahre nach der Erstauflage spendiert man dem Neuling das frische SP-Design und auch an der Bildqualität sowie dem Bildstabilisator wurde kräftig geschraubt.

Tamron SP 150-600 mm f/5-6.3 Di VC USD G2

Äußerlich passt sich das Tamron SP 150-600 mm f/5-6.3 Di VC USD G2 (Modellnummer: A022) perfekt in die neue SP-Serie ein, wirkt zweifelsohne moderner als der Vorgänger und ist weiterhin gegen Staub und Spritzwasser abgedichtet. Dazu gibt es Zwei spannende Neuerungen: Der Zoom-Ring lässt sich bei jeder Brennweite bequem einrasten (Flex Zoom Lock) und die Stativschelle ist nun Arca Swiss-kompatibel. Einen passenden Stativkopf vorausgesetzt, lässt sich das Objektiv so auch ohne Schnellwechselplatte schnell montieren. Alternativ stehen natürlich auch weiterhin zwei Fassungen für 1/4"-Schrauben zur Verfügung.

Autofokus (USD) und Bildstabilisator (VC)

Die richtige Kamera und die richtigen Einstellungen vorausgesetzt arbeitet der Autofokus sehr flott und präzise, Geräusche sind ebenfalls kaum wahrzunehmen. Jedoch wird die sehr gute Naheinstellgrenze von 2,2 Metern (max. Abbildungsmaßstab 1:4 bei f = 600 mm) dem Tamron 150-600 mm G2 immer dann zum Verhängnis, wenn der Kamera-AF kurzfristig das Ziel aus den Augen verliert und anfängt über die gesamte Distanz zu suchen. Wer unter gleichbleibenden Bedingungen fotografiert kann jedoch den Fokusbereich auf 10 m bis ∞ begrenzen und damit wesentlich bessere Ergebnisse erzielen. Auch während der Autofokus aktiv ist kann der Fotograf jederzeit eingreifen und manuell nachfokussieren.

Tamron SP 150-600 mm f/5-6.3 Di VC USD G2 | Bildstabilisator im Modus 1 (li.) und Modus 3 bei 600 mm Brennweite und 1/50 s Belichtungszeit

Ein optischer Bildstabilisator ist bei sehr langen Brennweiten praktisch Pflicht, andernfalls wären Belichtungszeiten für ein scharfes Bild (unter ISO-800) nur im prallen Sonnenlicht möglich. Tamron spendiert dem Bildstabilisator nun drei Modi (1 = Standard, 2 = Mitzieher, 3 = keine Stabilisierung im Sucherbild) und verbessert die Leistung gegenüber dem Vorgänger deutlich. Selbst an hochauflösenden DSLR-Kameras wie der Canon EOS 5Ds R (50 Megapixel) sind bei 600 mm noch scharfe Bilder bei 1/100 Sekunde aus der Hand möglich. Wer auf die Stabilisierung des Sucherbilds verzichten kann, wird sogar mit ausgezeichneten 1/50 Sekunden belohnt.

Bildqualität

Die Bildschärfe wurde ebenfalls verbessert, vor allem am Bildrand zeigen sich zum Teil deutliche Verbesserungen gegenüber dem Vorgänger. Bei 150 mm macht das Tamron 150-600 mm G2 den größten Sprung (siehe Bild unterhalb), bei 600 mm ist der Unterschied zwar ebenfalls noch sichtbar, jedoch weniger offensichtlich. Im Bildzentrum gab es vor allem bei langen Brennweiten (600 mm) Verbesserungen in den Bereichen Kontrast wie Mikrokontrast.

Tamron SP 150-600 mm: Links das neue Modell (G2), rechts der Vorgänger | 150 mm; Bildrand

Verringert wurde die Naheinstellgrenze von 2,7 auf 2,2 Meter, bei 600 mm Brennweite resultiert dies in einem maximalen Abbildungsmaßstab von 1:4 und erfüllt damit bereits Ansätze der Makrofotografie.

Testbild Tamron SP 150-600 mm f/5-6.3 Di VC USD G2 + Canon EOS 5Ds R | 600 mm, f/6.3, 1/160 s, ISO-400

Das Bokeh - die "Schönheit des Hintergrunds" kann sich ebenfalls sehen lassen. Vor allem im Nahbereich zeichnet das Tamron SP 150-600 mm Di VC USD G2 einen sehr schön weichen Hintergrund. Nur bei sehr unruhigen Hintergründen (siehe Bild unterhalb) wird ein etwas zu harter Übergang sichtbar. Für ein Telezoom-Objektiv trotz alledem ein sehr gutes Resultat.

Testbild Tamron SP 150-600 mm f/5-6.3 Di VC USD G2 + Canon EOS 5Ds R | 552 mm, f/7.1, 1/160 s, ISO-400

Die Chromatische Aberration (Farbquer- und längsfehler) ist eher bei weiten Fokus-Distanzen ein kleines Problem. Aufgrund der Auslegung auf Vollformat-DSLRs haben Nutzer von Kameras mit APS-C-Bildsensor nichts zu bemängeln. An einer Vollformat-Kamera montiert sind in den Bildecken nur minimale Farbsäume zu erkennen, die sich problemlos im RAW-Konverter korrigieren lassen. Auch hier wurde die Leistung noch einmal deutlich im Vergleich zum Vorgänger verbessert.

Testbild Tamron SP 150-600 mm f/5-6.3 Di VC USD G2 + Canon EOS 5Ds R | 226 mm, f/5.6, 1/200 s, ISO-200

Die Vignettierung (Randabschattung) lässt sich, wie auch die chromatische Aberration, sehr einfach im Nachhinein beheben, ist jedoch selbst bei Offenblende am Vollformat nicht störend und vor allem im direkten Vergleich mit einer um ein bis zwei Stufen abgeblendeten Aufnahme sichtbar. Auch hier profitieren Nutzer von APS-C-DSLRs wieder vom kleineren Bildausschnitt.

Fazit und Empfehlung

Vieles hat Tamron beim neuen G2 richtiggemacht: Das Design wurde modernisiert und das Objektiv um sinnvolle Ausstattungsmerkmale (Arca Swiss-Stativschelle, Flex Zoom Lock, kürzere Naheinstellgrenze und neue VC-Modi) erweitert, kombiniert mit einer zum Teil deutlich verbesserten Abbildleistung – Top! Das [[ASIN:B01LCFBOAQ|Tamron SP 150-600 mm Di VC USD G2]] ist, bei einem Ladenpreis von etwa 1.600 Euro (Stand: 30.10.2016), damit erneut ein echter Preis-/Leistungs-Tipp geworden.

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Vor allem eines hat sich seit dem Test des ersten Tamron SP 150-600 mm Di VC USD geändert: Die Konkurrenz ist zahlreicher und moderner geworden. Vor allem Sigma hat gleich zwei Objektive aus der 150-600-mm-Familie veröffentlicht und Tamron lässt den Vorgänger am Markt, jedoch deutlich günstiger. Nicht ganz so gut ausgestattet aber mit einer ähnlichen Bildqualität schickt Sigma das deutlich günstigere 150-600 mm DG OS HSM aus der Contemporary-Serie ins Rennen.

Vergleich mit dem Sigma 150-600 mm DG OS HSM Sport

Nicht nur hausintern hat Tamron Konkurrenz, auch Sigmas 150-600 mm DG OS HSM aus der Sport-Serie liegt preislich auf einem Niveau. Das Duell Sigma 150-600 mm Sport vs. Tamron 150-600 mm G2 können Sie sich [[ASIN:B01MG2B7W5|auf Amazon Video anschauen]].


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