ValueTech.de Logo ValueTech
Technik. Einfach. Verstehen.

Externe SSDs - Crucial X8, Samsung T7 und SanDisk Extreme Portable v2 im Test

|

Egal ob als Speichererweiterung für Notebooks, zum Transport großer Datenmengen oder als vergleichsweise günstiges Speichermedium für professionelle Filmkameras: Seit die Preise für SSD-Speicher in den Keller gehen, übernehmen die robusten und schnellen Speicher auch extern immer mehr Aufgabenbereiche, in denen zuvor Festplatten ihren Dienst antraten.

Externe SSDs 2020

In diesem Test dabei ist der Preis/Leistungs-Tipp aus dem letzten Vergleich und zugleich eines der der ersten Laufwerke, das USB 3.2 Gen 2 (10 Gbit/s) mit einer NVMe-SSD kombinierte: Die Crucial X8 Portable SSD. Ferner die 2020er-Version der SanDisk Extreme Portable SSD sowie die neue Samsung Portable SSD T7, die nun ebenfalls auf die Kombination aus USB 3.2 Gen 2 und NVMe-SSD setzen.

Benchmarks und Empfehlung

Als Basis für reproduzierbare Leistungsmessungen dient unser aktuelles Testsystem für Speicherprodukte. Zum Einsatz kommt eine Mischung aus synthetischen Tests (ATTO, Crystal Disk Mark), Trace-Benchmarks (PCMark 7, 8 und 10) sowie unserem selbst entworfenen Testprogramm, das Daten auf die externen SSDs scheibt und anschließend ausliest. Letzterer Test ist unterteilt in Dateien mit kleiner (Office, Anwendungen), mittlerer (Fotos, Musik) und hoher Dateigröße (Filme).

[[CHAR:20_ssd-ext|1,3,6-10]]

Die [[ASIN:B07YD5TK4F|Crucial X8]] muss den Spitzenplat räumen, wenn auch nur knapp. Im Alltag werden selbst mittelgroße Dateien wie Fotos und MP3-Dateien noch mit fast 400 MB/s geschrieben und mit beinahe 800 MB/s ausgelesen. Wer keine weitere NVMe-SSD als "Gegenspieler" zum Kopieren hat, wird folglich eher selten an Grenzen stoßen.

Crucial X8: Eine der ersten externen SSDs mit USB 3.2 Gen 2

Lediglich bei sehr kleinen Dateien fällt die Geschwindigkeit in unserem Test auf "nur" 27,4 MB/s. Zum Vergleich: Ein Mittelklasse-USB-Stick bringt es auf 2-6 MB/s. Aufpassen müssen auch Filmer sowie Anwender, die regelmäßig sehr große Datenmengen schreiben: Die interne M.2 SSD setzt auf kostengünstigen QLC-3D-NAND in Kombination mit einem schnellen SLC-Cache. Als Resultat bricht die Schreibgeschwindigkeit, für große Dateien, nach etwa 180 bis 190 GB von über 800 MB/s auf knapp unter 100 MB/s ein.

Unter Dauerlast etwas beständiger ist die [[MMID:2654448|Samsung Portable SSD T7]], deren Vorgänger T5 sich desalb nicht ohne Grund einen Namen in der Filmer-Welt gemacht hat. Auch nachdem der schnelle SLC-Cache aufgebraucht ist, kann die Samsung T7 noch knapp 300 MB/s erreichen. Besonders gut schneidet Samsungs Neuzugang aber beim Schreiben sehr kleiner Dateien wie bespielsweise Office-Dokumenten ab. Ein echer Alleskönner im stabilen Metallgehäuse.

Samsung Portable SSD T7

Unser Testsieger ist aber eine andere externe SSD: Die verbesserte [[ASIN:B08GTYFC37|SanDisk Extreme Portable SSD]]. Beim Kauf ist Vorsicht geboten, denn die alte und eutlich langsamere Version trägt den selben Namen. Je nach Händler erhält die SSD das Suffix "1.050 MB/s", "v2" oder "2020". Mit einer Schreib- und Lesegeschwindigkeit von über einem Gigabyte pro Sekunde, nimmt die Neuauflage den Platz der ersten Extreme Pro Portable ein, die ebenfalls ein Update erhalten hat und eine der wenigen USB-C-SSDs mit USB 3.2 Gen 2x2 ist.

Die SanDisk Extreme Portable SSD 1.050 MB/s ist nicht in jedem Einltest auf dem ersten Platz, aber fast immer in den Top-3 zu finden. Seien es das Schreiben oder Lesen von kleinen, mittleren oder großen Dateien – oder das Ausführen von auf der SSD installierten Programmen. Die SanDisk Extreme Portable SSD 1.050 MB/s macht einfach immer eine gute Figur.

SanDisk Extreme Portable SSD (2020)

Abschließend noch ein Spartipp für Bastler: Wer nach einem SSD-Wechsel, zum Beispiel weil er für mehr Speicherplatz im Notebook gesorgt hat, noch eine SSD zur Verfügung hat, kann sich mit wenigen Handgriffen selbst eine externe SSD basteln.

Video

[[YT:iZ0D_wj16LQ]]