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SD-Speicherkarten Marktüberblick 2019 - 60 Modelle im Test

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Gerade eine neue Kamera gekauft und der passende Speicher fehlt noch? Anstatt sich bei Onlineshops und Hersteller-Webseiten durch die Spezifikationen unzähliger Modelle zu wühlen, kann man die Zeit auch sinnvoller verbringen – zum Beispiel mit der Fotografie. Wir haben 60 Modelle in diversen Kameras getestet und präsentieren, kurz und knapp, unsere Kauftipps für das Jahr 2019.

[[YT:PqRVPAvTYys]]

Seit dem letzten Marktüberblick, vor gut anderthalb Jahren, hat sich einiges getan. Neben den obligatorischen Neuvorstellungen haben sich die Preise pro Gigabyte bei vielen Modellen erneut halbiert und auch die Anzahl an Systemkameras (DSLR, DSLM) mit UHS-II-Schnittstelle ist deutlich angewachsen. Besitzer schneller SD-Karten können diese also auch immer häufiger ausreizen.

Zuwachs gab es ebenfalls auf Seiten der Speicherkarten-Anbieter: Lexar ist mit neuem Besitzer und neuem Vertrieb zurück in Deutschland und der österreichische Video-Spezialist Angelbird hat nun auch SD-Karten im Angebot.

Ergebnisse und Kaufempfehlung

Geblieben ist indes unsere Tradition, Bestseller und Topmodelle aus den letzten 10 Jahren zu testen. Wer noch eine betagte Speicherkarte herumliegen hat, kann in unserer SDHC/SDXC-Bestenliste so vergleichen, ob sich ein neues Modell wirklich lohnt.

[[CHAR:18_sdxc|2,23,42,47,49,51,53-55,57-58,60,61-64,65]]

Die Spitze des Testfelds teilen sich fünf Hersteller: Testsieger ist erneut, wenn auch nur um Haaresbreite, Toshiba mit der Exceria Pro N502. Kaum langsamer, dafür aber breit verfügbar ist die [[ASIN:B074WCFKR4|Angelbird AV Pro SD]] für derzeit knapp 110 Euro in der 64-GB-Variante. Nur 2 Prozentpunkte langsamer, dafür aber gut 15 Prozent günstiger ist Lexars [[ASIN:B07F9T88WY|Professional 2000x]]. Alle genannten SD-Karten unterstützen die derzeit höchste Video-Geschwindigkeitsklasse V90, die zukünftige Kameras mit 8K-Video benötigen werden.

Angelbird AV Pro V90 SDXC

Die hohe Geschwindigkeit lässt sich sowohl am PC zum Auslesen von Fotos und Videos als auch in diversen UHS-II-Kameras abrufen. Dazu zählen die Canon EOS R, Fujifilm X-H1, X-Pro2, X-T1/2/3 und GFX-Familie, die Nikon D500 und D850, Olympus aktuelle OM-D-Familie, Panasonics Lumix G9, GH5(s) und S1(R) sowie die Sony Alpha 7 III, 7R III und Alpha 9.

Für alle anderen Kamerabesitzer reichen weiterhin SD-Karten mit UHS-I-Schnittstelle. Ein Kauftipp hält sich felsenfest, auch im Jahr 2019: Die [[ASIN:B01J5RH06K|SanDisk Extreme Pro 95 MB/s]] für ca. 50 Euro in der 128-GB-Version. Im Mittel 15 Prozentpunkte langsamer, mit gut 35 Euro (128 GB) aber merklich günstiger ist Kingstons nagelneue [[ASIN:B07B69QCTH|Canvas React]].

SanDisk Ultra 80 MB/s SDXC

Wer nur auf den Preis schaut, sollte eines im Kopf behalten: No-Name-Speicherkarten braucht 2019 niemand mehr! Beispiel gefällig? Die [[MMID:2041384|SanDisk Ultra 80 MB/s]] mit 128 GB gibt es für 20-25 Euro im Online-Handel. Dabei lässt sich die Speicherkarte trotzdem noch mit beinahe 100 MB/s auslesen und ist auch bei Serienbildaufnahmen selten mehr als 50 Prozent langsamer als teure Topmodelle.

Bewertungskriterien und Testverfahren

Die theoretische Grundlage (und 1/4 des Endergebnisses) bilden Tests der Lesegeschwindigkeit mit drei USB-3.0-Kartenlesegeräten – alle betrieben an unserem Storage-Testsystem v4.0. Diese zeigen das grundlegende Potential der SDHC- und SDXC-Karten auf und dienen zudem zur Überprüfung der Herstellerangaben. Als Testprogramm kommt der ATTO Disk Benchmark zum Einsatz.

Darauf folgen Tests mit diversen DSLR- und DSLM-Kameras, namentlich der Canon EOS 550D, Canon EOS 80D, Canon EOS 5Ds, Fujifilm X-T3, Nikon D3300, Nikon D500Panasonic Lumix GH5 und Sony Alpha 7R III. Mit den Kameras werden für 30 bis 40 Sekunden RAW-Bilder in Folge aufgenommen und die Zeit gestoppt, die die Kameras zur Speicherung der Bilder benötigen.

[[YT:2Dc8Sw97Qmo]]

Gemessen wird hierfür die Differenz vom Auslösen bis zum Erlöschen der Speicher-LED. Da jedes Bild eine unterschiedliche Größe aufweist, geben wir den Wert nicht in Bilder/Sekunde an, sondern beziehen die Zeit auf die Größe aller Fotos. Somit ergeben sich, genau wie bei den Kartenlesern, Megabyte/Sekunde.

Die Werte sind am relevantesten zur Einschätzung der Leistung im Foto-Alltag. Hohe Werte bedeuten eine schnellere Aufnahme von Serienbildern sowie eine schnelle Entleerung des internen Pufferspeichers.


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